19.09.1067

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Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Straus, Oscar
Am 6. April 1870 in Wien geboren, studierte Oscar Straus zunächst in seiner Heimatstadt Klavier und Komposition, ehe er sein Kompositionsstudium in Berlin...


Rideamus
Unter dem Pseudonym Rideamus (lateinisch "Lasst uns Lachen") wurde der 1874 in Breslau geborene Rechtsanwalt Fritz Oliven zu einem der erfolgreichsten...


 

Hugdietrichs Brautfahrt

Komische Märchen-Operette in drei Akten
Buch von Rideamus
Musik von Oscar Straus
2D, 4H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob I, II, Klar I, II, Fg I, II, Hr I, II, III, IV, Trp I, II, Pos I, II, Tb, Pk, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb
UA: 10.03.1906, Carltheater Wien

Nachdem Oscar Straus und sein Librettist Rideamus, alias Fritz Oliven, sich bereits in den Die lustigen Nibelungen auf ihre Art mit dem klassischen Heldenlied beschäftigt hatten, folgte die "despektierliche" Auseinandersetzung mit der mittelhochdeutschen Dichtung von der Brautfahrt des Königs Hugdietrich. Die Handlung spielt im sinnenfrohen Byzanz und im durch die Willkürherrschaft eines fremden Eroberers, des Prinzen Kakerlak, leider gar nicht so sinnenfrohen Saloniki "zur Zeit der Wunder und Märchen".

König Hugdietrich von Byzanz leidet dank des Königlichen Balletts zwar nicht an Sinnesnöten, wohl aber an finanziellen. Aus diesem Grund wurde eine Brautschaukommission eingesetzt, die jedoch nicht den gewüschten Erfolg vorweisen kann. Eine gute Partie gäbe es freilich: Prinzessin Miki von Saloniki, aber erstens ist der scheinheilige Moralapostel Prinz Kakerlak hinter ihr her, und zweitens hat sie ihr Vater, König Ladislaus, in einen Turm einsperren lassen, der zu allem Überfluss noch von einem Drachen bewacht wird. Dieser hat einst im Liebeskummer sein ungetreues Drachenweibchen gefressen. Nun hat er es auf die Freier Prinzessin Mikis abgesehen. Entsprechend gering ist deren Anzahl.

Hugdietrich ist zwar der Held der Sage, auf einen Kampf mit dem Drachen lässt er sich indessen nicht ein. Er bezwingt dieses Hindernis ganz einfach, indem er sich als Frau verkleidet. Bleiben nur noch der Saloniker Tugendbund auszutricksen und die Fee Belladonna. Die, einst von König Ladislaus verführt und verlassen, will seiner Tochter das gleiche Schicksal bereiten. Hugdietrich und Miki finden aber schnell Gefallen aneinander. Der Drache darf seinen Hunger mit dem intriganten Prinzen Kakerlak stillen, und da Belladonna mit den Aussichten, Hugdietrich als Schwiegersohn zu erhalten, recht glücklich scheint, steht dem guten Ausgang dieser Heldengeschichte nichts mehr im Wege.

Das Autorenteam freilich erreichte der offene Brief eines "Gelehrten", der im Namen fassungsloser Altphilologen gegen soviel Spott gegenüber dem hehren Altertum entschieden protestierte.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.

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