15.12.2017

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Amateurtheater
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Impekoven, Toni

1881 in Köln begann seine Theaterkarriere in der preußischen Provinz. Er arbeitete an Ernst von Wolzogens berühmten "Überbrettl" und ging 1904 als jugendlicher Komiker, als Regisseur und Bühnenausstatter an das neugegründete Berliner Lustspielhaus.
Der bunte Possen- und Schwankspielplan des Berliner Theaters brachte ihn auf den Gedanken, sich selbst als Autor zu versuchen. Als Impekoven 1914 nach einem kurzen Zwischenspiel am Berliner Theater am Schiffbauerdamm nach Frankfurt übersiedelte, hatte er bereits vier Possen geschrieben: "Narrenstreich" (1909), "Die grüne Neune" (1911), "Hochherrschaftliche Wohnungen" (1913) und "Alles klappt" (1914).

In Frankfurt, engagiert am Schauspielhaus des Stadttheaters, traf er auf den Journalisten Carl Mathern, der sich auch schon als Bühnenautor versucht hatte. Die beiden Autoren schlossen sich zu einer florierenden Schwankfirma zusammen und brachten gemeinsam eine Fülle von Stücken auf den Markt: u.a. Der doppelte Moritz (1926), Hamlet in Krähwinkel (1924), Otto der Treue (1924) und Die silbernen Löffel (1940).
Doch das war nicht alles: beide schrieben außerdem mit anderen Partnern, Impekoven etwa mit Paul Verhoeven, mit dem er das Lustspiel Liebe in Not und das Buch zum musikalische Lustspiel von Edmund Nick Das kleine Hofkonzert (1935) herausbrachte. Impekoven blieb dem Frankfurter Theater treu: als Schauspieler, als Regisseur, schließlich auch in der Spielzeit 1945/46 als Intendant. Er starb 1947 und hinterließ 31, allein oder mit Mitarbeitern verfasste, Schwänke, Possen und Lustspiele.

 

Luderchen

Lustspiel in drei Akten
5D, 5H

Marion de Mérville, eine kesse Kokotte, lebt zur Zeit aus der Schatulle des jungen Freiherrn von Kellinghusen, schwebt aber immer wieder in Geldnöten. Die Lage wird prekär, als ihr der Galan seine standesgemäße Heirat verkündet: Er soll seine Cousine Elisabeth ehelichen.

Man beschließt, zum Schein sich gegen diese Ehe zu stellen, um aus dem alten Kellinghusen eine fette Abfindung herauszuschlagen, mit der Marion weiterkommen kann, bis sich ein neuer Liebhaber findet. Adalbert, so heißt der junge Freiherr, schleppt Marion ins väterliche Palais, um sie als künftige Gemahlin vorzustellen und seine Verlobung mit Elisabeth aufzukündigen.

Leider gefällt die kesse Marion, die sich ganz schlicht gibt, dem alten Kellinghusen. Zum Entsetzen der beiden Bluffer gibt er seinen Segen, und die Abfindung rückt damit aus dem Bereich der Möglichkeiten. So bleibt dem jungen Kellinghusen nichts anderes übrig, als zu verkünden, dass er nun doch Elisabeth zu heiraten gedenkt, die sich ausgerechnet unter Marions Anleitung ganz hübsch gemausert hat. Trotzdem will es mit der Abfindung nicht klappen. Aber der Herr Papa findet schließlich eine andere Lösung...