18.12.8326

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Nach Luft jagen" von Michael A. Müller
Penelope möchte uralt werden. Wie Oma. Die sagte mal, jedes Ticken der Uhr,...

"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin
Das Publikum des Berliner Maxim Gorki Theaters wird am 17. Dezember sowohl in...

"Die Kaiserin" am Theater Baden bei Wien
Punktgenau zum 300. Geburtstag der Habsburger-Ikone und Langzeit-Regentin...

"Die lustigen Nibelungen" von Oscar Straus am Badischen Staatstheater Karlsruhe
"Er sieht so miesepetrig aus, und nicht wie sonst so munter – was hat er...

Neu bei FBE: "General Wunde" von Joël László
Die Hautkrankheit des Neugeborenen verändert das Leben von Anja und Samuel....

"Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Hannah Biedermann, frisch mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die...

"Venedig im Schnee" am Theater an der Effingerstraße Bern, den Bühnen der Stadt Gera, dem Theater Schloss Maßbach
Gleich drei Premieren von Venedig im Schnee von Gilles Dyrek gibt es im...

Berlin-Premiere: "Weihnachten auf dem Balkon" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 3. Dezember war die Premiere von Weihnachten auf dem Balkon von Gilles...

UA "Broken German" von Tomer Gardi am Schauspiel Graz
Mitte November wurde Noam Brusilovskys Hörspielbearbeitung von Tomer Gardis...

"Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
"Die Farben weg, die Geräusche lauter. Die Uhren langsamer, dafür das Ticken...

SchreibenDenkenHören: "Der korallene Wald" von Ruth Johanna Benrath
Words don't come easy. Textproduktion ist oft ein hartes Ringen zwischen...

"Wartesaal" nach Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
Ein "leiser und konzentrierter Abend" (Nachtkritik): Stefan Pucher inszeniert...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am Schauspiel Frankfurt ist am 26.11. Fabrice Melquiots neues Stück Die...


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Bild von Volker KühnKühn, Volker

Volker Kühn kam über den Journalismus zu Bühnen-, Funk- und Fernseharbeit.
Nach vier Jahren USA-Aufenthalt begann er als Redakteur beim Hessischen Rundfunk. Seit 1970 arbeitete er als freier Autor und Regisseur und brachte zahlreiche Bücher, zumeist zum Thema Kabarett und Satire, heraus.

Für Film und Fernsehen entwickelte er TV-Dokumentationen über die Unterhaltung im Dritten Reich und das Kabarett im KZ, sowie die Film-Satiren "Die halbe Eva", "Euer Clown kann ich nicht sein", "Hochkant" und "Der Eremit".
Für die Bühne schrieb und inszenierte er diverse Theater-Revuen, darunter das Revolutions-Spektakel "Libertäterä" und das Dada-Apocalyptical "Quaale Traum erdrosselt meine Singe", "Zores haben wir genug". Seine UFA-Revue "Bombenstimmung" und das Musical "EinsZweiDrei" wurden im Berliner Theater des Westens uraufgeführt. Weitere Theaterarbeiten waren: "Bankers Opera" (Düsseldorfer Schauspielhaus), "Das Wunderkind" (Schauspiel Frankfurt/M.), "Marlene" (Bühnenfassung des Gems-Stückes, Renaissance-Theater, Berlin), die Gustaf Gründgens-Revue "G wie Gustav. Mit F" (Berliner Festwochen / Renaissance-Theater), "Hello, I'm Johnny Cash" (Renaissance-Theater, Berlin), "Da ham wir den Salat" (Vaganten Bühne, Berlin), "So bin ich und so bleibe ich – Zarah" (Schlosspark Theater Berlin), "Ich, Gunter Gabriel" (Theater am Kurfürstendamm, Berlin).
Volker Kühns neues Stück Wer hat Angst vor Hildegard Knef? zeigt die Geschichte einer Beziehung zweier Menschen, die sich in Lebenslügen flüchteten und in den Konflikten ihrer Vergangenheit verhaftet blieben.
Volker Kühn ist Mitglied der internationalen Schriftstellervereinigung PEN (poets essayists novelists) und lebt in Berlin.

 

Wer hat Angst vor Hildegard Knef?

1D, 2H
frei zur UA

Ein Treffen zwischen Hilde und ihrem Exmann David Cameron soll gewesene Rivalitäten begraben und ein gemeinsames neues Projekt wird geplant, um ihre Karriereflaute zu überwinden. Doch alte Wunden sitzen tief und so verfällt man schnell in gewohnte Gesprächsmuster. Sachlich können beide nicht miteinander umgehen und so eskaliert die Unterhaltung immer mehr. Auch der dritte und aktuelle Ehemann James kann da, trotz reservierter Höflichkeit, nicht schlichtend auftreten, ist er auch mehr hübsches Beiwerk der tragikomischen Farce. Das Umgehen der beiden früheren Ehepartner miteinander – das gegenseitige Bloßstellen, das zynische Abrechnen mit dem Gegenüber und die verletzenden Anspielungen - lassen ihr Aufeinandertreffen zu einem emotionalen Spiel ohne Grenzen werden. Nach und nach erinnern diese Ausschreitungen an das Ehespektakel zwischen Martha und George aus Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?". Auch Hilde und David haben plötzlich die zündende Idee: Hildes Comeback scheint gesichert: Warum nicht das eigene Schicksal auf die Bühne bringen: "Wer hat Angst vor Hildegard Knef?"

Hildegard Knef – gefeierte Grande Dame des Chansons, umjubelter Weltstar und Mensch der Extreme: Erfolg und Misserfolg im Berufsleben als Sängerin, Schauspielerin und Autorin wechselten sich ebenso ab, wie im privaten die Beziehungen zu ihren verschiedenen Männern. In Rundfunk, Zeitungen und Fernsehen berichtete man über das turbulente Leben „unserer Hilde“ – ein Leben, das die letzte deutsche Diva öffentlich in den Medien ausbreitete und zum Teil virtuos selbst zusammenbastelte.
Dreimal war Hildegard Knef verheiratet: mit dem amerikanischen Schauspieleragenten Kurt Hirsch, mit dem britischen Schauspieler David Cameron und schließlich dem adligen Paul Rudolf Freiherr von Schell zu Bauschlott.

In tragikomischen Dialogen geht Volker Kühn dem Bild der Ehefrau Hildegard Knef auf den Grund und zeichnet dabei treffend die unterschiedlichen Facetten der dramatischen Chanson-Sängerin, sodass am Ende nur eine Frage im Raum nachhallt:

"Wer war froh, dass es dich gab?" (Hildegard Knef)