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Sally Potter hat das Drehbuch ihres kammerspielartigen Films The Party selbst...

UA: "Frau Ada denkt Unerhörtes" am Schauspiel Leipzig
Die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau Ada denkt Unerhörtes...

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Rückblick: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Am 9. August war die Uraufführung von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks...

Neu bei FBE: "Drachenherz" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
In Deutschhagen hängen die Erziehungsberechtigten schlaff vor der Glotze,...

Neu: "Bambi" von Oliver Schmaering
Die Wiese wird niemals betreten. Sie ist die Zone der Gefahr. Die Stadttiere...

Hörspiel: "Baader Panik" von Oliver Kluck
In Baader Panik bügelt der Autor Oliver Kluck die Geschichte des kollektiven...

UA: "Die überraschend seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe" am Jungen Staatstheater Karlsruhe
Am Jungen Staatstheater Karlsruhe inszeniert Otto A. Thoß die Uraufführung...

DSE: "Die Reißleine" am Volkstheater Wien
Am 27.9. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die Reißleine am...

DE: "Ein Amerikaner in Paris" am Theater Kiel
Am 28. September ist am Theater Kiel die deutsche Erstaufführung von...

Aktuell: "Unser Dorf soll schöner werden" von Klaus Chatten
Gleich zweimal ist Klaus Chattens Monolog Unser Dorf soll schöner werden in...


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Bild von Nina SegalSegal, Nina
© Aissatou Marie Balde 

Nina Segals Debüt "In the Night Time (Before the Sun Rises)" wurde 2016 am Gate Theatre in London uraufgeführt. Nina Segal war für den Yale Drama Prize 2016 und für die Andrian Pagan Award 2015 nominiert. Sie schreibt zurzeit Stücke im Auftrag des Bush Theatres und des HighTide Theatres in London. Mit Big Guns erscheint ihr erstes Stück in deutscher Übersetzung.

 

Big Guns

Deutsch von Thomas Arzt
2 Darsteller*innen
UA: 24.03.2018, The Yard Theatre London
frei zur DSE

In jeder dunklen Ecke des Raums könnte die Bedrohung auf dich warten. Vielleicht ist sie schon da, steht kurz vor ihrem Auftritt. Zwar verfolgst du auf deinem Smartphone gespannt die Videos von Menschen, denen Gewalt angetan wird. Aber was passiert, wenn die Gewalt hinter dem Bildschirm hervortritt? Zwei Stimmen holen das Grauen in den Bühnenraum. Sie erzählen von einem Mädchen, das die Gefahr unentwegt auf sich zukommen sieht; vom Traumpaar Ike und Kay, in deren Traumhaus sich zwischen skandinavischem Massenmobiliar der Horror breitmacht; und von Youtube-Star Leila, die live in ihrem Videokanal heimgesucht wird.

Nina Segals Text ist eine Versuchsanordnung über die Mechanismen, mit denen wir Gewalt in unser Leben lassen. Die makabre Lust an den Katastrophen und Gräueltaten, die wir über News Feeds, Social Media und in Full HD konsumieren. Zwei Performer spinnen Bilder und Geschichten über die Angst, die uns umgibt und mit der wir uns umgeben. In salvenartigen Rhythmen schießen die Worte auf das Nervenkostüm ein: "Pow pow pow pow".

"Das Stück arbeitet sich weniger an Figurenpsychologie oder linearen Erzählungen ab, es funktioniert durch eine Kombination von Wiederholungen, Abweichungen und Akkumulationen." (The Guardian)

"Nina Segal dreht einen Stein nach dem anderen um und legt die unsagbaren Schrecken frei, die sich darunter verbergen. Man kann nicht aufhören, dabei zuzuschauen. (...) Eine dunkle, komplexe Untersuchung unserer unersättlichen Clickbait-Kultur." (The Stage)

"Es war zu der Zeit, als die ersten IS-Enthauptungsvideos in den Medien gezeigt wurden. Es fühlte sich so seltsam an, weil die Nachrichtenredaktionen nicht wussten, wie sie mit den Bildern umgehen sollten. Das war es, das mich zu dem Stück anregte: die Frage, wie Gewalt und die Gewalt aus der fernen Welt sich mit der Funktionsweise westlicher Medien kreuzen."
(Nina Segal zur Uraufführung von Big Guns)

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.