11.12.2016

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FBE und der Wal: Unsere Zusammenarbeit mit dem magellan Verlag
Schrullige Charaktere, Geschichten, die in der Realität verhaftet sind und...

Aufführung des Monats: "The Miracle Worker" am Theater der Jugend
Wir gratulieren: Das Theater der Jugend in Wien wurde mit seiner Inszenierung...

DSE und ÖEA: "Die Kehrseite der Medaille" von Florian Zeller am St. Pauli Theater Hamburg und an den Kammerspielen Wien
Die Kehrseite der Medaille von Florian Zeller feiert im Dezember gleich an...

Walter Jens' "Antigone" am Deutschen Nationaltheater Weimar
Am 2. Dezember wird Walter Jens' vielgespielte Nachdichtung von Sophokles...

DSE: "2084 - Noras Welt" am Schlosstheater Celle
Am 1. Dezember feiert Jostein Gaarders Jugendbuch 2084 - Noras Welt über den...

NEU bei DESCH: "Begleiterscheinungen" von Peter Buchholz
Daniel beginnt nach seiner Scheidung ein neues Leben. In einem schicken Loft...

Zum Wiederentdecken: "Der überaus starke Willibald" von Willi Fährmann
Zufrieden und fidel lebt das Mäuserudel vor sich hin. Bis zu der Nacht, als...

Neu bei FBE: "Alles Familie" von Alexandra Maxeiner, Lorenz Hippe und Ensemble Karo Acht
Ab wann ist eine Familie eine Familie? Gehört die Katze mit dazu? Das...

Neu bei FBE: "Die Familie, die über alles reden konnte" von Christian Lollike
Ein Weihnachtsessen der besonderen Art: Großvater, Töchter und...

Neu bei FBE: "Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?" von Michael Jary und James Edward Lyons
Arbeitslose stehen vor einer Essensausgabe Schlange, die SA marschiert, ein...

Neu bei FBE: "Inside IS" von Yüksel Yolcu
Warum geraten junge Menschen, auch aus Deutschland, in den Sog des...

Neu bei FBE "Eins im Andern" von Monique Schwitter
Sie müsste schreiben. Statt Worten kommt ihr ihre erste Liebe in den Sinn....


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Bild von Oscar StrausStraus, Oscar

Am 6. April 1870 in Wien geboren, studierte Oscar Straus zunächst in seiner Heimatstadt Klavier und Komposition, ehe er sein Kompositionsstudium in Berlin bei Max Bruch fortsetzte. Als junger Kapellmeister stand Straus erstmals in Brüx und Teplitz-Schönau am Pult, dann am Stadttheater Mainz.

Sein Opernerstling "Der schwarze Mann" erregte in Berlin die Aufmerksamkeit von Fachkreisen. Seine Mitwirkung an Ernst von Wolzogens "Überbrettl" bahnte indessen den Weg zur Operette, den er gemeinsam mit seinem Librettisten, dem Berliner Rechtsanwalt Fritz Oliven (Rideamus), beschritt. Die lustigen Nibelungen (1904) und Hugdietrichs Brautfahrt (1906) standen in der persiflierenden Tradition Jacques Offenbachs, brachten aber nicht den erhofften Durchbruch. Dieser gelang dem Komponisten mit seinem 1907 im Wiener Carl-Theater uraufgeführten Ein Walzertraum ("Leise, ganz leise klingt´s durch den Raum"), der Lehárs Die lustige Witwe in den Aufführungszahlen zeitweise überflügeln konnte. Schnell produziert folgten nahezu 50 Bühnenwerke, darunter Der tapfere Soldat (1908) und "Der tapfere Cassian" (1912, nach Arthur Schnitzler). Während des 1. Weltkrieges verzichtete Straus, ganz Weltbürger und Zivilist, als einer der wenigen Zunftgenossen auf das Schreiben militaristischer Stücke.

Einen "Walzertraum"-ähnlichen populären Erfolg errang er erst wieder 1920 mit "Der letzte Walzer" (mit Fritzi Massary). 1923 folgten Die Perlen der Cleopatra als große Ausstattungsoperette, 1925 wurde Die Teresina, die als erste Operette in deutscher Sprache nach dem 1. Weltkrieg auch in Paris gespielt wurde, ein Erfolg. 1928 fand Alfred Grünwald nach einer Vorlage von Sascha Guitry einen neuen Napoleonstoff (Napoleon III.) für die Operette "Marietta". In den 30er Jahren wurde es ruhiger um Oscar Straus. Es entstanden u.a die musikalische Komödie Eine Frau, die weiß, was sie will (Manon) (1932) und die Operette Drei Walzer (1935).

Über Paris, wo er seit 1927 lebte, und London kam er schließlich in die USA und komponierte für den Film. 1950 kehrte er nach Europa zurück, erlebte die herzliche Aufnahme der Operette Ihr erster Walzer (Die Musik kommt) und seiner "Bozena" (1952) und komponierte die Musik zu Max Ophüls "Reigen"-Film nach Arthur Schnitzler (1950). Am 11. Januar 1954 starb Oscar Strauss 84-jährig in Bad Ischl.

 

Der tapfere Soldat

Operette in drei Akten
Buch von Rudolf Bernauer und Leopold Jacobson
mit Benutzung von Motiven aus George Bernard Shaws "Helden"
Musik von Oscar Straus
3D, 5H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, III, Tb, Pk, Schl, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb; Bühnenmusik: Trp I, II, Kl.Tr.
UA: 14.11.1908, Theater an der Wien Wien

Es ist wieder einmal Krieg zwischen Bulgarien und Serbien. Der bulgarische Major Alexius Spiridoff vollbringt mit seinem Reiterangriff gegen eine feindliche Artilleriestellung wahre Heldentaten. Allerdings waren die Geschütze gar nicht geladen. Zuhause langweilen sich indessen die Frauen: Aurelia, die Frau des Oberst Popoff, ihre Tochter Nadina, mit Spiridoff verlobt, sowie Mascha, eine Verwandte.

Nadina ist gerade dabei, ins Bett zu gehen, als der junge Schweizer Bumerli, der wegen seiner Waffengeschäfte unversehens in serbischen Kriegsdienst geriet und entfloh, über den Balkon in ihr Zimmer steigt. Er bittet das erschrockene Mädchen, ihn zu verstecken. Gerade rechtzeitig: Die Soldaten, die das Haus durchsuchen, müssen erfolglos wieder abziehen. Aurelia und Mascha aber haben Nadinas Geheimis entdeckt und wollen Bumerli ebenfalls helfen. Mit Zivilkleidung aus den Beständen Popoffs wird er durchkommen. Bumerli indessen ist sanft eingeschlafen. Nadina gibt ihm heimlich einen Kuss.

Nach Kriegsende kehren die Soldaten heim. Ihrem prahlerischen Helden Spiridoff begegnet Nadina inzwischen etwas kritischer, während Mascha immer mehr Gefallen an ihm findet. Da kommt Bumerli zurück, um sich für die Hilfe zu bedanken und die Hausjacke des Oberst zurückzubringen. Leider hat er nie in die Taschen der Jacke geschaut, denn darin befanden sich zwei Fotografien mit Widmungen, eine von Nadina und eine von Mascha. Beide Frauen hatten sich in Bumerli verliebt, und das ist nun begreiflicherweise Ursache einiger Turbulenzen. Auf deren Höhepunkt fordert der streitbare Spiridoff Bumerli zum Duell.

Dank der Vermittlung von Papa Popoff kann Schlimmeres verhütet und Major Spiridoff als zukünftiger Ehemann von Mascha erhalten werden, während Bumerli die Konsequenzen der Kompromittierung Nadinas tragen und sie heiraten muss, was dem reichen Spross einer Schweizer Hoteliersfamilie aber gerade recht ist.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.

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