17.11.2017

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Die Geschichte ist bekannt: Der hartherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
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Deutscher Hörspielpreis: "'Broken German' muss man hören!"
Broken German von Tomer Gardi gewinnt den Deutschen Hörspielpreis. Das knapp...

Wiederentdeckt: "Woman of the Year" von John Kander und Fred Ebb
Woman Of The Year – ein witziges und hintersinniges Musical, in dessen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Deutscher Jugendliteraturpreis 2017 Kategorie Bilderbuch: "Hier kommt keiner durch!"
Das wahrhaft grenzüberschreitende Buch Hier kommt keiner durch! von Isabel...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Am 20.10. war die deutschsprachige Erstaufführung von Branden Jacobs-Jenkins'...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
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Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Bild von Ronja von RönneRönne, Ronja von
© Carolin Saage 

Ronja von Rönne wurde 1992 in Berlin geboren, lebt in Berlin und Grassau. Seit 2015 Autorin und Redakteurin im Feuilleton der "Welt". 2015 nahm sie am Bachmann-Wettbewerb teil.


Weitere Informationen zu Ronja von Rönne

 

Wir kommen

Roman von Ronja von Rönne

UA: 09.04.2017, Staatsschauspiel Dresden

"Schnoddrig, witzig, respektlos - endlich eine neue Stimme in der deutschen Gegenwartsliteratur" Joachim Rottmann

Wenn jemand stirbt, zieht man sich schwarze Kleider an oder geht zur Beerdigung. Nora, die an den Tod ihrer besten Freundin nicht glaubt, flieht aus der Stadt in ein Haus an der Küste, mit dabei ihre offene Vierer-Beziehung, ein schweigendes Kind und eine Schildkröte. Sie flieht vor den Panikattacken, vor der Langeweile, vor sich selbst und der eigenen Geschichte. Aber Erlösung bringt auch die Flucht nicht, wenn man eigentlich alles hat, was man braucht, und genau das zum Problem wird. "Was das bedeutet: jung zu sein; ob man das retten oder verlängern oder doch diesem Zustand, diesem Lebensgefühl möglichst schnell entrinnen solle und wie man seine Empfindungen davor bewahrt, von korrumpierten Begriffen korrumpiert zu werden." (FAS)

Boshaft lässig und virtuos pointiert beschreibt Ronja von Rönne den so typischen Wohlstands-Ennui einer Generation, die sich in den Moden und Allüren ihrer Zeit selbst verloren geht. "Und dann sondiert man den Text noch einmal auf diese Idee hin, dass es neben den vielen hübsch zeitgeisthaft aufgetakelten Problemen der Figuren vielleicht eine strukturelle, das Sprechen und Schreiben selbst betreffende Krise geben könnte. Dass es (…) auch um die Frage (geht), wie das moderne Selbst noch von sich und seinen Zuständen berichten kann, wenn die Sprache leer geworden ist über ihren amüsanten Anwendungen." (Die Zeit)

Wir kommen ist ein radikales Buch, das laut und voller Humor gegen jede Art von Sentimentalität anschreit. Doch je länger die Reise währt, desto öfter bricht der Sound, wird verzeihlich, komisch, poetisch.

Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption des Romans zu erstellen. Das Buch ist im Aufbau Verlag erschienen.



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