23.02.2018

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Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
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Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Bild von Cole PorterPorter, Cole

Cole Porter, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des amerikanischen Showgeschäfts und neben Irving Berlin ungekrönter Herrscher des Broadway, wurde am 9. Juni 1891 in Peru, im amerikanischen Bundesstaat Indiana als Sohn eines reichen Plantagenbesitzers und Enkel eines ebenso begüterten Kohlemagnaten geboren. Als Erbe eines Millionenvermögens musste er zunächst Jura studieren, ehe er seiner Liebe zur Musik nachgab und ein entsprechendes Studium in Harvard aufnahm. Vom "Hobby" eines reichen Müßiggängers konnte dabei keine Rede sein. Porter erwies sich in jeder Beziehung als Profi.

Ehe er seine eigentliche Karriere begann, nahm er als Mitglied der französischen Fremdenlegion am 1. Weltkrieg teil. 1919 heiratete er die ebenfalls äußerst reiche Amerikanerin Linda Lee Thomas. Nach anfänglichen Misserfolgen eroberte er 1928 mit dem Musical "Paris" den Broadway. Es folgten die Musical-Erfolge Anything Goes (1934), "Jubilee" (mit dem Hit "Begin the beguine", 1935), "Around the World in Eighty Days" (1946), Kiss me, Kate (1948), Can-Can (1953) und Silk Stockings (Ninotschka) (1955). Viele davon wurden in ihrer Verfilmung geradezu legendär, Can-Can mit Maurice Chevalier, High Society mit Bing Crosby. Silk Stockings verhalf der jungen Hildegard Knef zu ihrem Durchbruch in Amerika.

Mehr als 500 Songs bezeugen über die Vielzahl der Musicals, Shows und Filme hinausgehend die künstlerische Vielseitigkeit und herausragende Produktivität Cole Porters. Nach einem Reitunfall und einer später erforderlichen Beinamputation zog sich der bis dahin immer im gesellschaftlichen Mittelpunkt stehende Komponist aus der Öffentlichkeit zurück. Am 15. Oktober 1964 starb er an den Folgen einer Nierenentzündung.


Weitere Informationen zu Cole Porter

 

Anything Goes

Buch von Guy Bolton, P. G. Wodehouse, Howard Lindsay und Russel Crouse
Neufassung von Timothy Crouse und John Weidman
Musik und Gesangstexte von Cole Porter
Deutsch von Christian Severin (Dialoge), Lida Winiewicz und Hartmut H. Forche (Gesangstexte)
[Wahlweise auch mit original englischen Gesangstexten]
4D, 8H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Reed I (Picc, Fl, Klar, A.Sax), Reed II (Fl, Klar, S.Sax, A.Sax), Reed III (Ob/Klar, E.H/Klar, Klar, T.Sax), Reed IV (Klar, B.Klar, T.Sax, Bar.Sax), Trp (Flügel Hr) I, II, III, Pos I, II, III, Dr, Perc, Git, Kl/Keyb I, II, Vl, B
Combo-Besetzung: Flexbo A (Trp), Flexbo B ([Picc, Fl], Klar, A.Sax), Flexbo C (Klar, T.Sax), Flexbo D (Pos), Dr, [Perc], [Git], Kl, B
UA: 21.11.1934, Alvin Theatre New York
DSE: 10.02.1981, Pfalztheater Kaiserslautern
EA der Neufassung: 1987, Beaumont Theatre, New York

Der New Yorker Sekretär Billy Crocker nimmt vor der Abreise seines Chefs Elisha Whitney letzte Anweisungen entgegen. Zufällig trifft er auf seine alte Freundin, die Nachtklubsängerin Reno Sweeney, die ebenfalls an Bord der M. S. Amerika sein wird. Sie soll dort mit vier weiteren Girls in einer Erweckungs-Show auftreten. Da Billy davon hört, dass auch seine große Liebe, die Millionenerbin Hope Harcourt, sich mit ihrer Mutter nach London einschiffen und dort Lord Evelyn Oakleigh heiraten will, bleibt er als blinder Passagier an Bord.

Von dem flüchtigen Sträfling Moonface Martin, der als Reverend Dr. Moon in der Maske eines Geistlichen reist, bekommt Billy sogar ein Ticket, allerdings ausgestellt auf den Namen des derzeit meistgesuchten Verbrechers. Die Seekrankheit Lord Evelyns kann Billy nutzen, Hope wieder näherzukommen. Billy bittet Reno, den Engländer von Hope abzulenken und zu verführen. Dr. Moon soll die beiden in flagranti ertappen. Reno bleibt aber vom spröden Charme des Briten nicht unbeeindruckt.

Billys Maskerade als Seemann fliegt auf – und er erhält einen Ehrenplatz am Kapitänstisch, denn ein Schwerverbrecher ist schließlich eine prominente Persönlichkeit. Die Passagiere genießen den Reiz der Gesellschaft mit einem Schwerkriminellen als angenehme Abwechslung. Renos höllisch-himmlische Show endet in einem trunkenen, allgemeinen Sündenbekenntnis. Billy nutzt die Gelegenheit und beichtet in aller Öffentlichkeit, wie sehr er Hope liebt und dass er auch gar kein Schwerverbrecher ist. Entrüstet wirft man ihn mit Dr. Moon in die Arrestzelle.

Die beiden Häftlinge bekommen Gesellschaft von zwei Chinesen, die Passagiere beim Würfeln betrogen haben. Mit List nehmen sie deren Kleider an sich und entkommen dem Gefängnis. Mrs. Harcourt will Hopes Heirat mit Lord Evelyn noch an Bord arrangieren. Unmittelbar vor der Trauung treten drei chinesische Gestalten auf – es sind die verkleideten Billy, Moonface und Reno. Eine von ihnen, Pflaumenblüte genannt, klagt bei dem Lord ihre verlorene Unschuld ein. Er tritt von der Hochzeit zurück. So können sich die Paare finden: Lord Evelyn und Reno, Billy und Hope sowie Whitney und Mrs. Harcourt. Sogar Moonface wird durch ein Telegramm aus Washington völlig entlastet.

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