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"Der Vorname" am Theater Baden-Baden
Am 25. Juni hatte Katrin Hentschels Inszenierung des Komödien-Klassikers Der...

"Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund gewinnt beim New York Independent Film Festival
Thomas Zaufke und Peter Lund haben mit ihrem Musicalfilm Kopfkino beim New...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Ab 9. Mai werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...


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Öziri, Necati

Necati Öziri, geboren 1988, studierte Philosophie, Germanistik und Neuere Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul und Berlin. Er war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und arbeitete als Regisseur und Dramaturg zunächst am Ballhaus Naunynstraße und dann am Maxim Gorki Theater in Berlin, wo er von 2014 bis 2017 künstlerischer Leiter des Studio R war. Sein Stück "Get deutsch or die tryin'" wurde 2018 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Seit 2017 ist Necati Öziri Dramaturg bei den Berliner Festspielen und leitet dort das Internationale Forum des Theatertreffens.

 

Die Verlobung in St. Domingo - Ein Widerspruch

von Necati Öziri gegen Heinrich von Kleist
3D, 2H
UA: 04.04.2019, Schauspielhaus Zürich
Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater, Berlin

Auf Haiti tobt die Revolution. Nach über hundert Jahren der Sklaverei kämpft die geknechtete Bevölkerung für ihre Freiheit. Eines Nachts klopft der junge Gustav, ein Adeliger aus der Schweiz, an der Haustür von Toni, der Ziehtochter eines Revolutionsführers, und bittet um Schutz auf der Flucht vor den Truppen der neuen Machthaber.

In seiner kurz nach der französischen Revolution erschienenen Novelle, einer dramatischen Lovestory im Setting der Revolution, machte Heinrich von Kleist klare Fronten auf: "Weiß" gegen "Schwarz", Gut gegen Böse, Ordnung gegen Anarchie. Necati Öziri widerspricht den vermeintlich klaren Positionen. Seine Figuren sprechen stattdessen eine neue Sprache, die von Zweifeln und Wut durchdrungen ist. Toni ringt als Erzählerin um ihre Vision der Geschichte. In einem kunstvollen Wechselspiel aus dialogischen und monologischen Szenen forciert der Text eine postkolonialistische Überprüfung unseres Literatur- und Wertekanons.