17.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Jarry, Alfred
Alfred Jarry wurde am 8. September 1873 in Laval, Frankreich geboren und entstammte einer relativ wohlhabenden bretonischen Bürgerfamilie. Nachdem er seine...


Schmitz, Meike
Meike Schmitz, geboren 1981 in Kiel. Bis 2005 Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität Siegen. Ab 2006 Masterstudium der...


Dömötör, András
András Dömötör, geboren 1978, Regisseur am Katona József Theater und Schauspiellehrer an der Theaterakademie in Budapest. Erhielt 2007 sein Regiediplom. Seit...


 

König Ubu

(Ubu roi)
Drama in fünf Aufzügen
Deutsch von Ulrich Bossier
3 Darsteller mit Puppen
UA: 30.11.2016, Deutsches Theater Berlin

Der primitive Vater Ubu ist Offizier des König Wenzeslas und lebt mit seiner Frau, Mutter Ubu, in Polen. Als ehemaliger König von Aragon stiftet ihn Mutter Ubu dazu an, König Wenzeslas zu stürzen und selbst den Thron Polens zu besteigen. Zusammen mit Hauptmann Bordure heckt er einen Plan aus, um die Königsfamilie zu vernichten. Durch reichlich Hilfe gelingt ihm schließlich der Staatsstreich und Ubu wird als neuer König gefeiert, während der einzig überlebende Sohn Bougrelas Rache schwört. Die Euphorie des Volkes hält jedoch nicht lange an, denn die Machtbesessenheit und Habgier Ubus kennt keine Grenzen. Um sich selbst noch weiter zu bereichern, enteignet er sämtliche Adlige, erhebt schonungslos hohe Steuern und lässt Richter und Finanzbeamte hinrichten, die seinen despotischen Anweisungen widersprechen.

Ubus ehemals gutgesonnener Hauptmann Bordure wechselt darauf die Seiten und berichtet dem Zaren Alexis von den Zuständen in Polen, worauf dieser beschließt, gegen Vater Ubu vorzugehen. Während Ubu gegen den Zaren in den Krieg zieht, bleibt Mutter Ubu in Polen zurück. Sie wähnt ihre Chance, den Staatsschatz an sich zu bringen, wird jedoch von Bougrelas gestürzt und aus der Stadt vertrieben. Vater Ubu ist derweilen als feiger und unfähiger Feldherr entlarvt und Polen Russland hoffnungslos unterlegen. Auf der Flucht begegnen sich Mutter und Vater Ubu wieder und gemeinsam gelingt es ihnen, nach Frankreich zu reisen, wo Vater Ubu plant, sich zum Finanzminister zu ernennen...

Das Besondere an der Fassung von András Dömötör und Meike Schmitz: Die Geschichte um König Ubu wird nur durch drei Spieler erzählt, die mit Puppen in unterschiedliche Rollen schlüpfen. Und das funktioniert richtig gut, wie András Dömötörs Inszenierung am Deutschen Theater Berlin zeigte.

König Ubu
Deutsch von Ulrich Bossier

König Ubu
Deutsch von Renate Gerhardt