23.02.8418

Aktuelle Nachrichten

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Bild von Theodor SchübelSchübel, Theodor

Theodor Schübel wurde am 18. Juni 1925 in Schwarzenbach/Saale geboren.
1957 erhielt er den Gerhart-Hauptmann-Preis für sein erstes Stück Der Kürassier Sebastian und sein Sohn (Uraufführung 1958 im Berliner Schlossparktheater, anlässlich der Berliner Festwochen). 1960 gab er seine Stellung in der Industrie auf und ging als Dramaturg zum Fernsehen.

Ab 1963 lebte er als freier Autor im Fichtelgebirge. Theodor Schübel war Inhaber zahlreicher Literatur- und Fernsehpreise. Am 30. Januar 2012 verstarb Theodor Schübel im Alter von 86 Jahren.

 

Letztes Geleit

4D, 3H
frei zur UA

Der Schauspieler Maximilian Mücke stellt die ganz großen Shakespeare-Protagonisten dar. Allerdings bisher nur auf den entlegensten Provinzbühnen und vor leeren Sälen. Dr. Bockelmann, Tierarzt und Abgesandter des areligiösen Trauervereins Voltaire, verspricht dem durch und durch erfolglosen Schauspieler Schuldentilgung und einen gesicherten Lebensunterhalt. Als Gegenleistung soll Maximilian Mücke im Auftrag des Vereins Voltaire konfessionell ungebundene, aber besinnliche Grabreden halten. Selbstverständlich muss die unseriöse Vorgeschichte des neuen Redners geheim bleiben.

Nach anfänglicher Skepsis nimmt Mücke das Angebot des Dr. Bockelmann an und wird durch einfühlsame und würdige Auftritte zum wahren Star des Friedhofs. Erfolgsverwöhnt und eitel baut der neue Redner seine Position aus und bringt es neben einer stattlichen Gage und einer hervorragend ausgestatteten Garderobe sogar bis zum Betriebswagen. Der von Mücke aus seiner Position verdrängte Otto Bierbaum erpresst sich derweil eine Stelle als Mückes Assistent. Als Maximilian Mücke Bockelmanns Tochter schwängert und schließlich im Pfarrer-Kostüm eine fromme Grabrede auf einen heimlich aus der Kirche ausgetretenen Großbürger hält, überspannt er den Bogen dessen, was der Vereinsvorstand tolerieren kann. Er wird fristlos entlassen. Jetzt ist Otto Bierbaums Stunde gekommen. Genüsslich diktiert er Dr. Bockelmann die Bedingungen für seinen Wiedereintritt in die Position des Grabredners.

Schübels Stück ist eine augenzwinkernde Parodie auf die Eitelkeit des Schauspielers, auf die Allmacht der Illusion und das Geschäftsgebahren einer – selbst im Bestattungswesen - immer auf Zuwachs hinarbeitenden New Economy.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.