20.09.2618

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Spoliansky, Mischa
Mischa Spoliansky wurde am 28. Dezember 1898 in Białystok, der Hauptstadt der gleichnamigen nordostpolnischen Woiwodschaft, die damals (bis 1919) unter...


Schiffer, Marcellus
Marcellus Schiffer wurde am 20. Juni 1892 als Sohn eines jüdischen Holzhändlers in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zum Maler und Graphiker bei Emil...


 

Es liegt in der Luft

Ein Spiel im Warenhaus
Revue in vierundzwanzig Bildern
Text von Marcellus Schiffer
Musik von Mischa Spoliansky
6D, 5H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Klar (S.Sax, T.Sax), Trp, Pos, Schl, Git, Kl, B
UA: 15.05.1928, Komödie am Kurfürstendamm Berlin

Berlin der 20er Jahre - wie lässt es sich besser beschreiben als mit dem Bild eines großen Warenhauses. Modern, bunt und übersättigt: vom "Knopf der weißen Woche" bis zum Luxus exotischer Träume ist hier alles zu erwerben. Man geht hinein, man sieht sich alles an, man kauft oder auch nicht, man bezahlt oder auch nicht, und wenn man als Baby im Warenhaus vergessen wird, muss man es gar nicht mehr verlassen. Schließlich lässt sich ja (fast) alles umtauschen: die alte Badehose, das neue Brautkleid und sogar die eigene Frau. Es liegt in der Luft verkörpert mit leichter Satire und Spott jene neue Gesellschaft der damaligen Zeit, für die das Leben wie ein Warenhaus war.

In kurzen revueartigen Szenen werden 24 kleine Geschichten rund um das Einkaufserlebnis Warenhaus erzählt. Da gibt es beispielsweise die Zwillinge Peter und Petersilie, die während eines hektischen Einkaufs am Restetag von den Eltern einfach vergessen wurden und seitdem zum "Inventar" des Warenhauses gehören. Oder die zwei Freundinnen, die plötzlich herausfinden, dass sie denselben Mann lieben. Doch anstatt sich die Augen auszukratzen, machen sie lieber einen entspannten Einkaufsbummel und kaufen sich einen neuen Fummel. So wie das kleptomanisch veranlagte Gaunerpärchen, dem es immer wieder gelingt, dem Kaufhausdetektiv mit der geklauten Beute zu entwischen. Das Warenhaus als Labyrinth des Lebens, von der Spielwarenabteilung über das Fundbüro bis zur Theaterkasse...

Marcellus Schiffer und Mischa Spoliansky haben mit diesem Stück sehr genau den Geist ihrer Zeit getroffen. Die treffsicheren Anspielungen auf den "new way of life" verhalfen der am 15. Mai 1928 uraufgeführten Kabarett-Revue zu großem Erfolg und machte seine Autoren und Darsteller weltbekannt. Der Titelsong "Es liegt in der Luft" sowie das einmalige Duett "Wenn die beste Freundin mit der besten Freundin" - damals gesungen von der noch unbekannten Marlene Dietrich und Margo Lion - zählen zu den unvergesslichen Songs dieser Revue und begeistern ihre Fans bis heute.

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