18.12.361

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Nach Luft jagen" von Michael A. Müller
Penelope möchte uralt werden. Wie Oma. Die sagte mal, jedes Ticken der Uhr,...

"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin
Das Publikum des Berliner Maxim Gorki Theaters wird am 17. Dezember sowohl in...

"Die Kaiserin" am Theater Baden bei Wien
Punktgenau zum 300. Geburtstag der Habsburger-Ikone und Langzeit-Regentin...

"Die lustigen Nibelungen" von Oscar Straus am Badischen Staatstheater Karlsruhe
"Er sieht so miesepetrig aus, und nicht wie sonst so munter – was hat er...

Neu bei FBE: "General Wunde" von Joël László
Die Hautkrankheit des Neugeborenen verändert das Leben von Anja und Samuel....

"Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Hannah Biedermann, frisch mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die...

"Venedig im Schnee" am Theater an der Effingerstraße Bern, den Bühnen der Stadt Gera, dem Theater Schloss Maßbach
Gleich drei Premieren von Venedig im Schnee von Gilles Dyrek gibt es im...

Berlin-Premiere: "Weihnachten auf dem Balkon" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 3. Dezember war die Premiere von Weihnachten auf dem Balkon von Gilles...

UA "Broken German" von Tomer Gardi am Schauspiel Graz
Mitte November wurde Noam Brusilovskys Hörspielbearbeitung von Tomer Gardis...

"Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
"Die Farben weg, die Geräusche lauter. Die Uhren langsamer, dafür das Ticken...

SchreibenDenkenHören: "Der korallene Wald" von Ruth Johanna Benrath
Words don't come easy. Textproduktion ist oft ein hartes Ringen zwischen...

"Wartesaal" nach Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
Ein "leiser und konzentrierter Abend" (Nachtkritik): Stefan Pucher inszeniert...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am Schauspiel Frankfurt ist am 26.11. Fabrice Melquiots neues Stück Die...


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Bild von Éric-Emmanuel SchmittSchmitt, Éric-Emmanuel

Éric-Emmanuel Schmitt ist heute einer der weltweit meistgelesenen und meistgespielten französischsprachigen Autoren. 1960 geboren, wird der an der Pariser Elitehochschule École Normale Supérieure ausgebildete Lehrbeauftragte und Doktor der Philosophie zunächst als Theaterautor mit seinem Stück Der Besucher bekannt. Das Stück wird zu einem Klassiker im Repertoire von Theatern auf der ganzen Welt. Rasch schließen sich weitere erfolgreiche Stücke an. Gleichermaßen von Publikum und Kritik gefeiert, wird Schmitt für seine Arbeiten mit mehreren „Molière“ und dem „Grand Prix du Théâtre“ der Académie française ausgezeichnet. Seine Bücher liegen heute in dreiundvierzig Sprachen übersetzt vor, seine Stücke werden in über fünfzig Ländern regelmäßig aufgeführt. Auch für das Kino und als Opernübersetzer ist Schmitt erfolgreich. Éric-Emmanuel Schmitt lebt in Brüssel.

 

Mylady

(Mylady)
Nach den von Eric-Emmanuel Schmitt
5D, 12H, Doppelbesetzungen möglich

"Mylady" ist eine sehr persönliche Adaptation Eric-Emmanuel Schmitts von Alexandre Dumas' berühmtesten Roman "Die drei Musketiere". Er stellt Mylady von Winter in den Mittelpunkt seines Stückes und erzählt dadurch - wenn man so will - eine weibliche Version "Der drei Musketiere". Vielleicht sogar eine feministische Version? Schmitt selbst sagt dazu: "Wenn 'Die drei Musketiere' die Geschichte von Jungs ist und den Jungs gefällt, dann deshalb, weil es in ihrem geheimen Zentrum eine unglaublich schöne Frau gibt, intelligent, sinnlich unberechenbar, deren Umarmung köstlich oder tödlich sein kann, manchmal beides zugleich:Mylady von Winter. Sie bedeutet Abenteuer, Atemlosigkeit, Mangel an Schlaf, Überraschungen, Verrat, Unsicherheit, leidenschaftlichen Sex, Gewissenbisse, Hoffnungen, gebrochene Versprechen. Mit ihr wird das Leben reich, aufregend, aber es endet böse.

Mylady, das bedeutet vergiftete Verführung, sie führt die Männer in den Ruin. Doch sie ist eine viel ambivalentere Person, denn sie ist gleichzeitig Henker und Opfer. Opfer ihrer Familie, ihrer Epoche und der Männer. Ihre Eltern wurden während der Religionskriege ermordet. Sie wird in ein Kloster gesteckt und entflieht daraus, indem sie einen Priester verführt. Sie muss sich der Männer bedienen, um ihre Unabhängigkeit als Frau zu erlangen.

Das Stück beginnt wie eine Abenteurer-Komödie, doch es ist auch die wahre Tragödie einer Frau, die sich dahinter abspielt. Alle Ingredienzen der Mantel- und Degenstücke sind vorhanden, doch was die Intrige vorantreibt, das ist die Psychologie von Mylady. Die Spannung resultiert aus ihrer Vergangenheit, aus den Motivationen ihrer Rache. Warum lässt sie sich von Kardinal Richelieu einspannen, wo sie doch schön, reich und frei ist? So aber wird sie zur Hauptfigur der Geschichte. Selbst d'Artagnan erscheint wie eine Nebenfigur und Richelieu findet seinen Platz im Stück nur durch sie. Letztendlich versucht das Stück diese ungewöhnliche, mörderische Frau in gewisser Weise zu verstehen, ohne sie zu verurteilen."

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch