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Strauß, Johann

Johann Strauß wurde am 25. Oktober 1825 in St. Ulrich bei Wien geboren. Sein Vater Johann Strauß sah für ihn ursprünglich eine Laufbahn als Beamten vor, doch nach der Untreue des Vaters ermöglichte ihm seine nun mehr alleinerziehende Mutter eine Musikausbildung, unter anderem bei Joseph Drechsler. Als ältester Sohn der Familie war er jedoch angehalten, seine Mutter zu unterstützen und für die Ernährung der Familie zu sorgen. Daher begann er erste Konzerte zu geben.
Innerhalb kürzester Zeit feierte er vielerorts Erfolge und ging schließlich sogar auf Tourneen nach Europa und Nordamerika. 1849 übernahm er nach dem Tod seines Vaters dessen Orchester. Trotz seiner enormen Popularität war er am königlichen Hof in Ungnade gefallen, als er 1848 Werke wie den "Freiheitsliederwalzer" im Namen der Revolution komponiert hatte. Aus diesem Grund wurde Strauß erst 1863 von Franz Joseph I. zum "k.k. Hofball-Musikdirektor" ernannt. In dieser Zeit komponierte er fast ausschließlich Tanzmusik, was ihm seinen Namen "Walzerkönig" einbrachte, unter dem er bis heute bekannt ist. Sein berühmtestes Werk, das er in dieser Zeit komponierte, ist der weltbekannte "Donauwalzer", der heute als inoffizielle Hymne Wiens und Österreichs bezeichnet wird.
1871 verließ er den österreichischen Hof und begann Operetten zu schreiben. Im selben Jahr noch feierte seine erste Operette "Indigo und die 40 Räuber" am Theater an der Wien Premiere. Am 5. April 1874 fand schließlich die Uraufführung seiner erfolgreichsten und der wahrscheinlich bekanntesten Operette überhaupt statt, Die Fledermaus. Durch zahlreiche weitere Operettenkompositionen darunter "Der lustige Krieg" und "Eine Nacht in Venedig" wurde er zu einer zentralen Figur der "Goldenen Ära der Wiener Operette".

Als er am 3. Juni 1899 in Wien starb, folgten Tausende dem Trauermarsch vorbei an seinen Wirkungsstätten zum Wiener Zentralfriedhof, wo er in einem Ehrengrab beigesetzt wurde.