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Dona Rosita bleibt ledig oder Die Sprache der Blumen

(Dona Rosita la solatera o el lenguaje de las floras)
von Federico García Lorca
Granadiner Dichtung um das Jahr Neunzehnhundert
In verschiedene Gärten eingeteilt und mit Gesang und Tanz

Deutsch von Enrique Beck
12D, 2H, Nebendarsteller

Granada, 1885-1912. Die verwaiste Rosita lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel, einem Blumenzüchter. Sie ist verlobt mit einem Cousin, der nach Mexiko aufbricht, um dort sein Glück zu machen. Vor der Abreise trifft er sich noch einmal mit Rosita und verspricht ihr die Treue. Während sie auf seine Rückkehr wartet, vergehen die Jahre. An ihrem Namenstag bekommt sie Besuch von mehreren Freundlinnen, die mittlerweile alle verheiratet sind und Kinder haben. Das Gespräch dreht sich um das unvermeidliche Thema Heirat. Ein Brief trifft ein vom Cousin, der vorschlägt, den Ehebund mit Rosita aus der Ferne - per Vollmacht - zu schließen. Als die Tante und Rosita zehn Jahre später nach dem Tod des Onkels verarmt in ein neues Haus ziehen müssen, hat sich jedoch nichts geändert. Der Ehebund ist nie zustande gekommen; statt dessen hat der Neffe bereits vor langer Zeit eine reiche Mexikanerin geheiratet, aber weiterhin vertröstende Briefe geschrieben. Rosita, von seinem Verrat schon durch Dritte unterrichtet, hat die Illusion aufrechterhalten und andere Bewerber abgelehnt. Verbittert über die Sinnlosigkeit des Lebens, klammert sie sich an ihre Würde, aber der Zusammenbruch deutet sich bereits an.