22.11.2018

Aktuelle Nachrichten

Premiere: "Rheinische Rebellen" am Schauspiel Köln
Am 23. November feiert das Schauspiel Köln die Premiere von Rheinische...

UA: "Nicobobinus oder Die verwegene Reise ins ferne Land der Drachen" am Theater der Jungen Welt, Leipzig
Am 17.11.2018 kommt Katrin Langes Stück Nicobobinus nach dem Roman von Terry...

"Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Falk Richter inszeniert David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus am...

DSE: "Ein Amerikaner in Paris" am Landestheater Linz
Am 25. November findet am Landestheater Linz die Deutschsprachige...

Neu bei DESCH: "Zwei Lügen, eine Wahrheit" von Sébastien Blanc und Nicolas Poiret
Am Abend des 27. Hochzeitstages macht Philippe den großen Fehler, seiner Frau...

Neu bei FBE: "Siri und die Eismeerpriaten" von Frida Nilsson
"Weißhaupt hat meine Schwester geraubt! Wir müssen sie zurückholen!" Aber...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...

UA: "Scham" am Theater Oberhausen
Am 30.11. wird Scham von Claudia Tondl am Theater Oberhausen uraufgeführt....

UA: "Die Verschwörerin" am Theater Basel
Joël Lászlós neues Stück Die Verschwörerin kommt am 2. November am Theater...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Eberhard PetschinkaPetschinka, Eberhard
Foto: Simon Klein 

Eberhard Petschinka wurde 1953 in Großmull/Niederösterreich geboren. Nach einem Studium der Philosophie entstanden erste literarische und Theaterarbeiten wie die Uraufführung seiner Inszenierung "Rafael Sanchez erzählt Spiel mir das Lied vom Tod" 1997 am Theater Basel. Weitere Theaterarbeiten folgten unter anderem am Burgtheater Wien und am Theater am Neumarkt Zürich. Seine Bühnenfassung von Lion Feuchtwangers Die Jüdin von Toledo wurde 2010 von Rafael Sanchez am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt. Neben seiner Theaterarbeit ist Eberhard Petschinka als Maler, Hörspiel- und Drehbuchautor tätig. Für seine Hörspiele erhielt Petschinka zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen, unter anderem 2009 den Günter-Eich-Preis für sein Lebenswerk. Er lebt und arbeitet in Wien.


Weitere Informationen zu Eberhard Petschinka

 

Jeder stirbt für sich allein

nach dem Roman von Hans Fallada
In einer Neufassung von Eberhard Petschinka
3D, 5H
UA: 03.12.2016, Staatsschauspiel Dresden

Berlin im Jahr 1940. Das Ehepaar Otto und Anna Quangel erfährt durch einen Brief vom Tod des einzigen Sohnes, der als Soldat an der Front gefallen ist. Damit endet das unpolitische Leben der beiden Eheleute, und sie beschließen, etwas gegen das Regime zu unternehmen: Auf über 200 Postkarten schreiben sie Aufrufe zum Widerstand gegen die nationalsozialistische Führung und gegen den Krieg und verteilen die Karten in der Stadt. Obergruppenführer Prall setzt Kriminalkommissar Escherich auf den Fall an und fordert rasche Aufklärung. Der Ehrgeiz des Kommissars und die falsche Bezichtigung einer Sprechstundenhilfe treiben den verdächtigten Kleinkriminellen Enno Kluge in den Selbstmord. Denunziationen, Diebstähle und Betrug zerstören die Hausgemeinschaft der Quangels und führen zu mehreren Todesfällen und schließlich zur Verhaftung der Ehepartner und zu ­ihrer Hinrichtung.

Jeder stirbt für sich allein basiert auf einer wahren Begebenheit im Berlin der 1940er Jahre und entwickelt aus der dichten Beschreibung einer Hausgemeinschaft ein düsteres Gesellschaftspanorama. Hans Fallada hat seinen Roman kurz nach Kriegsende und wenige Monate vor seinem Tod in vier Wochen zu Papier gebracht. Die ungekürzte Fassung ist erst im Jahre 2011 erschienen und zu einem inter­nationalen Bestseller geworden. Der Schweizer Regisseur Rafael Sanchez hat den Roman 2016 in einer Neufassung von Eberhard Petschinka auf die Bühne des Staatsschauspiels Dresden gebracht.