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Förderpreis für "Wolkenrotz" von Vera Schindler
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Schweizer Theatertreffen: "verdeckt" von Ariane Koch
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„Der unversöhnliche Philantrop“ (taz) – Erich Fried zum 100.
Am 6. Mai 1921 wurde Erich Fried in Wien geboren. Mit 17 floh er vor den...

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Der Futurologe Michael enthüllt seinem besten Freund Alex, dass seine neue...

"Vater" von Florian Zeller gewinnt zwei Oscars
Florian Zellers Film Vater nach seinem gleichnamigen Theaterstück wurde mit...

Neu: "Stimmen im Kopf" Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
Nadine ist auf der Geschlossenen. Begleitet wird Nadine von Daniel. Daniel...

Neue Stoffrechte: Iris Hanikas "Echos Kammern"
Alles beginnt mit zehn Wochen in New York, wovon Sophonisbe, eine wackere...

Jetzt lieferbar per Post: "Poesie einer verlorenen Normalität"
Krasnojarsk von Johan Harstad wurde vom Schauspielhaus Graz als Virtual...

Dramatiker:innen-Fonds am Berliner Ensemble
Im Rahmen eines kurzfristig ins Leben gerufenen Dramatiker:innen-Fonds hat...


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Bild von Gordon KampeKampe, Gordon

Gordon Kampe wurde 1976 in Herne geboren, dort absolvierte er eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock bei Hans-Joachim Hespos und Prof. Adriana Hölszky sowie bei Prof. Nicolaus A. Huber an der Folkwang Hochschule in Essen. Außerdem studierte er Musik- und Geschichtswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum und promovierte über Märchenopern im 20. Jahrhundert. Seit 2009 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Folkwang Universität der Künste in Essen und arbeitet an einem Habilitationsprojekt über Instrumentation und Aufführungspraxis im 19. und 20. Jahrhundert. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Oper- und Musiktheater, Musik des 21. Jahrhunderts und Popularmusiktheorie.

 

Kannst du pfeifen, Johanna? (Oper)

(Kan du vissla, Johanna?)
Musik von Gordon Kampe
Libretto von Dorothea Hartmann
Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren
nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Ulf Stark
Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin und des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken
3H
Orchesterbesetzung: Kl / Celesta, Perk, Klar in B, B.Klar, Pos
UA: 30.11.2013, Deutsche Oper / Tischlerei Berlin

Berra ist eigentlich recht zufrieden. Das einzige, was ihm wirklich fehlt, ist ein richtiger Opa. Einer, der mit ihm Kuchen isst, Drachen baut oder angeln geht. Die Lösung ist denkbar einfach: er sucht sich einen, und zwar dort, wo es viele alte Menschen gibt: im Altenheim. Unterstützt wird er dabei von seinem Freund Ulf, der schon einen ganz tollen Großvater hat und sich somit bestens auskennt. Und sie werden fündig! Nils, so heißt der frisch gekürte Opa, der auch supergut pfeifen kann, lässt sich nur zu gern auf das Abenteuer mit dem neuen Enkel ein. So treffen Altersweisheit und jugendliche Neugier aufeinander und lassen beide die Welt mit anderen Augen sehen.

"Wenn die Jungs Nils eigenmächtig zum Großvater erklären und dieser bereitwillig darauf eingeht, dann ist sofort klar: Das ist ein großes Als-ob-Spiel. Häufig tritt dieses Als-ob auch in der Musik auf: Ist das ein Tango – oder tut der nur so? Was ist mit dem Walzer los? Warum explodiert diese Arie? Und auch der hier und dort als Schatten auftauchende alte Schlager „Kannst du pfeifen, Johanna?" erscheint in immer anderem Gewand. Trotz der Ausgelassenheit der Protagonisten, wird das ganze Stück auch immer wieder von einer heiteren Melancholie durchzogen, die ahnen lässt, dass wir Zeugen von Nils letzten, aber glücklichen Wochen sind. So, wie das Mogeln beim Spielen immer mal Freude bereitet, so habe ich auch die Partitur angelegt: Sie ist stilistisch unsauber. Ich habe dabei versucht, mit kurzen und knappen Gesten eine Musik zu erfinden, die einerseits die Geschichte möglichst klar herausstellt, aber gleichzeitig Raum zur Irritation lässt."
(Gordon Kampe)