19.02.2018

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"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Die Bucht

Deutsch von Horst Leonhard
1D, 1H

Pompon, so nennt ihn seine Frau zärtlich, hat sein ganzes Leben lang von einem "kleinen Fleckchen Erde" geträumt, das nur ihm allein gehört. Wegen mangelnder Finanzkraft ist es bis jetzt allerdings nur beim Traum geblieben. Doch durch das neue System des "Teilzeiteigentums", durch das findige Unternehmer auch finanzschwächeren Mitbürgern das "Universum des Eigentum" erschließen wollen, bietet sich ihm endlich die Möglichkeit, diesen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Bei diesem System wird man nicht alleiniger Besitzer eines Häuschens oder einer Ferienwohnung, man wird nur "Mitbesitzer" und zwar für einen bestimmten Zeitraum im Jahr. Man kauft zum Beispiel den Monat August oder - wenn man weniger Geld hat - einen anderen, weniger gefragten Monat. Die übrige Zeit des Jahres gehört das Projekt dann anderen "Teilzeiteigentümern".
Zu einem Häuschen an der Côte d'Azur reicht es bei Pompon nicht, doch einen feststehenden Campingwagen in einer Bucht in der Bretagne, den kann er sich gerade leisten: Für acht Tage, in der ersten Novemberhälfte. Und damit beginnt sein Leidensweg und der seiner Frau Poupette.
Eine höchst amüsante, vergnügliche und doch zugleich bitterböse Satire auf das Streben des kleinen Mannes nach Besitz und Eigentum und die brutale Ausbeutung dieser Sehnsüchte durch unser kapitalistisches System.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch