14.12.2017

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Bild von Federico García LorcaGarcía Lorca, Federico

1898 in Fuente Vaqueros als Sohn eines Großbauern und einer Lehrerin geboren bringt García Lorca noch als Student der Rechtswissenschaften und der Literatur sein erstes Stück auf die Bühne. Ein Jahr später, 1921, erscheint sein erster Gedichtband. Als Lyriker wird García Lorca der "Generation von 1927" zugerechnet, einer zwischen dem Symbolismus und dem Surrealismus stehenden Dichtergruppe. Zu den Freunden des auch musikalisch interessierten und aktiven Dichters zählen Manuel de Falla, Luis Buñuel und Salvador Dalí.

1932 gründet García Lorca das Studententheater "La Barracca". Mit klassischem spanischen Repertoire bereist er mit der Truppe ganz Spanien. 1933 entstehen Bluthochzeit und In seinem Garten liebt Don Perlimplín Belisa. Als Autor und Regisseur eigener und fremder Werke wird er in Südamerika gefeiert. In bürgerlich konservativen Kreisen heftig kritisiert, wird García Lorca im August 1936 von den Falangisten verhaftet und in der Nähe von Viznar (Granada) ermordet.

Lorcas Werk ist den Traditionen seiner Heimat, ihrer Musik und ihrem Theater, ihren Mythen und Märchen, den Sitten und Gebräuchen, der Landschaft und der Geschichte tief verbunden. Der archaischen Kraft und Gewalt des Kollektivs steht der Freiheitsdrang des Individuums entgegen, Maskierung und Demaskierung prägen das Mit- und Gegeneinander seiner Figuren, ihr Anspruch auf Glück und dessen Verweigerung lässt sie aufbegehren, an den Normen einer sie unterjochenden Gesellschaft zerbrechen oder resignieren.

Die Emotionalität seiner Stoffe, die Musikalität seiner Sprache, die Vielseitigkeit seiner Formen und die Suggestionskraft seiner Stimmungen begründen Lorcas internationalen Ruhm. Sie haben ihn zugleich zu einem der am meisten vertonten Dramatiker des 20. Jahrhunderts gemacht.

 

Mariana Pineda

Volkstümliche Romanze in drei Bildern
Deutsch von Enrique Beck
9D, 2H, Nebendarsteller

Mariana Pineda - bereits mit achtzehn Jahren Mutter zweier Kinder und Witwe - wird durch die Liebe zu ihrem Vetter Pedro de Sotomayor zur patriotischen Idealistin und schließlich zur Märtyrerin um der Liebe, Ehre und Freiheit willen. Mittels einer List hat sie den Offizier Sotmayor aus dem Gefängnis befreit und vor dem sichern Tod bewahrt. Nachdem sie dei Verschwörer von Torrijos eine Fahne mit der Devise "Gesetz - Freiheit - Gleichheit" gestickt hat und die erfolgte Erhebung zusammenbricht, wird sie verhaftet. Der Richter Pedrosa versucht nun vergebens, sich die in Gewissensnöten zwischen der Sorge um ihre Kinder, den Gefühlen der Sotomayor und dem Verlangen nach Freiheit schwankenden Frau gefügig zu machen. In einem Nonnekloster muss Mariana erkennen, dass Don Pedro sie im Stich gelassen hat. "Um seine Gedanken zu leben und zu lieben", hat sie konspiriert. Ein letztes Werben Fernandos, des Vertrauten von Don Pedro, und sein Angebot, sie in Sicherheit zu bringen, vermögen Marianas innere Gewissheit nicht mehr zu erschüttern, dass der Opfertod sie zum Sinnbild jener Freiheit erhöhe, die Don Pedro sucht.

Die historisierenden, im Stil "zeitgenössischer Stiche" gehaltenen Szenen mit dem romantischen Stimmungsrahmen verlieren jeden sentimentalen oder melodramatischen Beigeschmack durch die knappen, fast abrupten und in Elfsilber bzw. Alexandriner gefassten Dialoge, die weniger die Handlung vorantreiben als vielmehr in lyrischer Sprache voll kühner Metaphern die seelischen Höhepunkte der Wandlung Marianas im Balladenstil beziehungsreich ausdeuten. Eines der frühesten Werke Lorcas, das in seiner Sprache und in der Verbindung volkstümlicher Inspiration mit Motiven der lyrischen Poesie den großen Dichter bereits anklingen lässt.

Dieses Stück liegt auch in folgender Fassung vor:

Mariana Pineda
Deutsch von Enrique Beck / in der Bearbeitung von Herbert Meier