24.04.3283

Aktuelle Nachrichten

Esther Becker mit "Wildbestand" zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen
Im Februar wurde Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu...

DE: "Extremophil" von Alexandra Badea am Prinz Regent Theater Bochum
Am Prinz Regent Theater Bochum findet in der Regie von Frank Weiß die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...

UA: "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke am Volkstheater Rostock
Das Volkstheater Rostock bringt Dorit Linkes Roman Jenseits der blauen Grenze...

DSE: "Runnin' Blue" von Anouk Saleming am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken inszeniert Luca Pauer Runnin'...

DSE: "Dreizehn Leben" von Fin Kennedy am Theater Lübeck
Am 5. April feiert das Theater Lübeck die Deutschsprachige Erstaufführung von...

DSE: "Schatten eines Jungen" von Arne Lygre am Deutschen Theater Göttingen
Am 6. April inszeniert Ingo Berk die deutschsprachige Erstaufführung von Arne...

UA: "Schirokko" von Renate Ahrens am Theater Schloss Maßbach
Die Uraufführung von Renate Ahrens' Stück Schirokko inszeniert Daniela...

Neu bei FBE: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle
Am 28. April ist die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Die...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Volker  SchmidtSchmidt, Volker
Foto: Carola Schmidt 

Volker Schmidt, geboren 1976 in Klosterneuburg. Autor, Regisseur, Schauspieler. Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien, Schauspielengagements u.a. in Wien, Berlin, Graz sowie mehrere Spielfilme (zuletzt "Kleine Fische").

Als Regisseur Inszenierungen u.a. bei den Wiener Festwochen, Staatstheater Hannover, Staatstheater Braunschweig, Neuköllner Oper Berlin, Schauspielhaus Wien, Theater Phönix Linz, Stadttheater St. Gallen, Theater Magdeburg, Theater Ingolstadt sowie am lettischen Nationaltheater Riga, in Kopenhagen, Moskau, Skopje, Temeswar und Bhutan.

Seit 2002 Tätigkeit als Dramatiker, Ur- und Erstaufführungen u.a. am Theater Heidelberg, Staatstheater Hannover, Schauspiel Leipzig, Schauspielhaus Wien, Volkstheater Wien, Neuköllner Oper, Theater Phönix, Theater Drachengasse, Theater der Jugend, Gewinner mehrerer Preise, u.a. Jury- und Publikumspreis des Heidelberger Stückemarktes mit "Die Mountainbiker", Berliner Kindertheaterpreis, Einladungen u.a. zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens, Festival für Dramaturgie Santiago de Chile, NET-Festival Moskau. Seine Stücke wurden bisher in zehn Sprachen übersetzt und von Utrecht bis Novosibirsk gespielt.

In Wien arbeitet er regelmäßig mit seiner freien Gruppe new space company, mit der zuletzt Zero People und Der Fuchs zur Uraufführung brachte und für "komA" den Nestroy-Preis für Beste Off-Produktion erhielt.


Weitere Informationen zu Volker Schmidt

 

Freiheit

Komödie
3D, 2H
UA: 21.09.2017, New Space Company / Blumenhof Wien

Nana und Mark, seit einiger Zeit ein Paar, sind typische Vertreter jener Gruppe urbaner, ökologisch und politisch verantwortungsvoller Menschen, die alles richtig machen wollen. Gemeinsam mit Anja, Marks 16-jähriger Tochter aus einer früheren Beziehung, und zwei Freunden verbringen sie ein Wochenende auf ihrem Landhaus, einem großen alten Familienerbe von Nanas Großeltern. Die eine Freundin ist Joy, eine lesbische Kindergärtnerin afro-amerikanischer Abstammung, und der andere Sebastian, ein bildender Künstler, der Installationen im öffentlichen Raum realisiert.

Es sollen ein paar entspannte Tage sein – Spazieren gehen, Marmelade und gutes Essen kochen, Reden, gemeinsam Zeit verbringen. Doch spätestens seit Tschechow weiß man, dass der Rückzug aufs Land kein gutes Ende haben wird. Nana hat gerade ein Kind verloren und leidet an Panikattacken. Sie will mit Mark aufs Land ziehen und bewusster leben. Gleichzeitig kämpft sie mit dem Älterwerden und versucht die frühere, geheime Affäre mit Sebastian zu reaktivieren, um sich ihrer Attraktivität zu vergewissern. Doch der fürchtet sich vor Abhängigkeiten und erhofft sich viel mehr Marks finanzielle Unterstützung für sein aktuelles Projekt: das Sichtbarmachen des Nichts-Tuns, der Idealzustand in des Künstlers Weltbild. Mark will allen alles recht machen und wird doch von niemandem ernst genommen. Die Welt der vier gerät im Laufe des Abends ins Wanken – Gewissheiten werden zu Plattitüden, Überzeugungen enttarnen sich als vorgefertigte Weltsicht und scheinheilige Political Correctness. Der sich radikal verändernden Realität stehen sie ratlos und überfordert gegenüber. Marks Tochter lehnt die Haltung der Erwachsenen ab. Sie sehnt sich nach archaischen Gesellschaftsformen, provoziert Widerstand und hinterfragt den Freiheitsbegriff ihrer im westlichen Wertekanon aufgewachsenen Elterngeneration – geprägt von Wohlstand, Bildung, Zugang zu Konsumgütern und Zerstreuung. Angewidert von deren Angepasstheit und Unentschiedenheit angesichts der Möglichkeit zur absoluten Selbstverwirklichung verlässt sie das Haus, um eine andere Art von Freiheit zu finden.

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