Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Tewje" ein Ballett von Richard Wherlock und Olivier Truan
Beginnendes 20. Jahrhundert. Tewje, der Milchmann, lebt in dem kleinen...

UA & SE: "Begleiterscheinungen" am Theater an der Kö und "Unter falschen Brüdern" am Theater Matte
Begleiterscheinungen von Peter Buchholz wird am 5. April am Theater an der Kö...

Neu: "Grete Minde" von Kay Wuschek nach Theodor Fontane
"Ein unbillig Recht, ein totes Recht" widerfährt Grete, Tochter einer...

GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am Jungen Schauspielhaus Hamburg ist am 7. April die Uraufführung von Sergej...

UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

Rückblick: "Am Rand (Ein Protokoll)" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
Am 9. März war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Am Rand (Ein...

UA: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" am Landestheater Linz
Edmund de Waal rollt in seinem Bestseller Der Hase mit den Bernsteinaugen die...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Franz DoelleDoelle, Franz

Franz Doelle, geboren am 9. November 1883 in Mönchengladbach, spielte in seiner Kindheit bereits Klavier und Violoncello. Nach seinem Musikstudium fand er eine Anstellung im städtischen Orchester als Hornist. Von 1902 bis 1907 leistete er seinen Militärdienst und wurde zum Militärkapellmeister. Darauf gründete er sein eigenes Orchester, das Franz-Doelle-Orchester, und tourte mit diesem zeitweilig durch In- und Ausland. Nach dem ersten Weltkrieg war er schließlich an verschiedenen Berliner Theatern tätig, u.a. am Apollo-Theater, am Metropol-Theater und an der Komischen Oper an der Weidendammer Brücke. Zu dieser Zeit komponierte er auch "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" als Bestandteil der Revue "Donnerwetter – 1.000 Weiber". Nach der Weltwirtschaftskrise 1929 mussten viele Theater schließen und Franz Doelle wurde bei der UFA als einziger Filmkomponist unter Vertrag genommen. Dort feierte er Erfolge mit "Frau Lehmanns Töchter" und "Amphitryon". Seine Filmmelodien übertrafen oftmals den Film selbst und wurden als Schlager gefeiert. Im Nachkriegsdeutschland erlebte sein berühmtester Schlager "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" zum gleichnamigen Film erneut Berühmtheit durch eine Neuverfilmung, in der Romy Schneider, ihre Mutter Magda, Götz George und Willy Fritschs die Hauptrollen spielten. Nachdem er 1950 mit seiner Familie nach Westberlin geflohen war, kehrte er 1951 erst nach Mönchengladbach zurück und zog schließlich nach Leverkusen-Schlebusch, um dort eine Hühnerzucht zu betreiben. Dort starb Franz Doelle am 15. März 1965.

 

Überraschung am Abend

Musikalisches Lustspiel in 4 Aufzügen
von Franz Rauch
Liedertexte von Bruno Balz
Musik von Franz Doelle
2D, 8H
Orchesterbesetzung: auf Anfrage

Paul liebt Helga und möchte sie heiraten. Helga ist bei einem Fischer aufgewachsen, nachdem sie von ihm als einzige Überlebende einer Schiffskatastrophe gerettet wurde. Darüber hinaus hat Helga noch drei selbsternannte "Adoptivväter": die Hafenoriginale Heini, Krischan und Tedje.
Paul hat nur einen Vater, den Reeder Hermann Andersen. Er billigt die Verbindung mit einem einfachen Mädchen aus dem Hafen grundsätzlich nicht, will Paul für eine Weile in die Filiale nach Amsterdam schicken. Paul fügt sich.
Während seiner Abwesenheit soll Helga bei Musikprofessor Kramer zur Sängerin ausgebildet und zur "Dame" erzogen werden. Helga weigert sich zunächst. Als ihre drei "Väter" jedoch von Andersens Schwäche für junge Mädchen vom Theater berichten, ändert sie ihre Meinung.
An einem Sommerabend "verunglückt" vor Andersens Landhaus ein Wagen. Die Insassin ist Helga, inzwischen eine vornehme junge Dame. Sie stellt sich als Lissy Laska vor, Soubrette aus Leipzig und derzeit in Opernausbildung bei Professor Kramer. Andersen ist von der Künstlerin so angetan, dass er ihr das Landhaus als Wohnung anbietet. "Lissy" nimmt begeistert an. Auch seinen Heiratsantrag nimmt sie an, um ihn anschließend richtig vorzuführen. Mit Hilfe der drei Hafenoriginale wird Paul bei seiner Rückkehr entsprechend instruiert, und er begrüßt die zukünftige "Frau Andersen" aufs Herzlichste. Vater Hermann zeigt sich großzügig und will nun auch Pauls Braut Helga kennenlernen. Falls sie sich als akzeptabel erweist, soll doppelte Verlobung gefeiert werden.
Nachdem das Spiel aufgedeckt wird, kann die auch gefeiert werden. Mit Helgas Freundin Lina und Andersens Assistent Petermann gibt es ein zweites glückliches Paar.

Überraschung am Abend bietet für die Zuschauer amüsantes Unterhaltungstheater und durchweg dankbare Rollen.

Das Stück liegt auch in niederdeutscher Fassung unter dem Titel Överraschung an'n Abend vor.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.