23.02.2020

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Amateurtheater
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Bild von Roman SikoraSikora, Roman
© Iván Moreno 

Roman Sikora, geboren 1970 in Třinec, Tschechien, arbeitete zunächst im örtlichen Stahlwerk, bevor er an der Janáček Akademie der musischen Künste in Brno Regie und Dramaturgie studierte. Sikora lebt heute als freier Autor, Kulturredakteur und Theaterkritiker in Prag.

In seinen Theaterstücken reagiert Sikora mit eigensinnigem Humor auf die aktuelle soziale und politische Situation, vor allem in seinem Land. Für sein Stück "Smetení Antigony" (Ü: Antigone weggefegt), (UA Studio Marta, Brno), erhielt Sikora 1998 den Alfréd-Radok-Preis, der, benannt nach dem ehemaligen Intendanten und Regisseur des Prager National Theaters, jährlich für herausragende Leistung im tschechischen Theater in mehreren Kategorien vergeben wird. Zu seinen weiteren Werken gehören "Sodomagomora!" (UA 1995, Studio Marta, Brno), "Tank" (Ü: Der Panzer; UA 1996, Východoslovenské divadlo, Košice), "Vlci" (Ü: Die Wölfe; UA 1997, Theater Ganz an der Schnur, Brno), "Nehybnost" (Ü: Die Unbeweglichkeit; UA 1998, Theater Promiňte, Prag), "Opory společnosti" (Ü: Die Stützen der Gesellschaft; UA 2000, Theater Na zábradlí, Prag), "Tod eines talentierten Schweins" (UA 2008, Theater Polárka, Brno).
Einige seiner Stücke wurden übersetzt, vorrangig ins Deutsche, Slowakische, Französische und Ungarische. "Zpověď masochisty" (Ü: Das Bekenntnis eines Masochisten) feierte 2011 am Prager Theater Letí, Zentrum für zeitgenössische Dramatik, Premiere.

 

Drei Tage oder Abstieg und Aufstieg des Herrn B.

(Tri dny aneb Sestup a vzestup pana B.)
Ein optimistisches Epos frei inspiriert von einer wahren Geschichte
Deutsch von Barbora Schnelle
mind. 4 Darsteller*innen
UA: 28.11.2014, Theater Letí Prag
frei zur DSE

Als Herr B. noch lebte, war er auch schon keine große Nummer. Als durchtriebener Banker hat er die Kunden nach Kräften hinters Licht geführt, um an ihr Geld zu kommen. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt verliert er allerdings alles: Job, Wohnung, soziale Anerkennung. Sein Plan, die gelernte Taktik der Gewinnoptimierung auch auf der Straße anzuwenden, geht gründlich daneben, und so erfährt er die Kehrseite des Kapitalismus am eigenen Leib. Als er schließlich in der Gosse stirbt, wird er von Steve Jobs persönlich in den Himmel geholt, um seiner Karriere als Finanzfachkraft weiter frönen zu dürfen. Ein Loop, aus dem es keinen Ausweg gibt. Denn das Wichtigste steht immer im Kleingedruckten.

Roman Sikora behandelt in seiner Groteske einmal mehr sein Lieblingsthema, die Entmenschlichung im System der kapitalistischen Werteordnung. Geschickt jongliert Sikoras Sprache mit syntaktischen Verdrehungen, Wiederholungen und stakkatoartigen Repliken, um den Wettkampf zwischen seinem Protagonisten und dem freien Markt bis in die Satzstruktur hinein auf die richtige Fallhöhe zu bringen.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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