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"Der Vorname" am Theater Baden-Baden
Am 25. Juni hatte Katrin Hentschels Inszenierung des Komödien-Klassikers Der...

"Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund gewinnt beim New York Independent Film Festival
Thomas Zaufke und Peter Lund haben mit ihrem Musicalfilm Kopfkino beim New...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Ab 9. Mai werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...


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Gambaro, Griselda

Griselda Gambaro ist eine argentinische Dramatikerin und Schriftstellerin. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Im Jahr 2010 war sie eine der Hauptrednerinnen auf der Frankfurter Buchmesse, die dem Gastland Argentinien gewidmet war.

Griselda Gambaro gilt als Vertreterin des Absurden Theaters und verhandelt in ihren Romanen und Theaterstücken häufig die repressive Politik und das gesellschaftliche Umfeld Argentiniens.

 

Das Lager

Deutsch von Sonja Konrath
1D, 8H, Statisten

Die Qualität und Kraft dieses Textes besteht darin, daß die argentinische Autorin nicht versucht, in realistischer Schilderung die Greuel und Schrecknisse eines Konzentrationslagers nachzubilden. Sie wählt einen anderen Weg. Durch die lastende, bedrückende und unheimliche Atmosphäre, die sie in ihrem Stück aufbaut, gelingt es ihr, etwas von dem Grauen zu vermitteln, das sich mit dem Wort KZ verbindet. Mit ihrer Mittelpunktsfigur Martin schafft sie es, im Zuschauer dieselben Gefühle hervorzurufen, denen diese Figur selbst ausgeliefert ist: Martin weiß nicht, was um ihn herum passiert; es geschehen Dinge, die er nicht begreift; das Lager und die Personen mit denen er zu tun hat, werden ihm immer unheimlicher, ohne daß er genau formulieren könnte, weshalb. Er ist verstört, verunsichert, weiß nicht, was auf ihn zukommt, hat Angst und verliert jegliche Selbstsicherheit. Und genau dieses Gefühl erlebt auch der Zuschauer, er wird, wenn man so will, selbst zu einem Insassen dieses Lagers.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch