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Nestroy-Preis für Rieke Süßkow
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Hörspiel: "Dinosauriermonologe. Ein Singspiel mit dem Nachwort einer Birke" von Ariane Koch
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"Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh an den Bühnen Halle
Am 18.11. findet an den Bühnen Halle die Premiere des Bowie-Musicals Lazarus...

"Cabaret" von Kander und Ebb am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 5.11. ist am Düsseldorfer Schauspielhaus, Düsseldorf die Premiere der...

Ausgezeichnet: Deutscher Musical Theater Preis 2022
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Aktuelle Stücke fürs Schauspiel: Ressourcen
Rohstoffe, Energieträger und das, was übrig bleibt: Die Versorgung mit...

Neue Stellas am österreichischen Theaterhimmel
Am 7. Oktober wurden in Wien die Stella-Awards, die Preise für herausragende...

Aktuelle Stücke fürs Junge Theater: Haltung zeigen
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Neu bei FBE: Operette für zwei schwule Tenöre
Der Grafiker Tobi und der Krankenpfleger Jan haben sich ein kleines Glück auf...

Christian-Dietrich-Grabbe-Preis 2022 für Amir Gudarzi
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Nominierung Förderpreis Christian-Dietrich-Grabbe-Preis 2022 für Johanna Kaptein
Johanna Kaptein wird für ihr Stück Karla sagt für den erstmals...


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Bild von Oliver ProbstProbst, Oliver

Oilver Probst ist neben seiner kompositorischen Tätigkeit auch als Pianist und Dirigent tätig. So war er u.a. als Klavierbegleiter für klassisches Ballett bei John Neumeier an der Hamburgischen Staatsoper engagiert und leitete in Paris, Bordeaux, Hamburg und Bad Gandersheim Aufführungen so bekannter Musicals wie "Cats", "West Side Story", "Linie 1", Evita oder Hair.

Als Komponist hat Oliver Probst sich neben Kirchenmusik, Kammermusik, Film und Chansons bisher vor allem mit Werken für das Theater hervorgetan. Er schuf zahlreiche Schauspielmusiken und fünf abendfüllende Musicals, wobei er oft auch für die Texte verantwortlich zeichnet. Salome, in Zusammenarbeit mit dem Librettisten Giovanni Martignoni entstanden, ist sein jüngstes Stück. Oliver Probst lebt an der französischen Atlantikküste.

 

Salome

Das Musical
Text von Giovanni Martignoni
nach Motiven von Gustave Flaubert, Oscar Wilde und dem Neuen Testament
Musik von Oliver Probst
6D, 7H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Reed (Fl, Klar, T.Sax, Bar.Sax), Trp I, II, Pos, Schl I, II, B, Keyb I, II
UA: 30.06.2000, Domfestspiele Bad Gandersheim

Die Zeiten sind finster, doch im Palast des Herodes wird gefeiert. Der Fürst lässt sich von Hofstaat und Staatsgästen hochleben. Nur eine jubelt nicht mit: seine Stieftochter Salome. "Tanze für mich", fordert der Fürst, aber sie flüchtet angeekelt vor den begehrlichen Blicken des lüsternen alten Mannes. Da ertönt aus den Tiefen des Palastes eine Stimme, verflucht die herrschende Verderbtheit und verkündet die Ankunft einer neuen Zeit, eines neuen Glaubens, eines Erlösers. Es ist die Stimme des Propheten Jochanaan: ein "Politischer", den Herodes hat einkerkern lassen, den zu ermorden er gleichwohl fürchtet. Denn "er ist ein heiliger Mann".

Salome ist fasziniert von der Stimme Jochanaans und lässt sich den Gefangenen vorführen. Der Prophet weist sie zurück und beschimpft sie als "Tochter Sodoms": Zum ersten Mal in ihrem Leben bekommt die verwöhnte Prinzessin nicht, was sie wünscht, und sie verliebt sich in den fremden, abweisenden Mann. So rasend begehrt sie ihn, dass sie doch für ihren Stiefvater Herodes tanzt – unter der Bedingung, er möge ihr einen Wunsch erfüllen. Herodes schwört. Salome tanzt und fordert – den Kopf des Jochanaan.

Giovanni Martignoni hat die berühmte Geschichte neu erzählt und das Rätsel Salome hinterfragt: Ist sie Opfer oder Täterin, Kind oder Vamp, eine Figur des Altertums, des Fin de siècle oder von heute? Nebenfiguren werden stärker beleuchtet, so etwa Salomes Mutter Herodias und der Page, oder neu erfunden wie Salomes sanfte Schwester Rahel. Oliver Probst hat eine Musik geschrieben, die Archaik und Pop verbindet und mit elektrisierenden Rhythmen und scharfen Schnitten den Hörer kaum zur Ruhe kommen lässt. Ein Stück, das die Konkurrenz mit anderen Bibel-Musicals nicht zu fürchten hat.