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Sommertheater 2021: Premieren im Schauspiel
Wir freuen uns auf Theater unter freiem Himmel - hier eine Auswahl unserer...

Wir trauern um Horst Pillau
Im Januar 1960 wurde Das Fenster zum Flur am Berliner Hebbel-Theater...

Sommertheater 2021: Premieren im Musiktheater
Wir freuen uns auf Theater unter freiem Himmel - hier eine Auswahl unserer...

Förderpreis für "Wolkenrotz" von Vera Schindler
Wolkenrotz von Vera Schindler hat den Förderpreis des Berliner...

Heidelberger Stückemarkt: Publikumspreis für "Einfache Leute"
Wir gratulieren Anna Gschnitzer, die mit Einfache Leute den Publikumspreis...

Uraufführung live: "Teile (hartes Brot)" von Anja Hilling am Residenztheater
Am 15. Mai eröffnet das Residenztheater München den Marstall mit der...

„Der unversöhnliche Philantrop“ (taz) – Erich Fried zum 100.
Am 6. Mai 1921 wurde Erich Fried in Wien geboren. Mit 17 floh er vor den...

Neu: "Stimmen im Kopf" Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
Nadine ist auf der Geschlossenen. Begleitet wird Nadine von Daniel. Daniel...

"Vater" von Florian Zeller gewinnt zwei Oscars
Florian Zellers Film Vater nach seinem gleichnamigen Theaterstück wurde mit...

Neue Stoffrechte: Iris Hanikas "Echos Kammern"
Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2021. Alles beginnt...


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Bild von Felicia ZellerZeller, Felicia
© Ralf Hiemisch 

Felicia Zeller hat sich vor allem als Dramatikerin einen Namen gemacht, tritt aber auch in eigenen Kurzfilmen in Erscheinung, ihr Kurzprosa-Debüt "Einsam lehnen am Bekannten" wurde 2009 mit dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet. 2020 erhielt sie den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für ihr "vorliegendes Gesamtwerk", darunter das metadokumentarsich-schräge Bühnenwerk Bier für Frauen (2001) und Kaspar Häuser Meer, eine Untersuchung der Jugendsozialarbeiterpsyche mit den typisch zellerschen Mitteln der Groteske (Publikumspreis bei den Mülheimer Theatertagen 2008). Weitere Einladungen zu den Mülheimer Theatertagen gab es 2011, 2013, 2015, 2016 und 2020 u.a. mit den Stücken Gespräche mit Astronauten, Wunsch und Wunder sowie zuletzt mit Der Fiskus. 2013 wurde X-Freunde in der Kritikerumfrage von Theater heute zum besten deutschsprachigen Stück gewählt. Geboren wurde Zeller 1970 in Stuttgart. Sie studierte Film und Medien an der an der Filmakademie Baden-Württemberg. 1999/2000 war sie Hausautorin am Theater Rampe in Stuttgart.

Weitere Auszeichnungen (Auswahl):
- 1993 Baden-Württembergischer Jugendtheaterautorenpreis für Immer einen Hund gehabt/plane crazy (1928)
- 1999/2000 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
- 2013 Hermann-Sudermann-Preis für Dramatiker

Website von Felicia Zeller

 

Vom Heinrich Hödel und seiner nassen Hand

1H
UA: 01.02.2002, Schauspiel Essen

Heinrich Hödel ist nicht nur Hinrichtungsbeamter von Beruf, sondern auch ein feinsinniger Poet und Musikliebhaber. Beruflich befreit Hödel Menschen von ihrem Dasein, privat interessiert ihn das Motiv der Erlösung durch den Messias bei Händel. Ein Vollstreckungsbeamter mit Sinn für Stil und Akustik - und einem ausgeprägtem Handwerksethos. Hödels Mutter leiht ihm ihr Ohr, wenn die Arbeit ihn zu stark beansprucht (zu späte Begnadigungen etc.). Hödel ist voller Verständnis für die Situation der Verurteilten. Manchmal bringt er ihre Ohren mit nach Haus. Hödel ist berühmt (oder wäre es gern). Er gibt Interviews (oder träumt davon). Wenn Hödel sich verliebt, kann er seine Profession fast vergessen. Hödel, der Mann von nebenan. Vier surreale Akte einer merkwürdigen, tragikomischen Existenz. Alltagsbeschreibungen eines monströsen Arbeitslebens.

Felicia Zeller entwirft beklemmende Bilder des Ausgeliefertseins, der Vergeblichkeit von Bewegung und Sprache, die über das Schicksal ihrer Figur hinausweisen.

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