18.12.2270

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Nach Luft jagen" von Michael A. Müller
Penelope möchte uralt werden. Wie Oma. Die sagte mal, jedes Ticken der Uhr,...

"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin
Das Publikum des Berliner Maxim Gorki Theaters wird am 17. Dezember sowohl in...

"Die Kaiserin" am Theater Baden bei Wien
Punktgenau zum 300. Geburtstag der Habsburger-Ikone und Langzeit-Regentin...

"Die lustigen Nibelungen" von Oscar Straus am Badischen Staatstheater Karlsruhe
"Er sieht so miesepetrig aus, und nicht wie sonst so munter – was hat er...

Neu bei FBE: "General Wunde" von Joël László
Die Hautkrankheit des Neugeborenen verändert das Leben von Anja und Samuel....

"Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Hannah Biedermann, frisch mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die...

"Venedig im Schnee" am Theater an der Effingerstraße Bern, den Bühnen der Stadt Gera, dem Theater Schloss Maßbach
Gleich drei Premieren von Venedig im Schnee von Gilles Dyrek gibt es im...

Berlin-Premiere: "Weihnachten auf dem Balkon" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 3. Dezember war die Premiere von Weihnachten auf dem Balkon von Gilles...

UA "Broken German" von Tomer Gardi am Schauspiel Graz
Mitte November wurde Noam Brusilovskys Hörspielbearbeitung von Tomer Gardis...

"Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
"Die Farben weg, die Geräusche lauter. Die Uhren langsamer, dafür das Ticken...

SchreibenDenkenHören: "Der korallene Wald" von Ruth Johanna Benrath
Words don't come easy. Textproduktion ist oft ein hartes Ringen zwischen...

"Wartesaal" nach Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
Ein "leiser und konzentrierter Abend" (Nachtkritik): Stefan Pucher inszeniert...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am Schauspiel Frankfurt ist am 26.11. Fabrice Melquiots neues Stück Die...


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Billinger, Richard

Der österreichische Schriftsteller Richard Billinger, geboren am 20.7.1890 in St. Marienkirchen (Oberösterreich), schrieb Gedichte und Dramen, die sich durch Züge des Volkstheaters auszeichnen. Er lebte in München und Berlin und wurde vor allem durch seine bildreiche Prosa und seine Bauerngedichte bekannt. Als Bauernsohn und Jesuitenzögling stellte er seine enge Vertrautheit mit den Geheimnissen alter Sitten und Gebräuche unter Beweis. Die Darstellung der im Wandel befindlichen bäuerlichen Welt seiner Heimat kennzeichnet seine Werke, in denen er eine mystisch-dämonische Weltsicht mit christlichem Gedankengut konfrontiert. Das zeigt sich schon in seinem Frühwerk Rosse (1931) und mehr noch in seinem ersten großen Erfolg Rauhnacht (1931, Uraufführung an den Münchner Kammerspielen am 10. Oktober 1931 unter der Regie von Otto Falckenberg). Im November 1932 wurde ihm, zusammen mit Else Lasker-Schüler, der Kleistpreis verliehen. Zu Billingers weiteren Werke zählen u.a. Stille Gäste (1933), Die Hexe von Passau (1935) sowie Der Plumpsack (1953).

Richard Billinger starb am 7. Juni 1965 in Linz (Oberösterreich).

 

Die Hexe von Passau

Schauspiel in vier Akten
3D, 20H, Nebendarsteller

Sie ist eine aufrechte, gutherzige, schöne junge Frau, die Valentine Ingoldin - ehemals Komödiantin, jetzt Baderin, der Heilkräuter kundig und wegen eben dieser Vorzüge zugleich als Hexe verschrien. Und um diesem Gerücht die Nahrung zu nehmen, greift sie wieder zum "Komödiantenkleid", um mit ihren ehemaligen Kollegen das Maria-Magdalenen-Spiel aufzuführen.

Bevor sie ins Salzburgische zieht, da das Spielen in Passau verboten ist, sucht sie ihren Vater, den Schmied Ingold, auf, der gerade im Begriff ist, sich an die Spitze eines Aufstands gegen den Stadtkommandanten, Graf Klingenberg, zu stellen. Als der Vater jedoch erfährt, dass sie dem Grafen einmal bei einer Krankheit beistand, verstößt er sie. Der Aufstand misslingt, und alle Anführer werden vom Grafen zum Tode verurteilt.

Valentine erfährt davon und eilt herbei, ihrem Vater die letzten Stunden zu erleichtern und das Spiel von der Sünderin Maria Magdalena und der Barmherzigkeit vorzuführen. Gerührt von dieser Vorstellung, begnadigt der Graf die Aufständischen. Valentine jedoch wird vom Generalvikar als Ketzerin abgeführt und zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Als sie einer durch Heirat vom Feuertod retten will, lehnt sie ab und gesteht dem Grafen im letzten Augenblick ihre Liebe. Dieser stellt sich daraufhin an die Spitze der aufrührerischen Bauern.