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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von Felicia ZellerZeller, Felicia
© Ralf Hiemisch 

Felicia Zeller, geboren in Stuttgart, schreibt Theatertexte, Hörspiele und Prosa und arbeitet als Medienkünstlerin. 1998 Diplom an der Filmakademie Baden-Württemberg. 1999/2000 Hausautorin am Theater Rampe in Stuttgart. Auslandsaufenthalte, Medienprojekte, Teilnahme an Festivals, Kolumnen für die Stuttgarter Zeitung, Leseperformances. 2008, 2011, 2013, 2015 und 2016 Einladungen zu den Mülheimer Theatertagen mit den Stücken Kaspar Häuser Meer (Publikumspreis 2008), Gespräche mit Astronauten, X-Freunde, Wunsch und Wunder sowie Zweite allgemeine Verunsicherung. 2013 wird X-Freunde in der Kritikerumfrage von Theater heute zum besten deutschsprachigen Stück gewählt.

Weitere Auszeichnungen (Auswahl):
- 1993 Baden-Württembergischer Jugendtheaterautorenpreis für Immer einen Hund gehabt/plane crazy (1928)
- 1999/2000 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg - 2008 Publikumspreis des 33. Mülheimer Dramatikerpreis für Kaspar Häuser Meer
- 2009 Clemens Brentano Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg für "Einsam lehnen am Bekannten" (Kurzprosa, erschienen im Lilienfeld Verlag)
- 2013 Hermann-Sudermann-Preis für Dramatiker

Website von Felicia Zeller

 

Im Café Tassl

Eine Sprech- und Sprachoperette
4D, 6H, ein Sonnenhut, ein Topf, ein Pulli
UA: 01.11.2000, INTEATA Köln

Frauke K. sitzt im Café Tassl und wartet auf Otto S., der sich auf ihre Kontaktanzeige hin mit ihr verabredet hat. Es wird zu diesem Treffen nie kommen, denn Otto ist auf dem Weg zu ihr mit unlösbaren Problemen konfrontiert: Bringt man Blumen mit und wenn ja, welche? Wie bewegt man den Kleiderschrank dazu, sich zu öffnen, und findet dann auch noch das Richtige zum Anziehen? Wie überredet man seinen launischen Sonnenhut dazu, mit in den Bus zu steigen? - Er verpasst den Bus, den nächsten und den übernächsten, und kehrt resignierend zum Platz seiner Jugend zurück, wo er zu Katja Ebsteins Gesang in Erinnerungen badet, Tütensuppe kocht und seinem alten Pulli tatenlos beim Auflösen zuschaut. Während Frauke an den elf Kaffees, die sie im Laufe des Abends hinunterstürzt, fast kollabieren wird, denkt sie über den Menschenschlag der Kontaktanzeigenaufsetzer nach, über das Sitzengelassenwerden und über die Menschen um sich herum: Herrn Faxofon, dessen Handy nie Ruhe gibt, Herrn Salzbr, dessen Füße ihn in anstrengende Neurosen gestürzt haben, einen Besoffenen, der in einen Busch fällt und verdoppelt wieder hinauskriecht, und über den Kellner, der blutüberströmt serviert, ihr zunehmend zugetan ist und sie zu erotischen Fantasien animiert. Doch auch diese beiden werden nicht zusammenfinden. Stattdessen sterben ein Hut und ein Schwan, eine nervöse Uhr fährt Bus, und ein Topf erzählt alle Pfannenwitze, die es gibt.

Ein skurriler Abgesang auf die menschliche Kommunikationsfähigkeit und ein Hohelied der Dinge, die ein Eigenleben führen und den Menschen ein Schnippchen schlagen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Mit einer Vielzahl Kellnerklage-, Schimpf- und Brummelloops.

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