13.12.2017

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Bild von Birgit BockmannBockmann, Birgit
© Foto: Karoline Bofinger, Berlin 

Birgit Bockmann wurde 1966 in Neumünster/Holstein geboren. Nach ihrem Abitur absolvierte sie von 1988 bis 1991 an der renommierten "Ecole international du théâtre Jaques Lecoq" in Paris ihre Schauspielausbildung. Anschließend kehrte sie nach Deutschland zurück und spielte bis 1997 an verschiedenen Hamburger Theatern. Im gleichen Jahr war sie Teilnehmer von "Stage" bei Ariane Mnouchkine (Théâtre du Soleil, Paris).

Von 1998 bis 2002 studierte Birgit Bockmann "Szenisches Schreiben" an der HdK, Berlin. In dieser Zeit nahm sie an mehreren Workshops teil, u.a. am Theatre de Complicité, London, bei Simon McBurney und am Workshop für junge Dramatiker der Bonner Biennale. 2000 wurde ihr Stück "Dingos" zur Lesung am UAT-Theater, Dresden, eingeladen. 2001 erhielt sie das Berliner Senatsstipendium für Dramatikerinnen auf Schloss Wiepersdorf und wurde im Jahre 2002 zu den Werkstatttagen für junge Dramatiker am Deutschen Schauspielhaus Hamburg eingeladen.

Neben ihrer Arbeit für das Theater war Birgit Bockmann als Schauspielerin in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen sowie TV-Serien zu sehen.

 

Seeleuchten

2H
frei zur UA

An einem frühen Morgen treffen zwei Männer an einer Überlandtankstelle aufeinander. Baas, dessen Wagen liegen geblieben ist und der nun eine Mitfahrgelegenheit sucht, zeichnet sich durch ausgeprägtes Benehmen und Fingerspitzengefühl aus. Er ist als Taucher und Unterwasserfotograf unterwegs, erzählt ausnehmend gern und genießt das Gefühl, die Normalität hinter sich zu lassen. D.F., Geschäftsreisender, wie er sagt, ist ein Mann in den besten Jahren, mit vorzüglichen Eigenschaften und besten Vorsätzen; vor allem aber ist er Autobesitzer, eher wortkarg und nicht gerade begeistert von der Aussicht auf eine Reisebekanntschaft. Dennoch beschließt er, Baas ein Stück mitzunehmen, die Reise gemeinsam fortzusetzen.

Das Zusammentreffen der beiden scheint nicht zufällig zu sein, sondern schicksalhaft. Der gemeinsamer Weg führt sie Richtung Süden und gibt den kauzigen Eigenbrödlern reichlich Gelegenheit, die Schwächen des anderen herauszukitzeln, sich gegenseitig zu provozieren, bis zum Letzten zu zanken und sich schließlich näher zu kommen, als ihnen eigentlich lieb ist.

Trotz aller Ungleichheit und Zwietracht geht es auch nicht ohne einander. Beide haben kein Zuhause mehr: Baas, weil er immer weggerannt ist, D.F., weil er nie etwas gegen die Enge unternommen hat. Natürlich ist keiner der beiden bereit, sein Versagen einzugestehen, im Gegenteil. Beide haben das Leben aufgegeben, wollen aber, aus Eitelkeit, ein Gegenüber finden, einen, dem es noch schlechter geht, jemanden, der einem die Gewissheit gibt, dass das eigene Leben so schlecht nicht gewesen sein kann.

Die beiden üben sich in einer Art Machtspiel, bei dem die Rollenverteilung und Machtverhältnisse nicht ganz eindeutig bestimmt sind und immer wieder neu behauptet werden müssen, was zu Missverständnissen und Unmut führt. Baas dominiert emotional, aber D.F. hat das Geld und das Auto. Zweimal trennen sich ihre Wege, zweimal nimmt D.F. seinen Begleiter wieder auf, nachdem sie sich im unversöhnlichen Streit getrennt hatten.

Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den Reisenden eine ungewollte Vertrautheit und Abhängigkeit, fast eine Liebesbeziehung, die immer wieder von ihren grotesk-komischen Hasstiraden durchbrochen wird. Zwei alte Männer, die das Leben noch einmal erfinden – und am Ende ziemlich erschöpft sind. Baas sagt einmal zu D.F.: "Sie sind mein Todesengel." – Sie sind es beide für einander.

Birgit Bockmann hat mit Seeleuchten ihr erstes Stück geschrieben und erzählt mit großer Leichtigkeit und Sympathie eine Geschichte über das Leben und die Schwierigkeit, davon zu lassen.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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