09.02.2016

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Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg an "Mädchen wie die" von Evan Placey
Wir freuen uns sehr, dass der Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg in diesem...

Neu bei FBE: "Bestimmt wird alles gut" von Kirsten Boie / Klett Kinderbuch
Im Klett Kinderbuch Verlag ist mit Bestimmt wird alles gut ein besonderes...

DE: "Zersplittert" von Alexandra Badea am Schauspiel Hannover
Am 07. Februar 2016 findet am Schauspiel Hannover die deutsche Erstaufführung...

ÖE und mehr: "Die Lüge" am Theater Phönix in Linz, "Vater" am Theater in der Josefstadt und am Schauspielhaus Bochum
Im Februar freuen wir uns gleich über drei Premieren von Stücken des...

Neu bei FBE: "Freiheit" von Volker Schmidt
Nana und Mark, seit einiger Zeit ein Paar, sind typische Vertreter jener...

Neu bei FBE: "Einstein – Das Musical" von Stephan Kanyar und Maren Scheel
Albert Einstein – eine Legende schon zu Lebzeiten. Er revolutionierte die...

Neu bei FBE: "Das Mädchen von weither" von Emma Broström
Ein dunkler Wald. Ein kleines Mädchen stapft einsam durch tiefen Schnee, es...

Neu bei DESCH: "Ein Freund von früher" von Peter Buchholz
Sarah und Marc haben ein stabiles Leben aufgebaut. Doch eines Tages sitzt in...

UA: "Wir sind die Neuen" von Ralf Westhoff am Theater Heidelberg
"By the way, wenn ihr damals ein bisschen flotter gewesen wärt, dann müssten...

"Der Kongress tanzt" an der Volksoper Wien
Die Volksoper tanzt! Am 20. Februar feiert die Volksoper, Wien Premiere von...

"Can-Can" in Baden bei Wien
"Ganz Paris träumt von der Liebe" – Can-Can, neben Kiss Me, Kate Cole Porters...

Zum Wiederentdecken: "Sugar Dollies" von Klaus Chatten
"This wildly satirical comedy bursts with ideas. Klaus Chatten´s mordant...


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Bild von Oscar StrausStraus, Oscar

Am 6. April 1870 in Wien geboren, studierte Oscar Straus zunächst in seiner Heimatstadt Klavier und Komposition, ehe er sein Kompositionsstudium in Berlin bei Max Bruch fortsetzte. Als junger Kapellmeister stand Straus erstmals in Brüx und Teplitz-Schönau am Pult, dann am Stadttheater Mainz.

Sein Opernerstling "Der schwarze Mann" erregte in Berlin die Aufmerksamkeit von Fachkreisen. Seine Mitwirkung an Ernst von Wolzogens "Überbrettl" bahnte indessen den Weg zur Operette, den er gemeinsam mit seinem Librettisten, dem Berliner Rechtsanwalt Fritz Oliven (Rideamus), beschritt. Die lustigen Nibelungen (1904) und Hugdietrichs Brautfahrt (1906) standen in der persiflierenden Tradition Jacques Offenbachs, brachten aber nicht den erhofften Durchbruch. Dieser gelang dem Komponisten mit seinem 1907 im Wiener Carl-Theater uraufgeführten Ein Walzertraum ("Leise, ganz leise klingt´s durch den Raum"), der Lehárs Die lustige Witwe in den Aufführungszahlen zeitweise überflügeln konnte. Schnell produziert folgten nahezu 50 Bühnenwerke, darunter Der tapfere Soldat (1908) und "Der tapfere Cassian" (1912, nach Arthur Schnitzler). Während des 1. Weltkrieges verzichtete Straus, ganz Weltbürger und Zivilist, als einer der wenigen Zunftgenossen auf das Schreiben militaristischer Stücke.

Einen "Walzertraum"-ähnlichen populären Erfolg errang er erst wieder 1920 mit "Der letzte Walzer" (mit Fritzi Massary). 1923 folgten Die Perlen der Cleopatra als große Ausstattungsoperette, 1925 wurde Die Teresina, die als erste Operette in deutscher Sprache nach dem 1. Weltkrieg auch in Paris gespielt wurde, ein Erfolg. 1928 fand Alfred Grünwald nach einer Vorlage von Sascha Guitry einen neuen Napoleonstoff (Napoleon III.) für die Operette "Marietta". In den 30er Jahren wurde es ruhiger um Oscar Straus. Es entstanden u.a die musikalische Komödie Eine Frau, die weiß, was sie will (Manon) (1932) und die Operette Drei Walzer (1935).

Über Paris, wo er seit 1927 lebte, und London kam er schließlich in die USA und komponierte für den Film. 1950 kehrte er nach Europa zurück, erlebte die herzliche Aufnahme der Operette Ihr erster Walzer (Die Musik kommt) und seiner "Bozena" (1952) und komponierte die Musik zu Max Ophüls "Reigen"-Film nach Arthur Schnitzler (1950). Am 11. Januar 1954 starb Oscar Strauss 84-jährig in Bad Ischl.

 

Der tapfere Soldat

Operette in drei Akten
Buch von Rudolf Bernauer und Leopold Jacobson
mit Benutzung von Motiven aus George Bernard Shaws "Helden"
Musik von Oscar Straus
3D, 5H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, III, Tb, Pk, Schl, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb; Bühnenmusik: Trp I, II, Kl.Tr.
UA: 14.11.1908, Theater an der Wien Wien

Es ist wieder einmal Krieg zwischen Bulgarien und Serbien. Der bulgarische Major Alexius Spiridoff vollbringt mit seinem Reiterangriff gegen eine feindliche Artilleriestellung wahre Heldentaten. Allerdings waren die Geschütze gar nicht geladen. Zuhause langweilen sich indessen die Frauen: Aurelia, die Frau des Oberst Popoff, ihre Tochter Nadina, mit Spiridoff verlobt, sowie Mascha, eine Verwandte.

Nadina ist gerade dabei, ins Bett zu gehen, als der junge Schweizer Bumerli, der wegen seiner Waffengeschäfte unversehens in serbischen Kriegsdienst geriet und entfloh, über den Balkon in ihr Zimmer steigt. Er bittet das erschrockene Mädchen, ihn zu verstecken. Gerade rechtzeitig: Die Soldaten, die das Haus durchsuchen, müssen erfolglos wieder abziehen. Aurelia und Mascha aber haben Nadinas Geheimis entdeckt und wollen Bumerli ebenfalls helfen. Mit Zivilkleidung aus den Beständen Popoffs wird er durchkommen. Bumerli indessen ist sanft eingeschlafen. Nadina gibt ihm heimlich einen Kuss.

Nach Kriegsende kehren die Soldaten heim. Ihrem prahlerischen Helden Spiridoff begegnet Nadina inzwischen etwas kritischer, während Mascha immer mehr Gefallen an ihm findet. Da kommt Bumerli zurück, um sich für die Hilfe zu bedanken und die Hausjacke des Oberst zurückzubringen. Leider hat er nie in die Taschen der Jacke geschaut, denn darin befanden sich zwei Fotografien mit Widmungen, eine von Nadina und eine von Mascha. Beide Frauen hatten sich in Bumerli verliebt, und das ist nun begreiflicherweise Ursache einiger Turbulenzen. Auf deren Höhepunkt fordert der streitbare Spiridoff Bumerli zum Duell.

Dank der Vermittlung von Papa Popoff kann Schlimmeres verhütet und Major Spiridoff als zukünftiger Ehemann von Mascha erhalten werden, während Bumerli die Konsequenzen der Kompromittierung Nadinas tragen und sie heiraten muss, was dem reichen Spross einer Schweizer Hoteliersfamilie aber gerade recht ist.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.

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