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"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

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Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

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"Alles was Sie wollen" und "Wir kommen" bei den PTT
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Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Am 22. Mai ab 20 Uhr werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

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"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Nachtbeleuchtung

Einakter
1D, 4H

Weil die Stromrechnung mal wieder nicht beglichen wurde, tafelt der Schauspieler (er spielte bereits eine kleine Rolle im Der Lampenschirm) mit seinem Direktor und dem Dichter im Treppenhaus, bewirtet von der Dienstmagd Minna. Dummerweise geht hier alle 2 Minuten das Licht aus, und abwechselnd müssen sich die Herren zum Schalter tasten, um ihn zu bedienen. Hitzig diskutiert man den Monolog, den der Dichter schrieb und den der Schauspieler nicht geben will, weil es darin um einen Selbstmörder geht, der ununterbrochen – trotz Kugel im Kopf – schönes Zeugs redet. Als der Schauspieler sich kurz entfernt, erscheint den beiden Verbliebenen der Geist eines Kollegen, der sich kürzlich erst die Kugel gab.

Nachtbeleuchtung ist ein wunderbares, pointenreiches Spiel um die Dichtkunst, das Theater und den Tod, in dem Goetz mit messerscharfer Ironie und skurrilen Typen eine "Gebrauchsanweisung" für sein Theaterschaffen vorlegt.


Dieses Stück ist Teil von:

Nachtbeleuchtung
Fünf Grotesken
2D, 4H