22.02.2018

Aktuelle Nachrichten

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Bild von Eberhard PetschinkaPetschinka, Eberhard
Foto: Simon Klein 

Eberhard Petschinka wurde 1953 in Großmull/Niederösterreich geboren. Nach einem Studium der Philosophie entstanden erste literarische und Theaterarbeiten wie die Uraufführung seiner Inszenierung "Rafael Sanchez erzählt Spiel mir das Lied vom Tod" 1997 am Theater Basel. Weitere Theaterarbeiten folgten unter anderem am Burgtheater Wien und am Theater am Neumarkt Zürich. Seine Bühnenfassung von Lion Feuchtwangers Die Jüdin von Toledo wurde 2010 von Rafael Sanchez am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt. Neben seiner Theaterarbeit ist Eberhard Petschinka als Maler, Hörspiel- und Drehbuchautor tätig. Für seine Hörspiele erhielt Petschinka zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen, unter anderem 2009 den Günter-Eich-Preis für sein Lebenswerk. Er lebt und arbeitet in Wien.


Weitere Informationen zu Eberhard Petschinka

 

Jeder stirbt für sich allein

nach dem Roman von Hans Fallada
In einer Neufassung von Eberhard Petschinka
3D, 5H
UA: 03.12.2016, Staatsschauspiel Dresden

Berlin im Jahr 1940. Das Ehepaar Otto und Anna Quangel erfährt durch einen Brief vom Tod des einzigen Sohnes, der als Soldat an der Front gefallen ist. Damit endet das unpolitische Leben der beiden Eheleute, und sie beschließen, etwas gegen das Regime zu unternehmen: Auf über 200 Postkarten schreiben sie Aufrufe zum Widerstand gegen die nationalsozialistische Führung und gegen den Krieg und verteilen die Karten in der Stadt. Obergruppenführer Prall setzt Kriminalkommissar Escherich auf den Fall an und fordert rasche Aufklärung. Der Ehrgeiz des Kommissars und die falsche Bezichtigung einer Sprechstundenhilfe treiben den verdächtigten Kleinkriminellen Enno Kluge in den Selbstmord. Denunziationen, Diebstähle und Betrug zerstören die Hausgemeinschaft der Quangels und führen zu mehreren Todesfällen und schließlich zur Verhaftung der Ehepartner und zu ­ihrer Hinrichtung.

Jeder stirbt für sich allein basiert auf einer wahren Begebenheit im Berlin der 1940er Jahre und entwickelt aus der dichten Beschreibung einer Hausgemeinschaft ein düsteres Gesellschaftspanorama. Hans Fallada hat seinen Roman kurz nach Kriegsende und wenige Monate vor seinem Tod in vier Wochen zu Papier gebracht. Die ungekürzte Fassung ist erst im Jahre 2011 erschienen und zu einem inter­nationalen Bestseller geworden. Der Schweizer Regisseur Rafael Sanchez hat den Roman 2016 in einer Neufassung von Eberhard Petschinka auf die Bühne des Staatsschauspiels Dresden gebracht.