Aktuelle Nachrichten

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Stipendien für Ruth Johanna Benrath und Esther Becker
ASSITEJ e.V. und KJTZ haben angesichts der aktuellen Corona-Krise fünfzehn...

"Alles was Sie wollen" und "Wir kommen" bei den PTT
"Noch ist nicht klar, ob wir die neunten Privattheatertage vor Publikum...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Am 22. Mai ab 20 Uhr werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...


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Bild von Felicia ZellerZeller, Felicia
© Ralf Hiemisch 

Felicia Zeller, geboren in Stuttgart, schreibt Theatertexte, Hörspiele und Prosa und arbeitet als Medienkünstlerin. 1998 Diplom an der Filmakademie Baden-Württemberg. 1999/2000 Hausautorin am Theater Rampe in Stuttgart. Auslandsaufenthalte, Medienprojekte, Teilnahme an Festivals, Kolumnen für die Stuttgarter Zeitung, Leseperformances. 2008, 2011, 2013, 2015 und 2016 Einladungen zu den Mülheimer Theatertagen mit den Stücken Kaspar Häuser Meer (Publikumspreis 2008), Gespräche mit Astronauten, X-Freunde, Wunsch und Wunder sowie Zweite allgemeine Verunsicherung. 2013 wird X-Freunde in der Kritikerumfrage von Theater heute zum besten deutschsprachigen Stück gewählt.

Weitere Auszeichnungen (Auswahl):
- 1993 Baden-Württembergischer Jugendtheaterautorenpreis für Immer einen Hund gehabt/plane crazy (1928)
- 1999/2000 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg - 2008 Publikumspreis des 33. Mülheimer Dramatikerpreis für Kaspar Häuser Meer
- 2009 Clemens Brentano Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg für "Einsam lehnen am Bekannten" (Kurzprosa, erschienen im Lilienfeld Verlag)
- 2013 Hermann-Sudermann-Preis für Dramatiker

Website von Felicia Zeller

 

Club der Enttäuschten

ABM für Theater
3D, 3H
UA: 23.11.2001, Stadttheater Konstanz

Kann man eine Komödie über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme schreiben? Felicia Zeller zeigt es. Eine Woche in einer deutschen "ABM". Drei Frauen und drei Männer im Büro einer "Fortbildung", die sich im wesentlichen im Unterschreiben von Formularen erschöpft. Aber untätig sind die Teilnehmer nicht - im Gegenteil. Oder ist es nicht auch Arbeit, die komplette 2000-seitige Ausgabe der "Historischen Olympischen Spiele" zu kopieren, Videocover auf einem Billig-Computer zu gestalten, Tierkreuzworträtsel zu lösen, sich über spießige Nachbarn aufzuregen, unablässig Kollegen anzuflirten, verschiedenste Körperteile abzulichten und eventuelle Veränderungen gemeinsam zu analysieren, Stalingrad realistisch nachzuspielen, sich über den ewigen Geschlechterkampf oder Maulkorberlässe für Kampfhunde zu erregen und sich vor allem immer wieder gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen?

Felicia Zellers Figuren kreisen utopielos im tristen Alltag. Zwischen Kaffemaschine und Kopierer verausgabt sich ungenutzte Lebensenergie in Empörungs- und Balzritualen. Mit feinem Gespür für das Absurde überhöht die Autorin den Redeschwall ihrer Figuren. Immer wieder retten sie sich heraus aus den Kerben ihrer ausgeleierten Opfer-Platten. Sechs Menschen auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis, die sich - auf je eigene, wunderbar komische Art - nicht kleinkriegen lassen.

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