18.11.8294

Aktuelle Nachrichten

"Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Falk Richter inszeniert David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus am...

UA: "Nicobobinus oder Die verwegene Reise ins ferne Land der Drachen" am Theater der Jungen Welt, Leipzig
Am 17.11.2018 kommt Katrin Langes Stück Nicobobinus nach dem Roman von Terry...

Neu bei DESCH: "Zwei Lügen, eine Wahrheit" von Sébastien Blanc und Nicolas Poiret
Am Abend des 27. Hochzeitstages macht Philippe den großen Fehler, seiner Frau...

Rückblick: "Hunger. Peer Gynt" am Deutschen Theater
Am 19. Oktober war die Premiere von Sebastian Hartmanns Inszenierung "Hunger....

Neu bei FBE: "Siri und die Eismeerpriaten" von Frida Nilsson
"Weißhaupt hat meine Schwester geraubt! Wir müssen sie zurückholen!" Aber...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...

Premiere: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Mit der Premiere von Die Jüdin von Toledo in der Bühnenfassung von Koen...

Neu bei FBE: "Du springst, ich falle" von Maryam Madjidi
In ihrem viel diskutierten, autobiografischen Debüt erzählt Maryam Madjidi...

Neu bei FBE: "Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund
Lennard kann sich nie entscheiden. Aber zumindest eine Sache hat er...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

UA: "Scham" am Theater Oberhausen
Am 30.11. wird Scham von Claudia Tondl am Theater Oberhausen uraufgeführt....

UA: "Adel verpflichtet" am Ernst Deutsch Theater in Hamburg
Am 29. November ist Uraufführung von Dogberry&Probsteins mörderisch schwarzer...

DSE: "Ein Amerikaner in Paris" am Landestheater Linz
Am 25. November findet am Landestheater Linz die Deutschsprachige...

"Mamma Macchiato" von Tom van Hasselt am Kammertheater Karlsruhe
Ein bisschen Prenzlauer Berg ist überall – so auch in Karlsruhe, wo am 23....

Premiere: "Rheinische Rebellen" am Schauspiel Köln
Am 23. November feiert das Schauspiel Köln die Premiere von Rheinische...

UA: "Die Verschwörerin" am Theater Basel
Joël Lászlós neues Stück Die Verschwörerin kommt am 2. November am Theater...

Einladungen: Franziska Henschel und "Mädchen wie die" beim Augenblick Mal! 2019
Franziska Henschel ist mit ihrer Stückentwicklung "Nachts" zum Augenblick...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Arne LygreLygre, Arne
Foto: Andreas Bache-Wiig 

Arne Lygre wurde 1968 in Bergen, Norwegen, geboren. Sein Debüt als Dramatiker machte er 1998 mit dem Stück Mama und ich und Männer. Seitdem hat er weitere Theatertexte geschrieben, darunter Ewig leben, Schatten eines Jungen und Mann ohne Aussichten.

Lygres Stücke wurden vielfach übersetzt und in mehreren Ländern Europas veröffentlicht und inszeniert. U. a. wurde Mann ohne Aussichten 2007/08 am Odeon Theater in Paris von Claude Régy inszeniert. 2011 erhielt Arne Lygre mit Tage unter eine Einladung zur spielzeit'europa. Das Stück war erstmals 2009 in Dänemark zu sehen. Sein Theatertext Ich verschwinde wurde 2011 am Théâtre National de la Colline in Paris uraufgeführt und 2013 mit dem norwegischen Ibsen-Preis ausgezeichnet.

Für sein erstes Buch, "Tid inne", eine Sammlung von 23 Kurzgeschichten, wurde Arne Lygre 2004 mit dem renommierten Brage-Preis des norwegischen Verlegerverbandes ausgezeichnet.


Weitere Informationen zu Arne Lygre

 

Nichts von mir

(Ingenting av meg)
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
2D, 2H
UA: 26.04.2014, Stadsteatern Stockholm
DSE: 22.09.2017, Berliner Ensemble Berlin

Sie hatte gedacht, sie würde sich nie wieder auf jemanden einlassen. Doch dann wird sie zu dieser Frau, die Mann und Kind verlässt, eines Abends den Koffer nimmt, die letzten Dinge einpackt und geht. In der neuen, leeren Wohnung wartet der jüngere Mann. Von nun an geht es um das Wir, das Gemeinsame und Einzige, das sie schaffen wollen. Für einige Jahre, wenn er will, gehöre sie zu ihm. Sie ist nun diese Art von Mensch, der alles hinter sich gelassen hat.

In die leere Wohnung kommen ein Bett, ein Küchentisch. Während der neue Lebensentwurf nach und nach an Konturen gewinnt, wird das Zurückgelassene immer wieder rekapituliert, die Grenze zwischen früher und heute werden in Worten abgeschritten. Wie sie ihr vorheriges Leben verlassen, dem Kind eine gute Nacht gewünscht, den Schlüssel im Schloss gehört hat, den Mann, der fragt, wie ihr Tag gewesen sei. Nie würde er sie gehen lassen, hatte er einmal gesagt.

Sie sind froh, dass sie sich getroffen haben, sagen sie später. Doch im Zusammensein wächst auch die Angst, er könnte sie zerstören, sie könnte sich verloren gehen. Sie weben sich ein in eine symbiotische Liebe, die nicht mehr fortgehen soll. Das Draußen verschwindet, scheint nie dagewesen. Seine Mutter kommt zu Besuch, schabt am Kokon der Beziehung. Für den Sohn, der sich abgewendet hat, bleibt sie eine Fremde, er schickt sie wieder fort. Auch ihre Mutter taucht auf, will sich die letzten Jahre vor Augen führen, ihr Kind, dem sie stets geraten hat, nicht wie sie zu werden. Das Kind, das ihre Tochter zurückgelassen hat, wird eines Tages vor der Tür stehen, dessen ist sie sich sicher.

Das ständige Abwägen zwischen Innen und Außen, zwischen damals und jetzt, bannt die Protagonisten in ihrer elliptischen Zweisamkeit, die Arne Lygre mit dem Charakter einer Nacherzählung als Log-Buch offenlegt. Nichts von mir verhandelt die Liebe in ihrer Illusion und Wirklichkeit – legt Macht und Ohnmacht der Sprache offen. Die Figuren verfolgen ihre Spuren, teilweise selbst gewählt, teilweise prädestiniert, und suchen nach einem Ausweg im neuen, verheißungsvollen Lebensentwurf.

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