25.09.2018

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UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Billinger, Richard

Der österreichische Schriftsteller Richard Billinger, geboren am 20.7.1890 in St. Marienkirchen (Oberösterreich), schrieb Gedichte und Dramen, die sich durch Züge des Volkstheaters auszeichnen. Er lebte in München und Berlin und wurde vor allem durch seine bildreiche Prosa und seine Bauerngedichte bekannt. Als Bauernsohn und Jesuitenzögling stellte er seine enge Vertrautheit mit den Geheimnissen alter Sitten und Gebräuche unter Beweis. Die Darstellung der im Wandel befindlichen bäuerlichen Welt seiner Heimat kennzeichnet seine Werke, in denen er eine mystisch-dämonische Weltsicht mit christlichem Gedankengut konfrontiert. Das zeigt sich schon in seinem Frühwerk Rosse (1931) und mehr noch in seinem ersten großen Erfolg Rauhnacht (1931, Uraufführung an den Münchner Kammerspielen am 10. Oktober 1931 unter der Regie von Otto Falckenberg). Im November 1932 wurde ihm, zusammen mit Else Lasker-Schüler, der Kleistpreis verliehen. Zu Billingers weiteren Werke zählen u.a. Stille Gäste (1933), Die Hexe von Passau (1935) sowie Der Plumpsack (1953).

Richard Billinger starb am 7. Juni 1965 in Linz (Oberösterreich).

 

Die Hexe von Passau

Schauspiel in vier Akten
3D, 20H, Nebendarsteller

Sie ist eine aufrechte, gutherzige, schöne junge Frau, die Valentine Ingoldin - ehemals Komödiantin, jetzt Baderin, der Heilkräuter kundig und wegen eben dieser Vorzüge zugleich als Hexe verschrien. Und um diesem Gerücht die Nahrung zu nehmen, greift sie wieder zum "Komödiantenkleid", um mit ihren ehemaligen Kollegen das Maria-Magdalenen-Spiel aufzuführen.

Bevor sie ins Salzburgische zieht, da das Spielen in Passau verboten ist, sucht sie ihren Vater, den Schmied Ingold, auf, der gerade im Begriff ist, sich an die Spitze eines Aufstands gegen den Stadtkommandanten, Graf Klingenberg, zu stellen. Als der Vater jedoch erfährt, dass sie dem Grafen einmal bei einer Krankheit beistand, verstößt er sie. Der Aufstand misslingt, und alle Anführer werden vom Grafen zum Tode verurteilt.

Valentine erfährt davon und eilt herbei, ihrem Vater die letzten Stunden zu erleichtern und das Spiel von der Sünderin Maria Magdalena und der Barmherzigkeit vorzuführen. Gerührt von dieser Vorstellung, begnadigt der Graf die Aufständischen. Valentine jedoch wird vom Generalvikar als Ketzerin abgeführt und zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Als sie einer durch Heirat vom Feuertod retten will, lehnt sie ab und gesteht dem Grafen im letzten Augenblick ihre Liebe. Dieser stellt sich daraufhin an die Spitze der aufrührerischen Bauern.