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"Der Vorname" am Theater Baden-Baden
Am 25. Juni hatte Katrin Hentschels Inszenierung des Komödien-Klassikers Der...

"Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund gewinnt beim New York Independent Film Festival
Thomas Zaufke und Peter Lund haben mit ihrem Musicalfilm Kopfkino beim New...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Ab 9. Mai werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...


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Hnath, Lucas

Lucas Hnath wuchs in Florida auf und studierte Dramatic Writing an der New York University. Zuletzt wurde sein Stück Nora, 2. Teil ("A Doll's House, Part 2") in der Regie von Sam Gold am Broadway uraufgeführt. Die Produktion war für mehrere Tony Awards nominiert, darunter als bestes Stück, Laurie Metcalf gewann für ihre Darstellung der Nora den Tony Award als beste Schauspielerin. Seine Stücke (u. a. „The Christians“ und „Isaacs Eye“) wurden mehrfach ausgezeichnet.
Hnath lebt in New York.

 

Speedo

(Red Speedo)
Deutsch von Andreas Marber
1D, 3H
UA: 25.09.2013, Studio Theatre Washington, D.C.
frei zur DSE

Der Schwimmer Ray ist die Verkörperung des American Dream. Er hat sich beharrlich an die Spitze gekämpft und steht kurz davor, in die olympische Auswahl aufgenommen zu werden. Unterstützt wurde er dabei von seinem Bruder, seinem Trainer und seiner Ex-Freundin, die darauf spekulieren, an Rays Erfolg teilzuhaben. Dumm nur, dass ihr Schützling alles, was er auf dem Weg nach oben gelernt hat, mittlerweile so konsequent zur Anwendung bringt, dass er jeden völlig rücksichtslos für den eigenen Gewinn ausnutzt. Jetzt wurden am Vorabend des entscheidenden Rennens Dopingmittel in den Trainingsräumen gefunden, und während seine Entourage hektisch versucht, den Schaden einzudämmen, sitzt Ray seelenruhig am Beckenrand und spielt seine Förderer gegeneinander aus. Denn natürlich hat er gedopt. Natürlich hat er gelogen. Natürlich wird er alles für den Sieg tun. Das ist es doch, was alle von ihm erwarten.

Lucas Hnath zeigt Ray als Menschen, der mit einer Mischung aus kindlicher Naivität und grenzenloser Gerissenheit die Regeln des Spiels verinnerlicht hat. Und die Frage, was es bedeutet, wenn Betrug und Lüge struktureller Bestandteil eines Systems sind, beschränkt sich leider nicht ausschließlich auf den Profisport.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.