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"Von der Hoffnung auf Veränderung" - UA: "Gott ist nicht schüchtern" von Olga Grjasnowa

Inszenierungsfoto (c) JR Berliner Ensemble

 

Am 5.9. war die Uraufführung von Olga Grjasnowas Text Gott ist nicht schüchtern. Ihren Roman gleichen Titels hat die Autorin im Auftrag des Berliner Ensembles für die Bühne bearbeitet. Regie führte Laura Linnenbaum.

In ihrer Dramatisierung zeigt Olga Grjasnowa „die Geschichte von Amal, Youssef und Hammoudi, Menschen aus der gehobenen syrischen Mittelschicht, die während das arabischen Frühlings 2011 in die Proteste gegen das Assad-Regime verwickelt sind, so gut wie alles verlieren, ein Martyrium durchmachen, fliehen und einander schließlich in Neukölln auf der Sonnenallee wiederfinden.“ (Berliner Zeitung)
"Grjasnowa erzählt diese Geschichte im raschen Perspektivwechsel und in einer nüchtern-distanzierten Sprache, die den gewaltsamen Zerfall einer ganzen Zivilisation noch plastischer hervortreten lässt. (...) Im Zusammenspiel ergeben sich hier oft intensive, im Gedächtnis bleibende Momente, in denen man den Abglanz einer historischen Sekunde spürt: den Moment des Glaubens daran, dass alles anders, gerechter werden könnte." (Berliner Morgenpost)
„Wie richtig es ist, an das Leid der Syrer*innen zu erinnern, deren Leben seit 2011 vom Krieg zermahlen werden.“ (Nachtkritik)
"Gott ist nicht schüchtern handelt von der Hoffnung auf Veränderung, vom Recht auf ein freies Leben. Olga Grjasnowa beschreibt die Brutalität des Systems mit Wucht, vermeidet aber allen Kitsch. Laura Linnenbaum gelingt es, Dramatik zu erzeugen ohne direkte Gewalt auf der Bühne zu zeigen.“ (Deutschlandfunk)

02.09.2020

Stücke zu dieser Nachricht:
Gott ist nicht schüchtern

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Grjasnowa, Olga