13.12.2018

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bild von Paul PourveurPourveur, Paul

Paul Pourveur wurde als Sohn wallonischer Eltern 1952 im flämischen Antwerpen geboren und wuchs zweisprachig auf. Nach seinem Filmstudium am RITS, in Brüssel sowie einer Ausbildung in Szenischem Schreiben in den USA begann Pourveurs Karriere zunächst als Drehbuchautor für Film und Fernsehen. Es entstanden Texte für Dokumentar-, Jugend- und Spielfilme sowie für verschiedene populäre TV-Serien. Seit Mitte der achtziger Jahre schreibt Pourveur Theaterstücke, sowohl in Flämisch als auch in Französisch, die sich gegen eine traditionelle Dramaturgie mit deutlich linearen und abgerundeten Erzählsträngen und eine Einheit von Zeit, Ort und Handlung richten. Er vermischt verschiedene Genres und Stile und arbeitet auch häufig wissenschaftliche Texte in seine Stücke mit ein, um dem Zuschauer eine Vielzahl Materialien anzubieten, aus denen sich dieser selbst seine eigene Geschichte konstruieren kann. Dies geschieht auch in TIRANNIE VAN DE TIJD, in dem er als Mitautor das Thema Zeit aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet und den Zuschauer u. a. mit Quantenmechanik konfrontiert.

 

Lilith@Online

(Lilith@Online)
Deutsch von Uwe Dethier
2D, 3H

Lilith@online ist die Geschichte eines Aufbruchs. Zu tun, wovon man träumt, zu tun, wovor man Angst hat, zu tun, was schon Millionen andere vor einem getan haben: den eigenen Weg zu gehen. Der Weg Liliths ist steinig und ohne Rückhalt. Dreimal träumt sie davon, wie es wäre, geliebt zu werden. Dreimal wird sie verlassen, von der Mutter, dem ersten Freund und der besten Freundin. Dreimal schafft sie es, sich wieder aufzurappeln, weiterzugehen. Wenn auch vorerst allein. Fünf Jugendliche erfinden ihre Version der Geschichte von Lilith, der wegen ihrer Unangepasstheit aus dem Paradiesgarten vertriebenen Gottheit. Sie suchen nach Worten und Bildern, um eine Wirklichkeit, die auch die ihre sein könnte, fassbar zu machen. Sie erproben Machtstrukturen und Rollenbilder, lassen Realitäten entstehen und verwischen sie im gleichen Moment. Bis über allem plötzlich das Bild einer jungen Frau schwebt, die nicht aufgibt, der es verstoßen, verraten und missverstanden dennoch gelingt, wieder „on line“ zu sein. Pourveur gelingt in LILITH@ONLINE ein Text, der die Strukturen der klassischen Dramaturgie sprengt, und dessen assoziative Kraft sich nicht um chronologische Handlungsabfolgen und feste Rollenzuweisungen kümmert. Strukturierendes Element ist vielmehr Lilith, die trotz aller Widersprüchlichkeiten schließlich als vollendete Figur erscheint.