14.12.2017

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"Die lustigen Nibelungen" von Oscar Straus am Badischen Staatstheater Karlsruhe
"Er sieht so miesepetrig aus, und nicht wie sonst so munter – was hat er...

Neu bei FBE: "General Wunde" von Joël László
Die Hautkrankheit des Neugeborenen verändert das Leben von Anja und Samuel....

"Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Hannah Biedermann, frisch mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die...

"Venedig im Schnee" am Theater an der Effingerstraße Bern, den Bühnen der Stadt Gera, dem Theater Schloss Maßbach
Gleich drei Premieren von Venedig im Schnee von Gilles Dyrek gibt es im...

Berlin-Premiere: "Weihnachten auf dem Balkon" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 3. Dezember war die Premiere von Weihnachten auf dem Balkon von Gilles...

UA "Broken German" von Tomer Gardi am Schauspiel Graz
Mitte November wurde Noam Brusilovskys Hörspielbearbeitung von Tomer Gardis...

"Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
"Die Farben weg, die Geräusche lauter. Die Uhren langsamer, dafür das Ticken...

"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin
Das Publikum des Berliner Maxim Gorki Theaters wird am 17. Dezember sowohl in...

SchreibenDenkenHören: "Der korallene Wald" von Ruth Johanna Benrath
Words don't come easy. Textproduktion ist oft ein hartes Ringen zwischen...

"Wartesaal" nach Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
Ein "leiser und konzentrierter Abend" (Nachtkritik): Stefan Pucher inszeniert...

Neu bei FBE: "Nach Luft jagen" von Michael A. Müller
Penelope möchte uralt werden. Wie Oma. Die sagte mal, jedes Ticken der Uhr,...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am Schauspiel Frankfurt ist am 26.11. Fabrice Melquiots neues Stück Die...

"Die Kaiserin" am Theater Baden bei Wien
Punktgenau zum 300. Geburtstag der Habsburger-Ikone und Langzeit-Regentin...


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Huxley, Aldous Leonard
Aldous Leonard Huxley wurde 1894 in Godalming, England geboren und stammte aus einer Familie erfolgreicher Wissenschaftler. So beschäftigte sich z.B. sein...


Koall, Robert
Robert Koall wurde 1972 in Köln geboren. Von 1995 bis 1998 war er Assistent von Christoph Schlingensief. Danach wechselte er in die Dramaturgie des Deutschen...


 

Schöne neue Welt

nach dem Roman von Aldous Huxley
in einer Bearbeitung von Robert Koall
3D, 4H, Nebenrollen
UA: 12.09.2014, Staatsschauspiel Dresden

"Gemeinschaft, Gleichheit, Stabilität" – so lautet die Maxime des Weltstaates, den Aldous Huxley in seinem berühmten Zukunftsroman beschreibt. Menschen werden in der Brut- und Normzentrale hergestellt, durch das Bokanowskiverfahren sogar in Dutzendlingen, und entsprechend ihrer Kaste durch "Emotional Engineering" genormt – im Schlaf lernt der Mensch schnell und unbewusst. Man kennt keinen Neid, keine Trauer, kein Leid, und falls es doch einmal zu einem unvorhergesehenen emotionalen Einbruch kommen sollte, gibt es noch immer Soma – eine Droge, die den Gestressten in den Urlaub schickt. Nichts dem Zufall überlassen! Alles unter Kontrolle! Doch drei verlorene Seelen gibt es, die der Norm nicht entsprechen: John Savage, Bernard Marx und Helmholtz Watson. John ist einer der Wilden aus dem Indianerreservat, Bernard ein "Fabrikationsfehler", der sich seiner Kaste nicht zugehörig fühlt – ein Außenseiter, der sich sogar verliebt. Aber Liebe darf es nicht geben, denn sie birgt unkontrollierbare Gefahren. Und Helmholtz ist ein Aufrührer, dem Rest der Genormten geistig weit überlegen, der den Zustand des "Glücks" durch Verzicht auf Freiheit nicht mehr ertragen kann.

Aldous Huxley schafft bereits 1932 einen düsteren Ausblick auf zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen, der fast 100 Jahre später betrachtet durchaus erschreckende Wahrheiten über unser heutiges Zusammenleben bereithält.
Robert Koall erteilt in seiner Fassung John, dem Wilden, das Wort, der zum Medienspektakel in der zivilisierten Welt wird und an ihr zugrunde geht. Er stellt gezielt beide Welten einander gegenüber – der Beginn ist die Wildnis, wir träumen gemeinsam mit John von einer funktionierenden Gesellschaft, das Ende ist die Hölle der Zivilisation.

Hinweis: Für dieses Werk können an Amateurtheater leider keine Aufführungsrechte vergeben werden.

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Premieren zu diesem Stück
13.01.2018, Hamburg, Altonaer Theater

Das Stück liegt auch in folgender Fassung vor:

Schöne neue Welt