22.10.2018

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren

Vater Werk aus dem Programm vom Theaterverlag Desch
25.10.2018, Offenbach, Theater im T-raum

Die Tür nebenan
25.10.2018, Holzkirchen, ensemble peripher

Venus im Pelz
26.10.2018, Darmstadt, Theater im Pädagog

Cabaret / Fassung Chris Walker
27.10.2018, Stendal, Theater der Altmark

Die Stühle Werk aus dem Programm vom Theaterverlag Desch
30.10.2018, Bregenz, Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung

Der Besuch der alten Dame
31.10.2018, Mülheim, Theater an der Ruhr

Die Nervensäge Werk aus dem Programm vom Theaterverlag Desch
01.11.2018, Braunschweig, Komödie am Altstadtmarkt

Die Jüdin von Toledo
UA 01.11.2018, Bochum, Schauspielhaus


Aktuelle Premierenberichte
Frank, Leonhard

Leonard Frank wird am 4. September 1882 in Würzburg als Sohn eines Schreinergesellen geboren. Frank wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach einem Studium der Malerei und Grafik in München zieht er 1910 nach Berlin, wo er 1914 sein erstes Werk "Die Räuberbande" veröffentlicht. Noch im selben Jahr wird das Buch mit dem Fontane-Preis ausgezeichnet.

Leonhard Frank findet früh zum Sozialismus und emigriert 1915 als entschiedener Pazifist nach Zürich. Hier veröffentlicht er 1918 seine Novellen gegen den Krieg: "Der Mensch ist gut". Sofort nach dam Kriegsende geht er noch im November 1918 zurück nach Berlin. Hier beginnt seine produktivste Zeit. 1920 erhält Frank den Kleist-Preis für seine Novellen und arbeitet bis 1933 als freier Schriftsteller. Im Jahre 1927 wird die Erzählung Karl und Anna veröffentlicht. 1928 wird Leonhard Frank Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.

1933 flieht Leonhard Frank erneut aus Deutschland, zuerst in die Schweiz, dann über London nach Paris. Ein Jahr später wird er von den Nazis ausgebürgert. 1936 kann Leonhard Frank die "Traumgefährten" veröffentlichen. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht flüchtet Leonhard Frank 1939 zu Fuß bis nach Südfrankreich, wo er in Marseille auf eine Ausreisemöglichkeit in die USA hofft. Stattdessen muss er quer durch Franco-Spanien nach Portugal, wo er im Oktober 1940 auf einem Schiff nach New York kommt. In den USA arbeitet er bis 1945 als Drehbuchautor in Hollywood. Erst 1950 kehrt Leonhard Frank nach Deutschland zurück, wo 1952 seine Autobiografie "Links, wo das Herz ist" erscheint.

Aus dem Erlebnis sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit gelangt Frank zu einer betont kämpferischen Haltung. Er fordert in seinem Roman "Der Bürger" die klassenlose Gesellschaft. In Die Ursache kämpft er gegen die Todesstrafe. Sein gesamtes Schaffen ist vom Gedanken der Liebe und dem Ringen um echtes Menschentum getragen. Seine Werke erzielen bis in die dreißiger Jahre hohe Auflagen.

Leonhard Frank stirbt am 18. August 1961 in München.

 

Ruth

Drama von Leonhard Frank
3D, 28H

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch