23.02.2018

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Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Cauwelaert, Didier van

Didier van Cauwelaert begann seine literarische Karriere im Jahre 1982 mit seinem Debutroman Vingt ans et des poussières. Seither hat er mehrere Romane geschrieben, die mehrheitlich auf positive Kritik stießen und in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Außerdem verfasst er Comics und schreibt Theaterstücke. Er erhielt verschiedene Literaturpreise, unter anderem 1994 den Literaturpreis Prix Goncourt für seinen Roman "Das Findelkind" (Un aller simple).

 

Das Evangelium nach Jimmy

(L'Évangile de Jimmy)
in einer Bearbeitung von Andreas Döring
nach dem gleichnamigen Roman von Didier van Cauwalaert
2D, 4H, Mehrfachbesetzung
UA: 15.05.2015, Schlosstheater Celle

Jimmy Wood ist über dreißig und repariert Swimmingpools. Außerdem trauert er seiner Geliebten nach. Da erscheinen drei Männer, Abgesandte des amerikanischen Präsidenten, und eröffnen ihm, dass seine Gene aus dem Grabtuch von Turin gewonnen wurden und er der Klon Jesu sei. Jetzt müsse man ihn auf seine Rolle und die Prüfung im Vatikan vorbereiten. Als der neue Messias soll er verkünden, worum es im Leben geht, Orientierung geben und so für Stabilität und Einfluss der westlichen Gesellschaft sorgen. Jimmy ist von dem Antrag regelrecht überfahren. Weder ist er religiös noch hat er jemals irgendwelche Wunder vollbracht.

Komödiantisch und ernsthaft zugleich stellt Das Evangelium nach Jimmy eine raffinierte Was-wäre-wenn-Frage. Plötzlich geht es um Wertvorstellungen und Sinngebungen, von denen sich die Gesellschaft entfernt hat. Anstatt der Rede von Synergie, Nachhaltigkeit und Transparenz rücken Nächstenliebe, Verantwortung und Wahrheit wieder ins Blickfeld. So erzählt "Das Evangelium nach Jimmy" auf berührende Art und Weise, was es bedeutet wenn auf einen Menschen die Rolle des Messias projiziert wird, und was diese neue Identität bei diesem, wie auch seinen Mitmenschen, auslöst.

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