30.04.2017

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UA: "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wird Martina Clavadetschers Stück Umständliche Rettung am...

Joël László: Heidelberger Stückemarkt und "Islam.Fantasien" am Theater Basel
Joël László ist mit seinem Text Wiegenlied für Baran für den...

DSE: "Unter W@sser" am Teamtheater Tankstelle
Louis, 16, träumt zwar, ein Superheld zu sein, führt aber ein ganz normales...

Zum Wiederentdecken: "Unser Dorf soll schöner werden" von Klaus Chatten
"Im Ton zwischen Beckett und Achternbusch ist 'Unser Dorf soll schöner...

Neu bei FBE: "Kirschen im Winter" von Reihaneh Youzbashi Dizaji
Reihaneh Youzbashi Dizaji zelebriert in ihrem neuen Stück Kirschen im Winter...

Neu bei FBE: "Leichenschmaus" von Alejandro Leiva Wenger
Minna berichtet Jon vom tragischen Tod ihres Sohnes Sackarias. Sie möchte...

UA: "Wir kommen" von Ronja von Rönne am Staatsschauspiel Dresden
Nora flieht aus der Stadt in ein Haus an der Küste, mit dabei ihre offene...

DE: "Shylock!" von Stephan Kanyar am Theater Pforzheim
Am 8. April bringt das Theater Pforzheim mit Shylock! Stephan Kanyars und...

Premiere: "Mittelschichtblues / Good People" am Theater Neumarkt in Zürich
Am 8. April 2017 findet die professionelle Schweizer Erstaufführung von...

UA: "Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen" ("Juller") von Jörg Menke-Peitzmeyer am Theater der Jungen Welt Leipzig
Am 8. April kommt Jörg Menke-Peitzmeyers Auftragswerk Gebückt und windschief...

DSE: "Ich falle" an den Westfälischen Kammerspielen Paderborn
Am 29. April 2017 wird durch den Jugendclub der Westfälischen Kammerspiele...

stoffrechte.de geht mit der Leipziger Buchmesse 2017 online!
FBE Stoffrechte gehört zum Verlag Felix Bloch Erben mit Sitz in Berlin...


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Bild von Oscar StrausStraus, Oscar

Am 6. April 1870 in Wien geboren, studierte Oscar Straus zunächst in seiner Heimatstadt Klavier und Komposition, ehe er sein Kompositionsstudium in Berlin bei Max Bruch fortsetzte. Als junger Kapellmeister stand Straus erstmals in Brüx und Teplitz-Schönau am Pult, dann am Stadttheater Mainz.

Sein Opernerstling "Der schwarze Mann" erregte in Berlin die Aufmerksamkeit von Fachkreisen. Seine Mitwirkung an Ernst von Wolzogens "Überbrettl" bahnte indessen den Weg zur Operette, den er gemeinsam mit seinem Librettisten, dem Berliner Rechtsanwalt Fritz Oliven (Rideamus), beschritt. Die lustigen Nibelungen (1904) und Hugdietrichs Brautfahrt (1906) standen in der persiflierenden Tradition Jacques Offenbachs, brachten aber nicht den erhofften Durchbruch. Dieser gelang dem Komponisten mit seinem 1907 im Wiener Carl-Theater uraufgeführten Ein Walzertraum ("Leise, ganz leise klingt´s durch den Raum"), der Lehárs Die lustige Witwe in den Aufführungszahlen zeitweise überflügeln konnte. Schnell produziert folgten nahezu 50 Bühnenwerke, darunter Der tapfere Soldat (1908) und "Der tapfere Cassian" (1912, nach Arthur Schnitzler). Während des 1. Weltkrieges verzichtete Straus, ganz Weltbürger und Zivilist, als einer der wenigen Zunftgenossen auf das Schreiben militaristischer Stücke.

Einen "Walzertraum"-ähnlichen populären Erfolg errang er erst wieder 1920 mit "Der letzte Walzer" (mit Fritzi Massary). 1923 folgten Die Perlen der Cleopatra als große Ausstattungsoperette, 1925 wurde Die Teresina, die als erste Operette in deutscher Sprache nach dem 1. Weltkrieg auch in Paris gespielt wurde, ein Erfolg. 1928 fand Alfred Grünwald nach einer Vorlage von Sascha Guitry einen neuen Napoleonstoff (Napoleon III.) für die Operette "Marietta". In den 30er Jahren wurde es ruhiger um Oscar Straus. Es entstanden u.a die musikalische Komödie Eine Frau, die weiß, was sie will (Manon) (1932) und die Operette Drei Walzer (1935).

Über Paris, wo er seit 1927 lebte, und London kam er schließlich in die USA und komponierte für den Film. 1950 kehrte er nach Europa zurück, erlebte die herzliche Aufnahme der Operette Ihr erster Walzer (Die Musik kommt) und seiner "Bozena" (1952) und komponierte die Musik zu Max Ophüls "Reigen"-Film nach Arthur Schnitzler (1950). Am 11. Januar 1954 starb Oscar Strauss 84-jährig in Bad Ischl.

 

Der tapfere Soldat

Operette in drei Akten
Buch von Rudolf Bernauer und Leopold Jacobson
mit Benutzung von Motiven aus George Bernard Shaws "Helden"
Musik von Oscar Straus
3D, 5H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, III, Tb, Pk, Schl, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb; Bühnenmusik: Trp I, II, Kl.Tr.
UA: 14.11.1908, Theater an der Wien Wien

Es ist wieder einmal Krieg zwischen Bulgarien und Serbien. Der bulgarische Major Alexius Spiridoff vollbringt mit seinem Reiterangriff gegen eine feindliche Artilleriestellung wahre Heldentaten. Allerdings waren die Geschütze gar nicht geladen. Zuhause langweilen sich indessen die Frauen: Aurelia, die Frau des Oberst Popoff, ihre Tochter Nadina, mit Spiridoff verlobt, sowie Mascha, eine Verwandte.

Nadina ist gerade dabei, ins Bett zu gehen, als der junge Schweizer Bumerli, der wegen seiner Waffengeschäfte unversehens in serbischen Kriegsdienst geriet und entfloh, über den Balkon in ihr Zimmer steigt. Er bittet das erschrockene Mädchen, ihn zu verstecken. Gerade rechtzeitig: Die Soldaten, die das Haus durchsuchen, müssen erfolglos wieder abziehen. Aurelia und Mascha aber haben Nadinas Geheimis entdeckt und wollen Bumerli ebenfalls helfen. Mit Zivilkleidung aus den Beständen Popoffs wird er durchkommen. Bumerli indessen ist sanft eingeschlafen. Nadina gibt ihm heimlich einen Kuss.

Nach Kriegsende kehren die Soldaten heim. Ihrem prahlerischen Helden Spiridoff begegnet Nadina inzwischen etwas kritischer, während Mascha immer mehr Gefallen an ihm findet. Da kommt Bumerli zurück, um sich für die Hilfe zu bedanken und die Hausjacke des Oberst zurückzubringen. Leider hat er nie in die Taschen der Jacke geschaut, denn darin befanden sich zwei Fotografien mit Widmungen, eine von Nadina und eine von Mascha. Beide Frauen hatten sich in Bumerli verliebt, und das ist nun begreiflicherweise Ursache einiger Turbulenzen. Auf deren Höhepunkt fordert der streitbare Spiridoff Bumerli zum Duell.

Dank der Vermittlung von Papa Popoff kann Schlimmeres verhütet und Major Spiridoff als zukünftiger Ehemann von Mascha erhalten werden, während Bumerli die Konsequenzen der Kompromittierung Nadinas tragen und sie heiraten muss, was dem reichen Spross einer Schweizer Hoteliersfamilie aber gerade recht ist.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.

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