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Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Ab 9. Mai werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

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Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

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Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

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Fallada, Hans
Hans Fallada wurde am 21. Juli 1893 in Greifswald geboren. Bevor er als freier Schriftsteller leben konnte, war er als Journalist und Angestellter eines...


Lund, Peter
Der vielseitige Künstler Peter Lund wurde 1965 in Flensburg geboren. Parallel zu seinem Architekturstudium in Berlin widmete er sich mit gleicher...


 

Der eiserne Gustav

Nach dem Roman von Hans Fallada
In einer Fassung von Peter Lund
4D, 3H
UA: 11.11.2012, Theater am Kurfürstendamm Berlin

Gustav Hackendahl, Herr über dreißig Pferde, eine Frau und fünf Kinder, muss den bitteren Niedergang seines Fuhrgeschäftes und den Zerfall seiner Familie während des 1. Weltkrieges erleben. Doch er wäre nicht der "eiserne Gustav", wenn er nicht hartnäckig versuchen würde, sich in der Nachkriegszeit wieder aufzurappeln. Vergeblich. Otto, sein ältester Sohn, wird wegen einer heimlichen Heirat vom Vater verflucht und fällt an der Front. Erich, das Lieblingskind, arbeitet als Schwarzhändler und schämt sich seines Vaters. Er meidet seine Familie jahrelang, bis er nach einer missglückten Spekulation seinen Vater um Geld bitten muss. Dieser, selbst durch die Inflation dabei, alles zu verlieren, jagt ihn aus dem Haus. Die Tochter gleitet in die kunstseidene "Halbwelt" ab. Nur der jüngste Sohn Heinz, Bubi genannt, scheint seinem Vater ähnlich zu sein. Auch beruflich kann Hackendahl – gegen die übermächtigen Benzin-Droschken anfahrend – eigentlich kaum bestehen. Eigentlich. Denn er hat eine glänzende Idee: An seinem Lebensabend angelangt, macht er sich zu einer viel beachteten Droschkenfahrt nach Paris auf und hilft so, die Gräben zwischen den verfeindeten Nationen ein wenig zuzuschütten und auf symbolischer Ebene Menschlichkeit in Wirtschaftlichkeit und Nationenkampf zu bringen.

Der Episodenroman umfasst den Zeitraum vom 29. Juni 1914 bis zum Herbst 1928 und schildert die Generationskonflikte der Nachkriegsgesellschaft. Peter Lund hat aus der Vorlage ein tragikomisches Theaterstück gemacht, eine Parabel über eine bürgerliche Gesellschaft, die aller Werte verlustig geht und so der heraufziehenden Diktatur nichts mehr entgegenzusetzen hat. Mit seinem eisernen Gustav hat er Walter Plathe für die Inszenierung am Theater am Kurfürstendamm die Paraderolle auf den Leib geschrieben, für die er vom Publikum gefeiert wurde.