18.07.2018

Aktuelle Nachrichten

ÖEA: "Rock of Ages" beim Musical Sommer Amstetten
Haarspray, Leggins, Likör und die Hits der 80er-Jahre: Nach der erfolgreichen...

UA: "Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs" bei den Luisenburg-Festspielen
Am 12.7. ist die Uraufführung von Sherlock Holmes und der Tod des...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juli und August
Wie schon im Juni freuen wir uns über viele Sommertheater-Premieren im Juli...

UA: "Jedermann - Ein Musical vom Sterbelernen" beim MusikTheaterFestival Oper Oder-Spree
Am 19. Juli feiert Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Musical-Neufassung vom...

Neu bei FBE: "Little Me" von Cy Coleman
Little Me gehört mit zwei Broadway-Revivals und zahlreichen weiteren...

Zum Wiederentdecken: "33 Variationen" von Moisés Kaufman
Im Beethoven-Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag des berühmten Komponisten...

Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018 für Nele Stuhler
Nele Stuhler gewinnt mit Fische den ersten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis...

Sommertheater: Unsere Premieren im Juni
Es ist wieder Sommertheater-Zeit! Unsere Freilicht-Premieren im Juni:...

Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis: Fünf Stücke auf der Auswahlliste
Wir freuen uns über fünf Stücke aus unserem Programm auf den diesjährigen...

Ingeborg-Bachmann-Preis 2018: Martina Clavadetscher und Bov Bjerg
Martina Clavadetscher und Bov Bjerg wurden zu den 42. Tagen der...

Österreichischer Musiktheaterpreis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Die Uraufführungsproduktion von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks Musical In...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Feuchtwanger, Lion

Feuchtwanger wurde am 7. Juli 1884 in München geboren. Er studierte Philologie und Philosophie. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde der pazifistisch-sozialkritische Schriftsteller aus Deutschland ausgebürgert; seine Werke fielen der Bücherverbrennung zum Opfer. Feuchtwanger flüchtete nach Frankreich, wo er bis zu seiner Inhaftierung 1940 lebte. Noch im gleichen Jahr gelang ihm die Flucht über Spanien und Portugal in die USA. Zusammen mit Bertolt Brecht und Willi Bredel gab Feuchtwanger hier die Emigrantenzeitschrift "Das Wort" heraus. In seinem ersten historischen Roman, Die häßliche Herzogin (1923, später unter dem Titel "Margarete Maultasch" veröffentlicht), beschrieb er das Leben in Tirol im 14. Jahrhundert. Ihm folgten Jud Süß (1925), ein Roman, der im 18. Jahrhundert angesiedelt ist, und die Josephus-Trilogie, bestehend aus den Romanen Der jüdische Krieg (1932), Die Söhne (1934) und Der Tag wird kommen (1945).

In seinem dokumentarischen Roman Erfolg (1930) stellte Feuchtwanger die Ereignisse in München ab der Revolution von 1919 bis 1930 dar. Der Roman stellt den ersten Teil seiner "Wartesaal-Trilogie" dar, in der sich der Autor mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzte. Zu Feuchtwangers bedeutenden Werken, die er nach seiner Flucht aus Deutschland im amerikanischen Exil schrieb, gehören Die Geschwister Oppermann (1933) und Exil (1940), der zweite und dritte Teil der "Wartesaal-Trilogie" sowie die Romane "Waffen für Amerika" (1947, auch unter dem Titel Die Füchse im Weinberg erschienen) und Die Jüdin von Toledo (1954, 1955 auch unter dem Titel "Spanische Ballade" erschienen).

Feuchtwanger starb am 21. Dezember 1958 in Los Angeles.

vergrösserte Ansicht zur Broschüre zu Feuchtwanger, Lion

Lion Feuchtwanger
Autorenbroschüre
Leben und Werk

 

Waffen für Amerika

Schauspiel
5D, 15H
UA: 19.10.1962, Theater Plauen-Zwickau Zwickau

1777 in Versailles. Marie Antoinette, hier nur noch "Madame Defizit" genannt, belastet in ihrer Verschwendungssucht die Staatskasse derartig, dass der französische Hof sich am Rande des finanziellen Ruins befindet. König Louis XVI. ist nicht fähig, sich den Wünschen der Königin zu widersetzen. Trotz der inneren Schwierigkeiten gewährt der König den englischen Kolonien in Nordamerika Kredite zur Beschaffung von Waffen und weiterem Kriegsmaterial. Seine Sympathie liegt aber keineswegs bei den Rebellen, er will den Feind England treffen. Der Hof bedient sich hierbei zunächst des populären Schriftstellers Beaumarchais, der leidenschaftlich für die Sache der Amerikaner eintritt. Doch der amerikanisch Gesandte, Benjamin Franklin, wird in Versailles lange nicht empfangen, denn der König ahnt, welche innenpolitische Gefahr das Beispiel der Rebellen für die eigene Monarchie bedeuten könnte. Antoinette setzt sich darüber hinweg, trifft sich heimlich mit Franklin und erreicht schließlich sogar eine Aufführung von Beaumarchais, in der die herrschende Kaste aggressiv verspottet wird. Dadurch schürt sie unbewusst die Aufruhr im eigenen Land.
Louis XVI. hat keines seiner Ziele erreicht, er sieht sich genötigt, dem Beispiel Franklins zu folgen und mir England Frieden zu schließen. Am Vorabend der Revolution muss er erkennen: "Die amerikanische Republik ist gegründet, und die französische Monarchie ist verloren."

Feuchtwanger schrieb zunächst die dramatische Vorlage, dann den gleichnamigen Roman, der 1947 erscheint und auch den Titel Die Füchse im Weinberg trägt.

Lion Feuchtwanger über "Waffen für Amerika": "Ich wollte die Wechselwirkung zwischen dem fortschrittlichen Frankreich und dem Unabhängigkeitskampf in Amerika darstellen. Ich wollte die amerikanische Revolution in einem neuen Licht zeigen, so nämlich, wie sie sich in den Köpfen fortgeschrittener Europäer jener Epoche malte, ich wollte amerikanische Geschichte geben im Rahmen der Weltgeschichte."


Dieses Stück ist Teil von:

Die Füchse im Weinberg
Roman


Die Füchse im Weinberg