24.02.3137

Aktuelle Nachrichten

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Hnath, Lucas

Lucas Hnath wuchs in Florida auf und studierte Dramatic Writing an der New York University. Zuletzt wurde sein Stück "A Doll’s House, Part 2" in der Regie von Sam Gold am Broadway uraufgeführt. Die Produktion war für mehrere Tony Awards nominiert, darunter als bestes Stück, Laurie Metcalf gewann für ihre Darstellung der Nora den Tony Award als beste Schauspielerin. Seine Stücke (u. a. „The Christians“ und „Isaacs Eye“) wurden mehrfach ausgezeichnet. Hnath lebt in New York.

 

Speedo

(Red Speedo)
Deutsch von Andreas Marber
1D, 3H
UA: 25.09.2013, Studio Theatre Washington, D.C.

Der Schwimmer Ray ist die Verkörperung des American Dream. Er hat sich beharrlich an die Spitze gekämpft und steht kurz davor, in die olympische Auswahl aufgenommen zu werden. Unterstützt wurde er dabei von seinem Bruder, seinem Trainer und seiner Ex-Freundin, die darauf spekulieren, an Rays Erfolg teilzuhaben. Dumm nur, dass ihr Schützling alles, was er auf dem Weg nach oben gelernt hat, mittlerweile so konsequent zur Anwendung bringt, dass er jeden völlig rücksichtslos für den eigenen Gewinn ausnutzt. Jetzt wurden am Vorabend des entscheidenden Rennens Dopingmittel in den Trainingsräumen gefunden, und während seine Entourage hektisch versucht, den Schaden einzudämmen, sitzt Ray seelenruhig am Beckenrand und spielt seine Förderer gegeneinander aus. Denn natürlich hat er gedopt. Natürlich hat er gelogen. Natürlich wird er alles für den Sieg tun. Das ist es doch, was alle von ihm erwarten.

Lucas Hnath zeigt Ray als Menschen, der mit einer Mischung aus kindlicher Naivität und grenzenloser Gerissenheit die Regeln des Spiels verinnerlicht hat. Und die Frage, was es bedeutet, wenn Betrug und Lüge struktureller Bestandteil eines Systems sind, beschränkt sich leider nicht ausschließlich auf den Profisport.