16.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Denger, Fred

Zur originellen Biografie des am 12. Juni 1920 in Darmstadt geborenen Alfred Denger gehören so außergewöhnliche Berufe wie Raubtierpfleger, Bänkelsänger und Zirkusreiter. Er war aber vor allem ein bekannter Berliner Schriftsteller mit nicht nur schreibender Beziehung zum Theater. So leitete er beispielsweise 1981 das Inseltheater in Bayreuth.

Fred Denger schaffte es sogar mit einer durchaus zweifelhaften Leistung bis ins Guinness-Buch der Rekorde: Er war zwölf Mal verheiratet. Sein Freund Tom Buchwald bezeichnete ihn einmal als exzentrischen Drehbuchautor, der sich gern in maßgeschneiderten Mönchskutten kleidete. Neben mehr als zwei Dutzend Drehbüchern zu Publikumsrennern wie Karl May- und Edgar Wallace-Filmen schrieb er auch den Theater-Klassiker Langusten (berühmt geworden mit Tilla Durieux) und ebenso erfolgreiche Bücher (z.B. "Der große Boss").

Fred Denger starb am 30. Oktober 1983 in Hohegeiß im Harz.

 

Langusten

Ein Schauspiel für eine Person in drei Akten
1D

Der Alltag von Marie Bornemann (Putzfrau) ist wahrlich kein leichtes Leben. Tagtäglich, immer, irgendwie lebenslänglich, stets auf den Knien, eine Art Dauerwallfahrt. Ihr 60. Geburtstag - große Erwartungen, Hoffnung auf ein wenig Ausbruch aus ihrer Vereinsamung. Völlig unerwartet erlaubt ihr der Ladeninhaber (für den sie schon ihr ganzes Leben lang putzt) an ihrem Ehrentag, sich in der Auslage etwas auszusuchen - sie wählt eine Languste. Für sie der Inbegriff der feineren Genüsse, die sie im Leben versäumt hat.

Das wird ein Festessen, und endlich hat sie mal wieder - wenn auch nur für ein paar Stunden - Gesprächsgefährten: Eine Arbeitskollegin, eine Rentnerin aus dem Altersheim und Emil, auf den sie sich besonders freut. Bald sollen die Gäste eintreffen - jetzt soll gefeiert werden... doch Marie gelangt zu einer späten Einsicht.