16.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Sprengsätze

Ein Stück

3D, 3H

Zwei Menschen in den Vierziger verlieben sich ineinander. SIE ist Ärztin und kurz davor, sich zu verheiraten; ER verweigert jegliche Angaben zu seiner Identität. Ein Spiel um Wahrheit und Liebe beginnt.
Währenddessen beschäftigt die Öffentlichkeit eine Serie von Selbstmordattentaten. Ziel sind Orte, die zum Zeitpunkt der Anschläge menschenleer sind: Bürogebäude, Tankstellen, Geschäfte, Fernsehstudios. Keine Organisation übernimmt die Verantwortung. Die einzigen Opfer sind die Selbstmordattentäter, zwischen denen es aber keine Verbindung zu geben scheint. Bis auf eine: Alle hinterlassen eine Abschiedsbotschaft in Form eines kurzen Super-8-Films.
Die Verbindung der beiden Erzählebenen, die sich personell nicht berühren, ist äußerst geschickt geschrieben. Die Liebesgeschichte zwischen SIE und ER ist in seinen knappen und prägnanten Dialogen sehr gut erzählt. Es ist ein spannendes Spiel, in das sich irgendwann Ungeduld einschleicht, Wissen-wollen, vor allem weil SIE das Geheimnisvolle nicht aushält. Dagegengesetzt, die in díe Kamera erzählten Monologe der Selbsmordattentäter, in denen sie von ihrem gescheiterten Leben berichten. Diese Lebensbeichten sind allesamt sehr berührend, aufwühlend und höchst spannend. Und schnell versteht man als Zuschauer/Leser, daß diese Figuren etwas mit denen zu tun haben, von denen wir im Dialog von SIE und ER nebenbei erfahren. Eine große Qualität ensteht dadurch, daß der Autor in die Geschichte der Beiden geschickt Spuren, geheimnisvolle Anspielungen und (falsche?) Fährten einstreut und so das Ende offen gestaltet, man nicht erfährt, wer ER denn nun eingentlich wirklich ist und auch nicht wer SIE letztendlich ist.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch