23.11.6237

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke

Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
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Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

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Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

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von Sara Stridsberg

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von Arne Lygre

Dienstags bei Kaufland
von Emmanuel Darley

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von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
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Vor dem Entschwinden
von Florian Zeller

Rasputin
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Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
von James Matthew Barrie , Leonard Bernstein und Erich Kästner

Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
von David Bowie und Enda Walsh

Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers.
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
 

Guilbault, Jean-François
Nach Abschluss des Schauspielstudiums 2008, studierte Jean-François Guilbault szenisches Schreiben an der Uni Montréal. Er gehört zu den Mitbegründern der...


Joubert, Andréanne
Die Schauspielerin Andréanne Joubert studierte am Conservatoire Lassalle und ist ein Allround-Talent. Nach ihrem Abschluss vertiefte sie ihre Erfahrungen in...


 

Unter W@sser

(Noyades)
Übersetzt von Frank Weigand im Auftrag des Saarländischen Rundfunks
1D, 2H
UA: 16.04.2014, RTA festival (théâtre pour ado) Laval
DSE: 26.04.2017, Teamtheater Tankstelle München

"Narzissus ist wie ein USB-Schlüssel, den ich ihnen ins Ohr schieben könnte. Eine direkte Verbindung zu ihren Gehirnen. Den Gehirnen der ganzen Schule."

Louis, 16, wird morgens durch die Superman-Titelmelodie geweckt, hat eine Schwester namens Eko und Mutter und Vater, die mit Fettucine Carbonara zum Mittagessen auf ihn warten. Alles ganz normal, zu normal. An dem Tag, an dem Louis’ Lehrerin im Computerraum vergisst, sich aus dem schulinternen Intranet auszuloggen, ist Schluss mit der Normalität. Er hat Einblick in Notenlisten, kann andere Nachsitzen lassen und das Beste ist: er hat alle Klausurvorbereitungen. Unter dem Pseudonym Narzissus bastelt Louis sich ein anonymes Profil im Internet mit einem Foto, auf dem statt seines Gesichtes ein Wolfskopf abgebildet ist und fordert seine Mitschüler auf, ihm ihre Wünsche zu schicken – Erfüllung garantiert. Skeptisch schicken sie ihm kleine Tests, wollen prüfen, wie viel Wahrheit hinter seinen Worten steckt. Als er die Schule ausfallen lässt, Lösungen für die Prüfungen verteilt und Noten verbessert, beginnt ein regelrechter Hype um Narzissus. Louis genießt die Berühmtheit und die Macht, die er über die anderen hat. Was lässig beginnt und für mehr Kick in seinem Leben sorgt, gerät langsam aber sicher außer Kontrolle. Seine eigene Schwester verliebt sich in ihn, genauso wie eine Unbekannte namens Sedna, die im Schwimmbad solange die Luft anhält bis sie ihrer Mutter näher zu kommen scheint. Sie kämpfen bis zur Selbstaufgabe um seine Aufmerksamkeit und Liebe und für alle drei wird aus einem Spiel plötzlich Ernst.

Andréanne Joubert und Jean-François Guilbault gelingt mit Unter Wasser ein aufwühlendes Stück über eine Generation, die nicht still steht, die bis in die letzten Winkel ihres Lebens Kameras mitnimmt, im Internet vermeintliche Nähe schafft, um die real existierende Einsamkeit auszugleichen. Das Stück erzählt, was passiert, wenn man ein virtuelles Heer um sich schart, das dann real zuschlägt. Die beiden kanadischen Autoren schaffen es, eine einzigartige Sprache zu erschaffen, die sich aus ernüchternder Direktheit und Metaphern aus der Mythologie zusammensetzt, Raum zum phantasieren lässt und knallhart auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Ein faszinierendes und zugleich schockierendes Stück. 2014 wurde Unter Wasser mit dem Prix Louise Lahaye für das beste Jugendstück aus Québec ausgezeichnet.

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