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DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
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Hörspiel des Monats: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
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Premiere: "Geliebter Jacques ... (Offenbachiade)" am Fritz Rémond Theater
Pünktlich zum 200. Geburtstag des Komponisten Jacques Offenbach ist am 9. Mai...

Neu: "Drachenläufer" von Matthew Spangler nach Khaled Hosseini
Kabul Mitte der 70er Jahre. Amir und Hassan wachsen auf wie Brüder. Bis zu...

DSE: "Ich verschwinde" von Arne Lygre am Theater Konstanz
Am 4. Mai ist die deutschsprachige Erstaufführung von Arne Lygres Stück Ich...

Neu: "Adieu Monsieur Haffmann" von Jean-Philippe Daguerre
Ein dichtes Kammerspiel um Anstand, Vertrauen und Verrat im Paris des Jahres...

"Hedwig and the Angry Inch" von Stephen Trask und John Cameron Mitchell am Badischen Staatstheater
Am 12. Mai findet die Premiere von Stephen Trasks und John Cameron Mitchells...

Rückblick: "Die Verlobung in St. Domingo - Ein Widerspruch" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April war die Uraufführung von Necati Öziris Kleist-Überschreibung Die...

Neu bei Desch: "Das Bärtchen" von Sacha Judaszko und Fabrice Donnio
Dem schüchternen und unauffälligen Sylvain passiert ein unglaubliches...

"Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder am Vorarlberger Landestheater
Am 24. Mai hat Der Flüchtling von Fritz Hochwälder am Vorarlberger...

Rückblick: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" (Zaufke / Mason / de Waal) am Landestheater Linz
Am 6. April wurde das Musical Der Hase mit den Bernsteinaugen nach dem Roman...


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Placey, Evan

Der kanadisch-britische Autor Evan Placey wuchs in Toronto auf und lebt in London. Sein erstes abendfüllendes Theaterstück mit dem Titel "Mother of Him" (2010) gewann den King’s Cross Award for New Writing, Canada’s RBC National Playwriting Competition und den Samuel French Canadian Play Contest. Zahlreiche Stücke folgten, darunter "Banana Boys" (2010), "Suicide(s) in Vegas", "Scarberia" (2012), "How was it for you?" (2012) und "Holloway Jones" (2011). Letzteres erhielt den Brian Way Award 2012 für das beste Jugendstück. Placey schloss sein Studium an der Central School of Speech and Drama und an der McGill University ab und ist heute selbst Dozent an der University of Southampton und unterrichtet dramatisches Schreiben am National Theatre in London, am Tricycle Theatre und in Gefängnissen. Er gewann mit Mädchen wie die den Writers’ Guild Award als Bestes Stück für junges Publikum.

Mädchen wie die gewann den Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 2016 und war für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2016 nominiert.

 

WiLd!

(WiLd!)
von Evan Placey
ab acht Jahren
Deutsch von Frank Weigand
1H
UA: 30.04.2016, Tutti Frutti Leeds
DSE: 29.09.2017, Landestheater Detmold

Nie stillstehen, nie ausruhen, nie warten. Bloß keine Pause! Billy ist nicht nur nervös, er ist rastlos, muss springen, stolpern, weitermachen. Er hat diese unkontrollierte Energie, die Kraft tief in ihm drin, die ihn immer wieder einen Schritt zu weit gehen lässt, immer ein bisschen zu viel, zu sehr, zu doll! Billy kann sich einfach nicht beherrschen, es gibt zu viel auszuprobieren und es ist zu verlockend, weiter zu gehen, als er darf. Und das bereitet ihm nicht nur in der Schule große Probleme. So überspannt er immer wieder den Bogen und allmählich auch die Nerven der Eltern, die versuchen, zu verstehen, was in ihrem Sohn vorgeht. Warum kann Billy nicht zuhören, warum ist er immer unter Strom? Kann nicht stillsitzen? Auch als es endlich eine Erklärung, eine Diagnose und Tabletten gibt, hilft der Stempel nichts an der Tatsache, dass Billy ein Leben lang anders sein wird, als die anderen, in seiner eignen Welt leben wird. Gut tut Billy das Summen und Brummen der Bienen. Die Bienen, die sein Vater versorgt hat, der aber jetzt nicht mehr da ist. Und das ist Billys Schuld, sagt sein Bruder. Die Unruhe und Aufregung der zahllosen Bienen gibt Billy ein Gefühl der Ruhe. Er wird es allen beweisen, er kann es mit den Bienen aufnehmen, denn er ist wie sie.

Ein Stück voller Dynamik, Rhythmus und Phantasie. Der Text so rastlos wie seine Hauptfigur. Evan Placey lässt uns mit WiLd die Welt wahrnehmen wie ein 10–jähriger Junge, der an ADHS erkrankt ist, sie erlebt – auf Billys schrullige und lustige Weise. Dabei nie belehrend, sondern subtil, spielerisch und fragil. Placey zeigt uns einen Jungen, der in seinem Leben immer die Aufgabe hat die reale Welt und seine imaginäre Welt, in der ein anderes Tempo herrscht, miteinander in Einklang zu bringen.

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