22.07.2017

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Neu bei FBE: FALKNER
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Sommertheaterpremieren Teil II
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"Kannst du pfeifen, Johanna?" von Ulf Stark an der Bayerischen Staatsoper
Am 8. Juli 2017 ziehen Groß und Klein, womöglich mit probehalber gespitzten...

Oscar Straus
Oscar Straus, schon zu Lebzeiten eine international gefeierte Größe, erlebt...

Neu bei FBE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot
Die neunjährigen Sabah und Romain kommen aus verschiedenen Welten, aber...

Neu bei FBE: "Neonazi" von Timo F.
Timo war Neonazi. Obwohl er für die Ideologie nie etwas übrig hatte, landet...

DSE: "Entweder … oder?" am Phosphor-Theater Aachen
Am 12. August 2017 feiert Jean-Claude Grumbergs schwarzhumorige Farce...

"Feuer fangen" von Luc Tartar an der Landesbühne Nord
In Wilhelmshaven feiert am 26. August Luc Tartars Feuer fangen an der...

Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
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Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
Am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld begibt sich ab 27. Juni Ulf Nilssons...

Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
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Sommertheaterpremieren Teil 1
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Bild von Alejandro Leiva WengerLeiva Wenger, Alejandro
Foto: Sofia Runarsdotter 

Alejandro Leiva Wenger, 1976 geboren, debütierte 2001 als Autor mit dem Erzählband "Till vår ära". Es folgt sein Drehbuch für den Kurzfilm "Elixir" (2003), das auf der gleichnamigen Erzählung aus dem Buchdebüt basiert. Sein erstes Theaterstück, der Monolog "127", wurde 2011 an der Hochschule für Dramatik in Stockholm uraufgeführt. 2013 folgte die Uraufführung von "Författarna" am Stockholmer Theater Unga Klara. Mit diesem Stück begann die Zusammenarbeit mit der Regisseurin Frida Röhl, die auch Leiva Wengers Hörspiel "No Limit" (2015) und 2016 Leichenschmaus am Stadttheater Stockholm sowie "Folkbokförarna" am Folkteatern in Göteborg inszenierte.

 

Leichenschmaus

(Minnesstund)
Deutsch von Jana Hallberg
3D, 3H
UA: 19.02.2016, Stadsteatern Stockholm
frei zur DSE

Es klingelt. Minna steht vor Jons Tür. Sie berichtet vom tragischen Tod ihres Sohnes Sackarias, mit dem Jon so gut befreundet war, damals, in der Schule. Sie möchte unbedingt, dass Jon zur Trauerfeier kommt, denn er war doch der engste Freund. Es gibt nur ein Problem: Jon kennt Sackarias nicht. Aber das verschweigt er. Er sagt zu. Und beginnt, in seinen Erinnerungen nach diesem Sackarias zu graben. Sackarias’ Schwester Lethe hat dagegen sehr klare Bilder von der gemeinsamen Zeit mit ihrem geliebten Bruder. Aber: Dieses eine traumatische Erlebnis, das Lethes Leben bis heute prägt, hat so angeblich nie stattgefunden. Bei Sackarias’ Beerdigungsfeier spitzt sich das Verwirrspiel zu. Im kleinen familiären Kreis wird die Rekonstruktion der Vergangenheit zum tragikomischen Kampf um Wahrheit, Liebe und einstmalige Gewissheiten. Und mittendrin sitzt Jon, der sich mehr und mehr einfühlt in die Rolle des vermeintlich besten Freundes des Verstorbenen.

Können wir unseren Erinnerungen vertrauen? Bei diesem Leichenschmaus erinnern Familie und Freunde aneinander vorbei. Momente einer mutmaßlich gemeinsamen Vergangenheit blitzen gespenstergleich auf und verflüchtigen sich bei näherem Hinsehen. Selbst auf materielle Zeugnisse wie Briefe ist kein Verlass. Dabei suchen sie im Erinnern nach nichts geringerem als einem übergreifenden Sinn, nach Schicksal und Identität. Auf Sackarias' Trauerfeier wird nicht nur dem Toten gedacht, sondern das Andenken an sich in Frage gestellt. Die Grenze zwischen Glauben und Wissen wird diffus: Was hat Bestand, wenn wir uns der Bilder unserer Vergangenheit nicht sicher sein können?

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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