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"Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder am Vorarlberger Landestheater
Am 24. Mai hat Der Flüchtling von Fritz Hochwälder am Vorarlberger...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Hörspiel des Monats: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
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Premiere: "Geliebter Jacques ... (Offenbachiade)" am Fritz Rémond Theater
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Neu: "Drachenläufer" von Matthew Spangler nach Khaled Hosseini
Kabul Mitte der 70er Jahre. Amir und Hassan wachsen auf wie Brüder. Bis zu...

DSE: "Ich verschwinde" von Arne Lygre am Theater Konstanz
Am 4. Mai ist die deutschsprachige Erstaufführung von Arne Lygres Stück Ich...

Neu: "Adieu Monsieur Haffmann" von Jean-Philippe Daguerre
Ein dichtes Kammerspiel um Anstand, Vertrauen und Verrat im Paris des Jahres...

"Hedwig and the Angry Inch" von Stephen Trask und John Cameron Mitchell am Badischen Staatstheater
Am 12. Mai findet die Premiere von Stephen Trasks und John Cameron Mitchells...

Rückblick: "Die Verlobung in St. Domingo - Ein Widerspruch" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April war die Uraufführung von Necati Öziris Kleist-Überschreibung Die...

Neu bei Desch: "Das Bärtchen" von Sacha Judaszko und Fabrice Donnio
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Am 6. April wurde das Musical Der Hase mit den Bernsteinaugen nach dem Roman...


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Hauptmann, Gerhart
1862 in Schlesien geboren zählt Gerhart Hauptmann zu den bedeutendsten Vertretern des Naturalismus. Sein umfangreiches Schaffen ausschließlich darauf zu...


Zuckmayer, Carl


 

Herbert Engelmann

Drama
bearbeitet von Carl Zuckmayer
7D, 13H
UA: 08.03.1922, Burgtheater Wien
UA der Originalfassung: 1962, Theater Putbus

Berlin nach dem 1. Weltkrieg, um 1923. Frau Kurnick betreibt eine kleinen Pension, in der die unterschiedlichsten Menschen gestrandet sind: neben einem Baron, einem Arzt, einem Studenten und einer Schauspielerin unter anderem auch der Schriftsteller Herbert Engelmann, der mit ihrer Tochter Christa verlobt ist. Herbert war freiwillig im Krieg, hat Hunger, Verwundung und Gefangenschaft miterlebt und eine Kopfverletzung sowie ein Nervenleiden zurückbehalten. Jetzt ist er überzeugter Pazifist. Das Zusammenleben mit ihm ist für Christa nicht leicht, da er sich ständig verfolgt glaubt, überall Geheimpolizisten sieht und insbesondere vor Briefträgern eine unerklärliche panische Angst hat.

Einige Monate später, Christa und Herbert haben geheiratet, ein kleines Haus in einem Vorort bezogen und erwarten ein Kind. Sie wollen Christas Geburtstag feiern, aber stattdessen scheinen Herberts schlimmste Albträume wahr zu werden: Er wird tatsächlich verhaftet. Er versichert Christa, das Opfer eines Irrtums zu sein. In dem folgenden Prozess wird er aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Christa und sein Anwalt versuchen ihn zu einem neuen beruflichen Anfang zu ermutigen, aber Herbert zeigt keine Erleichterung über seine neu gewonnene Freiheit. Er gesteht Christa, dass er in Wirklichkeit schuldig ist. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg hatte er aus Not und Obdachlosigkeit einen Geldbriefträger überfallen, der an den Folgen des Überfalls gestorben ist. Christa vergibt ihm, aber Herbert kann mit seiner Schuld nicht leben. An dem Gift, das er bereits vorher eingenommen hat, stirbt er in ihren Armen.

Herbert Engelmann ist eins der wenigen Stücke Hauptmanns, das sich eines aktuellen zeitgeschichtlichen Themas annimmt: die Problematik eines Kriegsheimkehrers, der sich von seinem Land verraten fühlt und nicht mehr in sein Leben zurückfindet. Erstmals aufgeführt wurde Herbert Engelmann 1952 in der Bearbeitung von Carl Zuckmayer, der aus dem Schriftsteller Engelmann einen Atomphysiker machte.