26.05.2017

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Zwischen Himmel und Erde" und "Die Brüllbande" von Jörg Isermeyer
Rico ist ein Superheld, einer wie Spiderman: Keine Mauer ist ihm zu hoch,...

Premiere: "Auerhaus" von Bov Bjerg am Deutschen Theater Berlin
Nach Düsseldorf, Wiesbaden, Augsburg, Hannover, Dresden und Darmstadt kommt...

UA: "Das neue Jerusalem" von Arna Aley am Wolfgang Borchert Theater Münster
1534 predigt in Münster der weitgereiste Schneider, Kaufmann, Gastwirt,...

"Ich lebe in einem wilden Wirbel!" - Zum 35. Todestag von Irmgard Keun
"Sie haben Humor wie ein dicker Mann, Grazie wie eine Frau, Herz, Verstand...

UA: "Metapolis" von Hannah Biedermann und dem Ensemble des Jungen Staatstheaters Braunschweig
In der Regie von Hannah Biedermann gelangt am 13. Mai die theatrale...

Preise für Hannah Biedermann und Joël László beim Heidelberger Stückemarkt
Am Sonntagabend ist der 34. Heidelberger Stückemarkt zu Ende gegangen. Unter...

Neu bei FBE: "Préludes" von Dave Malloy
Nachdem Sergej Rachmaninow mit seinem Prélude cis-Moll bereits als...

Neu bei FBE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh
Thomas Newton, der Außerirdische, kam auf die Erde, um Wasser für seinen...

Neu bei FBE: "Schimmerndes Wasser" von Johanna Emanuelsson
Es ist ziemlich düster im Leben der beiden elfjährigen Mädchen Manisha und...

"Hedwig and the Angry Inch" in Kassel
Hedwig ist wieder da! John Cameron Mitchells und Stephen Trasks Kult-Musical...

stoffrechte.de geht mit der Leipziger Buchmesse 2017 online!
FBE Stoffrechte gehört zum Verlag Felix Bloch Erben mit Sitz in Berlin...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
 

Lund, Peter
Der vielseitige Künstler Peter Lund wurde 1965 in Flensburg geboren. Parallel zu seinem Architekturstudium in Berlin widmete er sich mit gleicher...


Zaufke, Thomas
Thomas Zaufke zählt zu den erfolgreichsten Komponisten im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit dem Autor Peter Lund schrieb er u. a. die Musicals...


 

Schwestern im Geiste

eine musikalische Zeitreise
Musik von Thomas Zaufke
Text von Peter Lund
7D, 2H, Kammerfassung für 3D, 1H auf Anfrage
Orchesterbesetzung: Kl, Fl (Picc, Trgl), Klar (B. Klar, Fl, Glsp, Schl), Vl, Vlc, Ak.B, Perc (Chimes, Vibraslap, Finger Cymbal)
UA: 13.03.2014, Neuköllner Oper Berlin

Emanzipation? Kein Thema mehr. Für die achtzehnjährige Milly jedenfalls nicht. Sie nimmt alles mit. Technopartys, Designerdrogen und unverbindlicher Sex sind für sie Ausdruck ihrer persönlichen Freiheit und ihres scheinbar selbstbestimmten Lebens. Das anstehende Abitur ist da eher ein lästiges Störgeräusch. Nicht so für Aydin. Die ehrgeizige junge Türkin soll ihren Cousin Adem aus Izmir heiraten und es sieht so aus, als könne sie an den anstehenden Abiprüfungen nicht teilnehmen. Und auch wenn Adem angeblich ein bisschen aussieht wie Matt Damon, würde auch Aydin gern selbst über ihr Leben bestimmen. Obwohl sie sich noch nicht ganz sicher ist, ob eine arrangierte Ehe nicht der bessere und vor allem sicherere Weg zum Glück ist. Die Lehrerin Lotte ist genervt von den immer wieder aufflammenden Konflikten der beiden Mädchen, die zu allem Überfluss auch noch in ihrem Deutsch-Leistungskurs sitzen. Aber dann treffen Lotte, Aydin und Milly drei andere Frauen. Die sind zwar schon hundertfünfundsechzig Jahre tot, aber was die Schwestern Brontë in ihren Romanen und Briefen der Nachwelt hinterlassen haben, wird ganz plötzlich überraschend aktuell. Milly erkennt, dass sie auch als Frau von heute nicht unbedingt Abitur machen muss, um ihr Leben zu leben. Aydin, die ihren Wunsch nach einem eigenständigen Leben schon fast aufgegeben hat, wird überrascht, denn ihr Zukünftiger ist echt nett und ermutigt sie sogar, ihr Abi zu Ende zu machen. Lotte kommt zu der Erkenntnis, dass ihr eigenes Leben weniger selbstbestimmt ist, als sie dachte und dass es unendlich viele Formen von Freiheit und Emanzipation gibt.

Peter Lund stellt in seinem Musical die immer wieder auf’s neue aktuellen Fragen: Wie emanzipiert und frei sind wir wirklich? Sind Themen wie Feminismus und Emanzipation heute überhaupt noch relevant? Oder können wir über unser Leben genauso wenig selbst entscheiden wie die drei von der Welt abgeschnittenen Pfarrerstöchter 1848? Thomas Zaufkes Musik trägt und untermalt mit einem breiten musikalischen Spektrum von Shanty-Weisen und Folksongs bis hin zu dissonant dramatischen Momenten.

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