31.03.2017

Aktuelle Nachrichten

stoffrechte.de geht mit der Leipziger Buchmesse 2017 online!
FBE Stoffrechte gehört zum Verlag Felix Bloch Erben mit Sitz in Berlin...

"Prinzessin Nofretete" von Nico Dostal in Leipzig
Am 25. März stürzt sich die Musikalische Komödie Leipzig mit Prinzessin...

DSE: "Rose Rose Rose" am Theater der jungen Welt Leipzig
Roses Zimmer ist ein Labor. Experimente sind im vollen Gange. Wir sind in...

ÖEA: "Sofies Welt" beim Musical Frühling in Gmunden
Das erfolgreiche norwegische Autorenduo Øystein Wiik und Gisle Kverndokk...

UA: "Heimat ist kein Ort" von Olivier Garofalo am Théâtre National du Luxembourg
Olivier Garofalo hat sein Stück Heimat ist kein Ort im Auftrag des Théâtre...

Jubiläum: Der Komponist John Kander feiert 90. Geburtstag
Am 18. März feiert einer der ganz großen des Broadway, der Komponist John...

Joël László eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2017
Die Auswahl steht fest: Es freut uns sehr, dass Joël László mit seinem Text...

Neu bei FBE: "Dienstags bei Kaufland" von Emmanuel Darley
Immer dienstags kümmert sich Roberta um ihren Vater. Sie verbringt den Tag...

Neu bei FBE: "Ein Mann geht durch die Wand" von Michel Legrand und Didier van Cauwelaert
Herr Dutilleul ist ein recht gräulicher, aber doch sympathischer Postbeamter....

Neu bei DESCH: "Alles was Sie wollen" von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière
Lucie ist 35 und bereits eine sehr erfolgreiche Autorin, doch nun hat sie...

Neu bei FBE: Jörg Menke-Peitzmeyer
Wir freuen uns sehr, Jörg Menke-Peitzmeyer neu in unserem Verlag vertreten zu...

Neu bei FBE: "Rock of Ages" von Christopher D'Arienzo
1987. Das Ende der grottigen Achtzigerjahre in Hollywood ist endlich...

Zum Wiederentdecken: "Mädi" von Robert Stolz, Alfred Grünwald und Leo Stein
Die Großstadt-Operette Mädi wurde 1923 in Berlin uraufgeführt. Komponiert von...


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Lund, Peter
Der vielseitige Künstler Peter Lund wurde 1965 in Flensburg geboren. Parallel zu seinem Architekturstudium in Berlin widmete er sich mit gleicher...


Zaufke, Thomas
Thomas Zaufke zählt zu den erfolgreichsten Komponisten im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit dem Autor Peter Lund schrieb er u. a. die Musicals...


 

Schwestern im Geiste

eine musikalische Zeitreise
Musik von Thomas Zaufke
Text von Peter Lund
7D, 2H, Kammerfassung für 3D, 1H auf Anfrage
Orchesterbesetzung: Kl, Fl (Picc, Trgl), Klar (B. Klar, Fl, Glsp, Schl), Vl, Vlc, Ak.B, Perc (Chimes, Vibraslap, Finger Cymbal)
UA: 13.03.2014, Neuköllner Oper Berlin

Emanzipation? Kein Thema mehr. Für die achtzehnjährige Milly jedenfalls nicht. Sie nimmt alles mit. Technopartys, Designerdrogen und unverbindlicher Sex sind für sie Ausdruck ihrer persönlichen Freiheit und ihres scheinbar selbstbestimmten Lebens. Das anstehende Abitur ist da eher ein lästiges Störgeräusch. Nicht so für Aydin. Die ehrgeizige junge Türkin soll ihren Cousin Adem aus Izmir heiraten und es sieht so aus, als könne sie an den anstehenden Abiprüfungen nicht teilnehmen. Und auch wenn Adem angeblich ein bisschen aussieht wie Matt Damon, würde auch Aydin gern selbst über ihr Leben bestimmen. Obwohl sie sich noch nicht ganz sicher ist, ob eine arrangierte Ehe nicht der bessere und vor allem sicherere Weg zum Glück ist. Die Lehrerin Lotte ist genervt von den immer wieder aufflammenden Konflikten der beiden Mädchen, die zu allem Überfluss auch noch in ihrem Deutsch-Leistungskurs sitzen. Aber dann treffen Lotte, Aydin und Milly drei andere Frauen. Die sind zwar schon hundertfünfundsechzig Jahre tot, aber was die Schwestern Brontë in ihren Romanen und Briefen der Nachwelt hinterlassen haben, wird ganz plötzlich überraschend aktuell. Milly erkennt, dass sie auch als Frau von heute nicht unbedingt Abitur machen muss, um ihr Leben zu leben. Aydin, die ihren Wunsch nach einem eigenständigen Leben schon fast aufgegeben hat, wird überrascht, denn ihr Zukünftiger ist echt nett und ermutigt sie sogar, ihr Abi zu Ende zu machen. Lotte kommt zu der Erkenntnis, dass ihr eigenes Leben weniger selbstbestimmt ist, als sie dachte und dass es unendlich viele Formen von Freiheit und Emanzipation gibt.

Peter Lund stellt in seinem Musical die immer wieder auf’s neue aktuellen Fragen: Wie emanzipiert und frei sind wir wirklich? Sind Themen wie Feminismus und Emanzipation heute überhaupt noch relevant? Oder können wir über unser Leben genauso wenig selbst entscheiden wie die drei von der Welt abgeschnittenen Pfarrerstöchter 1848? Thomas Zaufkes Musik trägt und untermalt mit einem breiten musikalischen Spektrum von Shanty-Weisen und Folksongs bis hin zu dissonant dramatischen Momenten.

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