Bild von Sébastien ThiéryThiéry, Sébastien
© L'agence Dominique Christophe 

Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler wandte sich Sébastien Thiéry, 1970 in Paris geboren, vermehrt der Filmschauspielerei zu und spielte in Filmen von Bertrand Tavernier, Gérard Jugnot, Alain Chabat und Jean-Michel Ribes. Mit 30 begann er für das Theater zu schreiben. Sein erstes Stück "Sans ascenseur" erschien 2005 im Théâtre du Rond Point in Paris, wo er die Hauptrolle spielte, wie in vielen anderen seiner folgenden Stücke. Thiéry schrieb zwischen 2004 und 2005 300 Episoden für die erfolgreiche TV-Serie "Chez Maman" und spielte in selbiger. Sein anschließend im Théâtre Hébertot erschienenes Stück "Cochon D’Indes" erhielt 2008 den Prix Barrière und wurde 2009 zweifach mit dem Prix Molière ausgezeichnet. Eine weitere Molière-Nominierung erhielt er für "Qui est Monsieur Schmitt?". Das Nachfolgestück Zwei Männer ganz nackt wurde in Deutschland erstmals an den Bühnen der Stadt Gera aufgeführt und ist ab Dezember 2018 auch auf Tournee zu sehen.

 

Ramses II.

(Ramses II)
Deutsch von Jakob Schumann
2D, 2H
UA: 19.09.2017, Théâtre de Bouffes Parisiens Paris
frei zur DSE

Elisabeth und Jean erwarten den Besuch ihrer Tochter Benedicte und ihres Schwiegersohns Matthieu, die gerade von einer Ägyptenreise zurückgekehrt sind. Aber Matthieu kommt allein und kann ihnen keine plausible Erklärung für Benedictes Abwesenheit geben. Überhaupt verhält er sich sehr seltsam. Verbirgt er etwas vor ihnen? Im Laufe des Abends beunruhigt Matthieus bizarres Gebaren Jean und Elisabeth immer mehr. Als sie einen Spaten in Matthieus Auto finden, befürchten sie das Schlimmste. Was ist mit Benedicte passiert? Und hat die Maske von Ramses II., ein Mitbringsel aus dem Urlaub, vielleicht etwas mit Matthieus Verwandlung zu tun?

Wie in Sébastien Thiérys bisherigen Stücken bleibt auch diesmal zunächst verborgen, wo die Wahrheit liegt, da die Wahrnehmung des Zuschauers sehr geschickt durch ähnliche und doch widersprüchliche Szenarien manipuliert wird. Dabei erzeugt das Bedürfnis, das verwirrende Geflecht der Geschichte zu durchdringen, unablässig Spannung.

"Was in 'Ramses II.' wichtig ist, ist nicht die Erklärung des Wahnsinns, sondern die Situationen, die er hervorruft. Mein erstes Ziel ist es, die Menschen zum Lachen zu bringen." (Sébastien Thiéry)

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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