22.09.8787

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Michael Alexander MüllerMüller, Michael Alexander
(c) Andreas Schlieter 

Michael Alexander Müller, 1959 in Lübeck geboren, studierte Kunst- und Politik an der Universität Hildesheim sowie Theaterpädagogik in Remscheid. Seit 1991 arbeitet er am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg in verschiedenen Funktionen, u. a. Leitung Theaterpädagogik, Projektleitung "Mobil", als Dramaturg und Autor. Außerdem ist er als Gastdozent an der Universität Hamburg sowie für Stiftungen und Akademien tätig.
Michael A. Müller erhielt zahlreiche Auszeichnungen, Nominierungen und Stipendien: u. a. 2008 das "Stipendium Paul Maar" an der Akademie Wolfenbüttel, 2011 den Mülheimer KinderStückePreis für "Über die Grenze ist es nur ein Schritt", 2012 den Förderpreis "Nah dran" des kjtz Frankfurt sowie den Kinderstückepreis "Plattform 11+" des tjg Dresden. Seine bisherigen Stücke werden vom Theaterstückverlag, München vertreten.

Füße im Himmel, sein erstes Stück bei Felix Bloch Erben, wurde durch das "Stipendium zum Deutschen Kindertheaterpreis 2014" vom kjtz Frankfurt gefördert und beim Frankfurter Autorenforum 2014 sowie beim Boxenstopp am Theater der Jungen Welt 2015 vorgestellt.

 

Prinzenpack

für Jugendliche ab 14 Jahren
2H
frei zur UA

Gregor und Marek haben sich gewehrt. Dass die Schlägerei eine Anzeige nach sich zieht, macht die beiden wütend, weil ihre Gegner sie als "schwule Schwanzlutscher" beschimpft haben und meinten, sie gehören "vergast". Die beiden sind seit drei Monaten ein Paar. Seit ihrem "Outing" wird ihre Beziehung auf die Probe gestellt. Marek hat seine streng katholische Familie für Gregor verlassen und ist zu seinem Onkel gezogen. Gregor musste seiner damaligen Freundin gestehen, dass er einen Jungen liebt und im Sportstudio einige Sprüche einstecken. Auch in der Schule sorgen sie für reichliche Lästereien. Sind alle doch nicht so tolerant, wie sie immer tun? Gregor und Marek beschließen: Raus aus der Verteidigungshaltung, rein in die Offensive! Man muss über sich erzählen. Ein Wagnis! Ein zweites "Coming Out", die Hose runterlassen. So begegnen wir ihnen, nicht als Erklärer oder gar Opfer, sondern ganz als sie selbst – zwei schwule, zwei coole Jungs – ein Paar, das von sich erzählt.

Die Schwulenbewegung hat sich in Deutschland seit den frühen siebziger Jahren gesellschaftlich wie gesetzlich emanzipiert. In den Großstädten gehen Schwule und Lesben Hand in Hand durch die Straßen, küssen sich öffentlich. Gleichzeitig drohen ihnen in einer Reihe anderer Staaten Repressalien, Gefängnis, Folter und Todesstrafe. Und vor Diskriminierung sind sie auch hier nicht gefeit. "Schwuchtel" und "Arschficker" sind zwei der meist benutzten Worte auf Deutschlands Schulhöfen und schwule/lesbische Mitschüler_innen werden oft immer noch gemobbt. Ist es doch nicht so selbstverständlich und "normal", wie wir gerne hätten?

Nach Füße im Himmel greift Michael Alexander Müller erneut große Fragen nahe an der Lebenswelt des jungen Publikums auf und lässt in Prinzenpack die ohnehin ambivalenten Gefühle der ersten Liebe auf ein Jungenpaar treffen, das die Herausforderung gern annimmt: direkt, rotzig, nachdenklich und mutig. Es ist ein Stück, um ins Gespräch zu kommen, nicht nur über "andere" Liebe und Toleranz, sondern über Scham, Akzeptanz, das Miteinander, Partnerschaft, Familie und Träume. Denn ob homo oder hetero: Man muss sich finden dürfen.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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