14.12.2017

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Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
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Strafraumszenen
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Der letzte Europäer
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Die Familie, die über alles reden konnte
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Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
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WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
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So bin ich nicht (Gretas Storys)
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Broken German
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Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers.
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Franz LehárLehár, Franz
Franz Lehár mit Mizzi Günther und Louis Treumann, den Protagonisten der "Witwe"-Uraufführung 1905 

Franz Lehár wurde am 30. April 1870 in Komorn (Ungarn) geboren. Sein Vater war Militärkapellmeister, seine Mutter deutschen Ursprungs. Die musikalische Begabung trat früh hervor und mit sechs Jahren begann Lehár zu komponieren. 1882 kam er auf das Prager Konservatorium, wo er mit Dvorák bekannt wurde, der ihn durch seine Anerkennung förderte. Auch Johannes Brahms äußerte sich wohlwollend über Lehárs erste Arbeiten. 1888 wurde er Kapellmeister am Stadttheater Elberfeld-Barmen, trat aber dann in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Militärkapellmeister. Mit kleineren Kompositionen weckte er schon früh das Interesse der Fachwelt.

1896 wurde in Leipzig seine Oper "Kukuschka" erfolgreich aufgeführt. In Wien begann er die zuerst mühsame Suche nach einem guten Operettenbuch, die schließlich mit dem Auftrag zur Vertonung von zwei Libretti gekrönt wurde, nämlich "Der Rastelbinder" und "Wiener Frauen" (UA im November 1902 im Theater an der Wien). 1905 kam nach anfänglich schlechten Prognosen Die lustige Witwe im Theater an der Wien heraus und wurde ein Welterfolg. Mit großem Schaffenseifer ließ Lehár anschließend Werk auf Werk folgen: Das Fürstenkind (1909) und "Der Graf von Luxemburg" (1909) wurden wieder Welterfolge. Dann schuf er "Eva" (1911), "Die ideale Gattin" (1912), eine Neufassung des "Göttergatten, endlich allein" (1914), "Der Sterngucker" (1916), "Wo die Lerche singt" (1918), "Die blaue Mazur".

Mit dem Jahre 1925 leitete Lehár eine neue Schaffensperiode ein. Der damals uraufgeführte "Paganini" war wieder ein Spitzenwerk, ebenso die Operette "Der Zarewitsch", die 1927 in Berlin uraufgeführt wurde, wohin sich nun für einige Zeit das Wirken Lehárs hauptsächlich verlegte. Einen Erfolg, der Lustigen Witwe nahekommend, errang das zarte Singspiel "Friederike" 1928 mit einer schlichten, volkstümlichen Musik im Geiste Schuberts. Lehárs Neigung, Werke mit geringer Wirkung umzuarbeiten, veranlasste ihn zu einer Neufassung der "Gelben Jacke". So entstand 1929 "Das Land des Lächelns". 1922 wurde "Frasquita" uraufgeführt, 1934 die Premiere von GIUDITTA weltweit im Rundfunk übertragen. 1946 übersiedelte Lehár nach Zürich und beschäftigte sich mit einem großen historischen Stoff, einer Operette um den ungarischen Freiheitshelden Kossuth Lajos. Er konnte sie nicht mehr vollenden, denn kurz nach seiner Rückkehr nach Bad Ischl, wo er seit Jahrzehnten seinen Sommersitz hatte, starb Franz Lehár, von der ganzen Welt betrauert, am 24. Oktober 1948.


Weitere Informationen zu Franz Lehár

 

Die lustige Witwe

Operette in drei Akten
(teilweise nach einer fremden Grundidee)
Buch von Victor Léon und Leo Stein
Musik von Franz Lehár
5D, 9H, Nebendarsteller, Chor
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, III, Pk, Schl, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb; Bühnenmusik: Tambourizza I, II, B.Tambourizza, Tambourin, Git, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 30.12.1905, Theater an der Wien Wien

Auf einem rauschenden Fest in der Pariser Vertretung des Balkankleinstaats Pontevedro erwartet der Hausherr Baron Mirko Zeta die millionenschwere lustige Witwe Hanna Glawari. Um den drohenden Bankrott des geliebten Vaterlandes abzuwenden, hat er beschlossen, den ebenso lustigen Gesandtschaftssekretär Graf Danilo mit der Witwe zu verheiraten. Leichter gedacht als getan, denn erstens muss der Graf nach mehreren durchfeierten Nächten wieder auf die Beine gebracht werden, und zweitens denkt er gar nicht daran, Hanna zu heiraten. Denn er hat seinerzeit schon einmal auf sie verzichten müssen, als sie noch ein einfaches Mädchen aus dem Volk war und Danilos Familie sich einer Verbindung widersetzte. Daraufhin hat Hanna eben den pontevedrinischen Hofbankier geheiratet, dessen Ersparnisse sie jetzt im Witwenstand in Paris verjubelt.

Mit hintergründigen Andeutungen und durchaus eindeutigen Zweideutigkeiten schwebt das balzende Paar durch die amouröse Handlung. Ist sie willens, ist er bockig, geht er auf sie zu, stößt sie ihn zurück. Erst im dritten Akt greift Danilo zu, nachdem er erfahren hat, dass die Witwe im Falle einer Wiederverheiratung ihr ganzes Geld verliert. So kann er sie heiraten, ohne als Mitgiftjäger zu gelten. Im übrigen fällt das gute Geld laut Testamentsbeschluss in die Hände des neuen Gatten. Ob es in dessen Händen zur Sanierung der pontevedrinischen Staatsfinanzen einen Beitrag leistet?

Weitere Informationen zur Lustigen Witwe finden Sie auch auf der "Merry Widow Centenary Website" unter www.josef-weinberger.co.uk/mw.

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Premieren zu diesem Stück
16.12.2017, Erfurt, Theater

Premierenberichte zu diesem Stück vorhanden